Airlines: Cash im Koffer


New York, 5. Mai 2008

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Unter dem hohen Ölpreis und dem intensiven Wettbewerb leiden die US-Airlines. Nun haben sich die Fluggesellschaften eine neue Einnahmequelle geschaffen. Sie schröpfen ihre Fluggäste für Übergepäck. So kostet ein zweites, übergroßes und schweres Gepäckstück bei United Airlines stolze 450 Dollar. Die meisten anderen Airlines greifen von nun an ebenfalls in die Taschen ihrer Kunden. So nimmt Delta Air Lines für einen dritten übergroßen Koffer, der 71 Pfund wiegt, sogar 660 Dollar.
Verbraucherschützer beschweren sich lauthals in den Medien. Im Fernsehen rief ein Moderator gar erbost zum Boykott auf. Die Fluggesellschaften haben jedoch die Abgabe fast zeitgleich eingeführt. Insofern bleibt den Verbrauchern kaum eine Alternative. Das „Wall Street Journal“ fragte kritisch, ob nicht die Gepäckaufgabe zum Flug gehört wie das Bett zum Hotelzimmer. Schließlich könne man kaum ohne seine sieben Sachen verreisen.
Abgesehen davon rechne ich mit einer massiven Verteuerung der Ticketpreise. Die Branche befindet sich mitten in der Konsolidierung. Wir steuern auf eine Fusionswelle zu, die es in dieser Form noch nicht gab. Insofern nimmt der Wettbewerb ab. Das führt schlußendlich zu steigenden Preisen.
Der Kampf von Billiganbietern wie JetBlue oder Ryanair war in der Tat verrückt. Taxifahrten vom Flughafen in die Stadtmitte kosteten manchmal mehr als der eigentliche Flug. Selbst eine zehnstündige Busfahrt war teilweise teurer als der Flug, der einen in 45 Minuten ans Ziel brachte. Fliegen Sie, solange es noch billig ist!


tim schaefer (Author)

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