Achtung Crashgefahr – ene, mene muh, raus bist du


New York, 2. August 2016
Im Börsensender CNBC laufen zu viele "Experten" herum, die genau die Zukunft kennen.

Im Börsensender CNBC laufen zu viele „Experten“ herum, die genau die Zukunft kennen.

Mir gehen diese Wahrsager auf CNBC auf die Nerven. Jeden Tag sagen uns „Experten“, wie die Börse weiter laufen wird. Sie machen Vorhersagen. Dabei kann kein Mensch wissen, wohin die Börse kurz- oder mittelfristig genau laufen wird. Das ist alles eine Lüge. Genauso sind Vorhersagen bis zum Jahresende dummes Zeug. Solche Leute gaukeln uns was vor, zu wissen, was niemand weiß.

Es gibt permanente Pessimisten. Darunter ist die ehemalige rechte Hand von George Soros, Stanley Druckenmiller. Mark Faber ist ein anderer, der gerne vor dem nächsten Crash warnt. Das Trio infernal ist mit diesem Herrn perfekt: Seit Ewigkeiten warnt Harry S. Dent vorm nächsten Finanzbeben. Er macht es so gut, dass er viele Fans hat, obwohl die meisten Warnungen nie eintraten:

Ja, die Börse läuft schon seit sieben Jahren flott nach oben. Es ist irgendwann Zeit für eine Korrektur. Ja, irgedwann naht ein schwaches Jahr. Aber muss es gleich ein brutaler Crash sein? Ein schwarzer Freitag? So wie damals?

New York Daily verkündet: Aktien-Krise ist vorbei. Das war am 25. Oktober 1929. Den Ausschnitt habe ich im Museum of American Finance entdeckt.

New York Daily verkündet: Aktien-Krise ist vorbei. Das war am 25. Oktober 1929. Den Ausschnitt habe ich im „Museum of American Finance“ entdeckt.

New York Daily verkündet: Aktien-Krise ist vorbei. Am 25. Oktober 1929. Den Ausschnitt habe ich im Museum of American Finance entdeckt.

New York Daily verkündet: Aktien-Krise ist vorbei. Am 25. Oktober 1929. Den Ausschnitt habe ich im „Museum of American Finance“ entdeckt.

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Hier war ein anderer Crash.

Nein, ein Crash kommt selten vor. Die Leute überschätzen das Risiko. Mitunter weil so Dauerpessimisten durch die Medien tingeln wie Druckenmiller oder Dent. Einer Studie zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein massiver Crash in den kommenden sechs Monaten stattfindet, bei nur 1,7 Prozent. Die Wissenschaftler haben historische Daten ausgewertet.

Das Problem ist: Negative Nachrichten verkaufen sich viel besser. Die Meute will etwas dazu hören und sehen. Ich lese den ganzen Kram der Schwarzmaler schon gar nicht mehr. Negative Websites öffne ich nicht. Zahlreiche Portale haben sich auf Krisengerede spezialisiert. Sie erzählen uns, wie schlimm alles wird. Sie spielen mit unserer Angst.

Dabei ist die Börse ein Selbstläufer. Wer langfristig in den S&P-500 investiert, macht einen guten Schnitt. Zumindest war das bisher so. Seit dem Jahr 1950 hat sich die Börse um mehr als das Hundertfache erhöht – darin ist die Inflation schon bereinigt worden. Das zeigt Ihnen, dass Sie mit „Buy and Hold“ gut fahren. Kaufen Sie ein Indexpapier und halten Sie es durch. Stocken Sie es regelmässig auf. Sie sollten schon etwas zurücklegen fürs Alter. Das Geld werden Sie sicher gebrauchen können. Nicht jedem macht es Spaß, als Rentner zu arbeiten. Ich habe zu der Problematik der Sparrate in jungen Jahren ein kleines Video aufgenommen:

Amerikaner sparen eigentlich für die Rente sehr gut. Im Schnitt hat jeder Amerikaner rund 100.000 Dollar im „Aktiendepot für die Rente“, wie eine neue Auswertung (PDF) zeigt. Die deutschen Riester-Sparer können dagegen nur auf Almosen hoffen. Es liegt an einem Konstruktionsfehler in Berlin. Die Riester-Verträge sind ein Garantieprodukt, das nebenbei mit absurden Gebühren unterlegt wird.

