Achtung Korrektur


New York, 10. März 2008

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Die Börsenkorrektur macht vielen zu schaffen. Gerade in den vergangenen Tagen erzählten mir Freunde, wie nervös sie sind. Ob Sie nun den Dow Jones oder S&P, die Nasdaq oder den DAX nehmen, alle Leitindizes befinden sich auf Tauchstation. Gewiss, das kann einen ärgern. Aber verunsichern sollte das nicht. Denn die Aktie bleibt meiner Meinung nach die beste Assetklasse, die es gibt.
Das zeigt nicht zuletzt der Erfolg des Warren Buffett. Der reichste Mensch der Welt kaufte Anfang der 40er Jahre seine erste Aktie und baute seinen Reichtum durch den Kauf von Aktienpaketen auf. Später bündelte er all seine Firmenanteile in die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway. So nahm er am weltweit wachsenden Wohlstand teil und verdiente Milliarden.
Ich sah in den vergangenen Tagen viele TV-Interviews mit dem Investmentgenie aus Omaha in Nebraska. Er rät, so früh wie nur möglich mit Aktieninvestments zu beginnen. Er war gerade elf Jahre alt, als er seine erste Aktie erwarb. Zudem betont der Superreiche immer wieder, nur fundamental gute Unternehmen zu kaufen, die zudem günstig bewertet sind. Besonders an junge Menschen in den USA richtete Buffett mahnende Worte: Sie sollten auf Kreditkarten verzichten. Die Kreditzinsen, die sich hieraus ergeben, könnten eine zu große Last werden. Dieses Statement von Buffett ist erstaunlich, hält er doch selbst mächtige Pakete am Kreditkartenriesen American Express.
Zusammenfassend sehe ich Buffets Erfolgsstrategie so: Fundamental gute Unternehmen suchen, den Kurs beobachten, günstig einsteigen und nie mehr verkaufen.
Ich halte nichts von Derivaten oder Zertifikaten. Mit Optionscheinen hab ich vor Jahren selbst schlechte Erfahrung gemacht und etliche Taler verloren. Selbst in Korrekturphasen, wie wir sie jetzt erleben, würde ich nicht Short gehen oder Puts kaufen. Auf lange Sicht steigen Aktien um ca. zehn Prozent pro Jahr. Wer sich also mit Puts eindeckt und auf fallende Kurs setzt, stemmt sich gegen den langfristigen Markttrend. Das kann im Grunde genommen auf Dauer nur schief gehen. Zudem sind Derivate in meinen Augen, was den Preis und die Gebühren angeht, nicht gerade transparent. Alles in allem rate ich zum Dauersparen in Aktien – einfach das, was Warren Buffett seit Jahrzehnten macht.
Putzig ist, dass eine der besten Universitäten der Welt, Harvard, den jungen Studenten Buffett als nicht geeignet einschätzte und seine Aufnahme verweigerte. Gut so, wird Buffett heute denken. Was wäre wohl aus ihm geworden, wenn er an der Harvard Hochschule gelandet wäre?


tim schaefer (Author)

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