Das Verkaufen von Aktien, weil eine Angst vorm nächsten Crash besteht, ist ein Fehler. Das Timing bekommt niemand genau hin. Mir tun die Menschen leid, die aus Sorge aussteigen und dann anfangen, rein- und rauszuspringen. Das läuft nach dem Motto ab:

Ene, mene muh, raus bist du.“

Am besten ist es Geduld zu haben. Auf Value und Small Caps zu setzen, ist ein weiterer guter Rat, den Nobelpreisträger Eugene Fama gibt.

Ich habe wegen der vielen Börsenvorhersagen, die nichts bringen, den Fernseher abgeschafft. Auch ging mir die Werbung auf den Sack. Es war einfach zu viel. Und die ganzen Horrormeldungen auf CNN. Jeden Tag neuer Terror, neue Kriegseinsätze, neue Konflikte, Schießereien.

In Deutschland ist das ähnlich. Die Medien kochen Sensationen auf. Nehmen wir mal den Schießwütigen in München, der neun unschuldige Menschen erschossen hat und anschließend sich selbst. Ja, es war grausam. Es war furchtbar.

Aber ich rate Ihnen auf andere Dinge zu achten, für die sich wenige Menschen interessieren, weil es nicht so sensationell ist. Im Mai starben auf deutschen Straßen 324 Menschen. Es gibt demnach am Tag fast elf Verkehrstote. Jetzt setzen Sie das ins Verhältnis zu dem, was in München geschah.

Schauen Sie, wie klein diese wichtige Meldung eigentlich ist. Das scheint keinen aus den Socken zu hauen. Da schreiben uns die Medien lieber etwas über den „Kannibalen von Rotenburg“ oder das „Folterhaus von Höxter“.

Manchmal gibt es auch die Übertreibung ins Positive. Da gewinnt ein Hesse den Lottojackpot, der mit 85 Millionen Euro gefüllt war. Schon spielen die Menschen mehr Lotto, wenn sie so etwas lesen. Sie beginnen dann zu träumen. Dabei übersehen sie, dass nur die Hälfte des Spieleinsatzes im Gewinntopf landet. Den Rest greift sich der Staat als Steuer ab. Und die Wahrscheinlichkeit, den Jackpot zu gewinnen, ist so gering, dass Sie gleich das Geld für den Lottoschein im Klo hinunterspülen können. Aber so emotional denken die Menschen. Es macht rational keinen Sinn.

Ich bin kein Freund vom Lotto. Weil es bei den Menschen Träume wecktm schnell reich werden zu können. Es ist aber eine Illusion. Die Wahrscheintlichkeit den Jackpot zu gewinnen ist so gering, dass man gleich seinen Einsatz im Klo runterspülen kann. Foto: Wikipedia.

Ich bin kein Freund vom Lotto. Weil es bei den Menschen Träume weckt, schnell reich werden zu können. Es ist aber eine Illusion. Die Wahrscheintlichkeit, den Jackpot zu gewinnen, ist so gering, dass man gleich seinen Einsatz im Klo runterspülen kann. Foto: Wikipedia.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Achtung Crashgefahr – ene, mene muh, raus bist du

  1. Christoph

    Tim ich stimme dir zu. immer dieses

    der Crash naht. raus aus Aktien. Hier ist noch einer

    http://www.cnbc.com/2016/08/01/sell-everything-doublelines-gundlach-says.html

    ich kann da nur mit dem Kopf schütteln. klar der Crash wird kommen. Ebenso wie die nächste Naturkatastrophe, der nächste Anschlag oder der Untergang der Menschheit auf der Erde.

    aber keiner kann sagen wann.

    natürlich gibt es bei allem Anzeichen. snare der Börse zb das gelsdrucken der Notenbanken.

    aber passiert es 2017? Oder erst 2020? Und was macht man mit dem Geld bis dahin?

    Nein man sollte natürlich informiert bleiben. man sollte die Infos zusammentragen und sich eine eigene Meinung bilden aber nicht in Panik verfallen.

    Cnbc finde ich toll. Meine lieblibgssendung ist half time Report.  Dort sind meist 4 professionelle Anleger die ihre Meinung zum aktuellen geschehen sagen. Wichtig ist dass sie unterscheiden zwischen kurzfristig gewinn erzielen und langfristig investieren. Bei tesla sagen zb alle dass es ein Unternehmen mit einem tollen Produkt ist aber die Aktie extrem überbewertet ist. Dazu kommen noch externe Gäste.  Ich kann die Sendung nur empfehlen. läuft Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr auf cnbc  (frei empffangbar)

    mein lieblingsinvestor ist Kevin o’leary.

    http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000539483

     

     

     

  2. Fabian S.

    Hallo Tim,

    wieder toller Artikel wie immer. Ich finde jedoch, dass ich zum Zeitpunkt, wenn der Markt irgendwann überhitzt ist und alle, die nichts mit Aktien zu tun haben plötzlich Aktien kaufen wollen, meine „Normalo-Aktien“ verkaufen muss, um mich endlich dann mit den sogenannten „Big Five“ eindecken zu können. Dann wäre ein Crash wiederum die günstigste Gelegenheit!

     

     

  3. Lad

    Auch in NTV, N24, ARD wird fast täglich Unsinn geredet. Fragt dort eine Blondine eines „Experten“: „Soll man heute wieder Aktien kaufen?“ = Oder soll man noch ohne Aktien bleiben. An anderem Tag, wenn der DAX 1% verliert, wird in TV wieder gelogen: „Die Anleger haben ihre Gewinne mit genommen.“ „Die Anleger sind nervös.“ Diese täglichen Lügen auf allen deutschen TV- und Radio-Kanälen sorgen täglich für die Angst der Bevölkerung vor Aktien. Und wir (die mehr intelligenten) kaufen die Aktien günstig. Also die Lügen in Medien helfen uns. Die Blondinen in ARD, NTV, N24 kommen vielleicht nie darauf, dass viele Anleger ihre Aktien wegen Dividenden bis zum Tode halten. Und wenn der DAX 1% verliert, kein Anleger verkauft, kein Anleger ist nervös. Nur die Handelsautomaten verkaufen. Nur die Daytrader sind nervös. Ob die FED den Zins nach oben oder nach unten um 0,5% korrigiert, niemanden interessiert es, nur die Blondinen in  NTV, N24, ARD warten darauf. Den Anlegern ist der Zins von FED völlig egal. Die Anleger kaufen und halten ihre Dividendenaktien bis zum Tode beim Zins 0,5% wie 5,0%. Oder verkaufen nur bei unerträglicher Überbewertung wie anfangs 2000.

  4. Lad

    Der Stresstest der europäischen Banken von 29.7.2016

    Es wurden 51 Banken überprüft, aber die Banken von Portugal und Griechenland dürften der Überprüfung ausweichen. Also zu Unrecht sind keine Banken aus Portugal und Griechenland dabei.

    Die unsichersten und kränksten Banken in Europa sind (etwa zu wenig Eigenkapital):

    1) Monte dei Paschi. 2) Allied Irish Bank. 3) Raiffeisen Bank. 4) Bank of Ireland. 5) Banco Popular. 6) UniCredit. 7) Barclays. 8) Commerzbank. 9) Société Générale. 10) Deutsche Bank.

    Bin ich aber froh, dass meine Banken (außer Barclays) nicht dabei sind. Denn ich habe unter meinen 26 Aktien auch die Aktien von: Royal Bank of Scotland, Lloyds, HSBC, Barclays, Bilbao und Santander. Für immer wegen Dividenden will ich aber nur 20 Aktien halten und dabei sind von Banken nur 5 Stück: Wells Fargo, HSBC, Lloyds, Bilbao und Santander. Früher wollte ich auch die Lloyds Banking Group Aktien verkaufen, aber am 18.5.2016 bekam ich 334 Euro netto Dividenden von Lloyds und seit dem Tag mag ich die Aktie.

  5. Dominic | Der Portfoliomanager.de

    Was ich bei den Untergangspropheten ja noch nie ganz verstanden habe, ist das Kalkül. Mich sechs Jahre lang mit meiner Prognose zum Affen machen, nur um mich dann im siebten Jahr als der große Wahrsager zu profilieren – das ist doch unterm Strich ein peinliches Geschäft…

    Und garantiert erwähnt keiner, dass man seit der ersten Verkaufsempfehlung mehr verdient haben kann, als der Crash nach all den Jahren kostet 😉

  6. Tobias F.

    Die „beste“ Aussage habe ich neulich von einem „Experten“ auf NTV gehört:

    Frage war: „Ist DAimler mittlerweile interessant für einen Einstieg?“

    Der Typ so: “ Ich würde jetzt, bei 58 Euro, noch abwarten. Kaufen würde ich eher, wenn die Aktie wieder bei 62 Euro steht!“

    Was ist los mit solchen Typen? Bekommen die Geld für ihre Absurditäten, die sie regelmäßig abliefern?

  7. Andreas

    @Fabian S.: Was sind denn für dich die „Big Five“?

    Mich interessieren die ganzen kurzfristigen Spekulationen der „Experten“ auch nicht. Klar will man auch als Langfristanleger zu einem guten Kurs einsteigen und nicht, wenn die Aktie schon oben steht. Ob jetzt aber 10 Prozent rauf oder runter, spielt da wirklich keine Rolle. Zur Zeit bin ich wieder in der Sparphase, um dann entweder bei meinen bestehenden Werten weiter aufzustocken oder noch gezielt einzelne neue Werte mit ins Depot zu nehmen. Ich schaue dann einfach, welcher Wert etwas nachgelassen hat und schlage zu.

  8. Philipp

    Fakt ist leider, dass sich „schlechte“ Nachrichten bzw. Headlines am besten verkaufen. Die breite Bevölkerung springt darauf einfach an (s. Bild-Zeitung und Handelsblatt). Die Realität ist aber, dass wir in den letzten 5 -7 Jahren eine der krassesten Rallies der Geschichte erlebt haben. Und die ganzen „Börsengurus“ haben jedes Jahr auf neue den großen Crash beschworen. Nicht wenige haben deshalb nicht nur die Rally verpasst sondern sogar Geld verloren, weil sie gegen den Markt gewettet haben. Und man sollte sich nie gegen den Markt stellen. Dieses Spiel kann man nicht gewinnen. Und wenn man ganz entspannt sein möchte, versucht man nicht den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu timen sondern setzt auf ETF-Sparpläne. Setzt man dazu noch auf Dividendenaktien, generiert man mit der Zeit einen passiven Cash flow, den man zum reinvestieren nutzen kann. Wenn dann doch mal der „große Crash“ kommt, freut man sich über günstige Einkaufskurse. http://www.passives-einkommen.rocks

  9. Claus

    Da die Presse von schlechten Nachrichten gut lebt und die „Schafe/dumme Masse“ sehr emotional darauf reagiert und die Aktien schnell verkauft, nutze ich solche „Horrormeldungen“ gerne aus, wie z.B. bei Meldungen zu Quartalszahlen. Heißt es z.B.:

    „Massiver Gewinneinbruch: Firma XY verfehlt die eigene Prognose um 2 Cents je Aktie! Jahresziel in Gefahr!“

    und die Aktie fällt daraufhin mindestens 5%, besser 10% oder mehr, kaufe ich, sofern die Kennzahlen (KCV, KGV, KBV, KUV, EKQ, EKR…) einigermassen passen. So habe ich schon häufiger sehr gute Einstiege oder Nachkäufe erzielt. Meist sind diese Kursrückgänge in wenigen Tagen (manchmal schon am nächsten…) bis Wochen aufgeholt.

    Ich kaufe allerdings nur die bewährten „Dickschiffe“ (Umsatz>1 MRD EUR).

  10. JJ

    Hallo in die Runde!

    Hat jemand von euch Aktien von Bed, Bath & Beyond (http://www.finanzen.net/aktien/Bed_BathBeyond-Aktie)? Sieht für mich nach einem guten Geschäftsmodell aus und die Zahlen sprechen auch für sich (KGV von 9, steigende Gewinne und Umsätze, ab diesem Jahr gibts Dividende). Der Kursverlauf sieht allerdings aus als würde der Laden bald pleite gehen..?!

  11. Stefan Meisel

    Mal eine Frage in die Runde:

     

    Habt ihr auch zyklische Werte wie Continental oder Airbus, die in Rezessionen 80-90% an Wert verlieren, in euren Buy & Hold Depots? Und wenn ja, wann kauft ihr?

     

    Ich hatte mir im August 2015 die beiden genannten Werte ins Depot gelegt und zweifle gerade am Einstiegszeitpunkt angesichts des Konjunkturzyklus.

     

    [Ehrlich gesagt ist der Hintergrund, dass ich mir bis Dezember diesen Jahres ein Kaufverbot gesetzt habe, weil ich dann meine Bafög-Schulden zurückzahlen will – und jetzt sucht ein Teil meines Gehirns nach einer Möglichkeit, dieses Verbot zu umgehen, z.B. durch Cash-Generierung über einen Verkauf von Conti und Airbus] 😉

     

    Schöne Grüße, Stefan

     

     

  12. Finanzmixerin

    @jj: Bed, Bath & Beyond sieht für mich sehr gut aus von den Kennzahlen her. Was ich als Einziges bemängele ist die stark fallende Eigenkapitalquote.

    Wenn du aufstrebende Unternehmen haben möchtest, schau dir auch mal Michael Kors an, ein Modeunternehmen. Die haben ähnlich gute Kennzahlen. Bei der Aktie hatte ich einen glänzenden Einstiegszeitpunkt.

  13. Christoph

    @Stefan

    wieso sollen die beiden so extrem verlieren? Und wenn der kurs einbrechen sollte meinst du die Unternehmen haben schlechte Jahr vor sich? Ich weiß die genauen Airbus zahlen nicht, aber wird ähnlich wie bei boeing sein und boing hat bis 2020 die auftragsbücher voll.

    Die frage lautet eigentlich eher glaubst du nicht mehr an das geschäftsmodell der beiden? Falls ja solltest du verkaufen. wenn du aber daran glaubst sollte eine eventuelle Rezession wann immer Sie eventuell kommen sollte, kein verkausgrund sein

     

  14. PIBE350

    Ich halte an meinen monatlichen Nachkäufen fest. Sollten die Warner irgendwann Recht haben, werde ich nicht in Panik verfallen, sondern mich über günstigere Nachkaufkurse freuen. 😉

  15. Felix

    Stefan, um was zu kaufen. Wenn man Cash durch Verkäufe generiert muss man was Besseres zum Kaufen haben.

    Nachdem beide, Airbus und Conti, zurück gekommen sind,  würde ich eher an Nachkaufen denken. Airbus hat Zukunftspotential, geflogen wird immer mehr und Conti als Autozulieferer auch.

  16. AlexanderAlexander

    Wenn ich schon manchmal das Wort „Crash“ höre und im Nachgang ein Kursrückgang von 3 % proklamiert wird, weiß ich manchmal nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Sollen die Kurse mal ruhig 30 % fallen, würde der Gesamtlage gut tun und wir können wieder zu halbwegs vernünftigen Preisen in unsere Unternehmen investieren.

    Sollte die Börse auf Grund äußerer Umstände tatsächlich um 90 % oder mehr einbrechen, dann haben wir vermutlich ganz andere Probleme.

    PS: Ich spiel trotzdem in einer Lottogemeinschaft. 2 € in der Woche kann ich verschmerzen und irgendwo sch… der Teufel doch hin^^

     

     

  17. Stefan Meisel

    @ Christoph

     

    Airbus hat sogar Aufträge bis 2024, wenn man die aktuellen Produktionskapazitäten zugrunde legt. Das bedeutet nicht, dass der Kurs dieses Jahr nicht 40% nach unten gehen kann.

     

    Mir geht es um das Finden des richtigen Einstiegszeitpunktes, was bei zyklischen Werten umso wichtiger ist. Also die Idee, jetzt zu verkaufen und später zu kaufen und dann >20 Jahre zu halten.

     

    Conti hat in der Finanzkrise 91% verloren, Airbus 77%, Jungheinrich 82%, Fuchs Petrolub 71%, Daimler 78% usw. so läuft das bei zyklischen Werten, auch wenn die Unternehmen ein Top-Geschäftsmodell haben.

     

    Wirtschaftsabschwünge treten normalerweise alle 5 bis 8 Jahre auf (Erklärung: https://www.youtube.com/watch?v=dJMiVGlnLSc). Die Charts zyklischer Werte sehen dann so aus: http://www.investor-verlag.de/wp-content/uploads/2016/03/Siemens-DAX30_01.png

     

    @ JJ

     

    Ich hab mal kurz auf Bed, Bath und Beyond geschaut. Gegen einen Kauf spricht meiner Meinung nach:

     

    – Eigenkapitalquote nimmt seit 6 Jahren jedes Jahr ab (aktuell etwa 38%, 2010 noch 71%) – muss nicht zwangsläufig schlecht sein im Niedrigzinsumfeld
    – EBIT-Marge und Jahresüberschuss nehmen seit 4 Jahren jedes Jahr ab
    – für die kommenden Jahre werden sinkende Gewinne und sinkende Margen vorhergesagt

     

    http://financials.morningstar.com/ratios/r.html?t=BBBY&region=usa&culture=en-US

    http://de.4-traders.com/BED-BATH-BEYOND-INC-4852/fundamentals/

    http://www.finanzen.net/schaetzungen/Bed_BathBeyond

     

    Nicht ohne Grund steht der Aktienkurs aktuell dort, wo er vor 13 Jahren schon stand.

     

    Gegenargument wie immer: „Das ist alles im derzeitigen Kurs eingepreist.“ 😉

     

    Musst du wissen. Ich bin extrem streng bei der Auswahl, denke mir, bei zehntausenden börsennotierten Unternehmen kann ich es mir leisten, sehr wählerisch zu sein.

     

     

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Danke. Ich bin kein CNBC-Fan. Weil sie so oft ihre Meinung ändern. Einmal ist Google ein Kauf. Dann ein Verkauf. Manchmal ist Apple ein Kauf, eine Woche später ein Verkauf. Was soll sich in einer Woche an so einem guten Unternehmen geändert haben?

    Bei Kevin O’leary stimme ich zu. Der ist ein absolut schlauer langfristiger Dividendenanleger. Solche Leute brauchen Sie im TV.

     

    @ Fabian S.

    Behalte doch Deine „Normalo“-Aktien. Und füge Deine Lieblinge hinzu. Ich bin kein Fan von Umschichtungen. Ich rate zum krassen „Buy and Hold“.

  19. Andreas

    @Stefan: Ich habe Airbus in meinem Depot und werde die ewig halten, im Zweifel halt nachkaufen, wenn sie mal tiefer stehen. Die Überlegung jetzt zu verkaufen, ist aus meiner Sicht unlogisch. Es sind ja gerade eher Einstiegskurse bei Airbus. Wer sagt dir, dass die Aktie demnächst irgendwann stark einbricht? Vielleicht läuft sie dir dann auch davon und du müsstest teurer kaufen, wenn du sie wieder haben willst…

    Und am Geschäftsmodell gibt es für mich keine Zweifel, Airbus wird weiterhin gutes Geld verdienen

  20. Patrick

    Was haltet ihr von der Bayer Aktie, die scheint einen guten Einstiegspreis zu haben und von den Zahlen her schaut ja alles gut aus. Das einzige is halt die Geschichte mit Monsanto

  21. JJ

    @ Finanzmixerin & Stefan Meisel:

    Danke für eure Einschätzungen zu Bed, Bath and Beyond. Die erwarteten sinkenden Gewinne und die rückläufige EK Quote sind in der Tat Argumente. Bei vielen großen Aktien wird sowas ja gerne ignoriert (hauptsache die Dividende wird gezahlt), aber ich bin genau deshalb z.B. bei Coca Cola im Moment auch sehr skeptisch..

    Werde mir aber evtl. eine kleine Position BBB zulegen, das KGV ist einfach zu niedrig, selbst für die Probleme.

    Michael Kors ist auch ein interessanter Tipp, da schaue ich mal genauer rein, danke!

  22. Christoph

    @JA

    du willst eventuell ein Unternehmen kaufen das keine große history hat, gerade erst mit dividenden ausschütten beginnt und eine kleine marktkapitalisierung hat, aber coca Cola nicht?

    Das kann ich nicht nachvollziehen. denn coca Cola hat über 20 Marken mit 1 Milliarde Umsatz.  coca Cola hat auch Tee und Wasser was wachstumstreiber sind.

    Muss natürlich jeder selbst wissen…

     

     

    @All

    gerade diesen Artikel gelesen und greife mir an den Kopf

    da heisst es us Aktien sind viel zu hoch bewertet und man sollte lieber koreanische und italienische Aktien nehmen!!!

    ok Korea geht vielleicht noch, kenn mich da aber nicht aus, ausser natürlich samsung.

    aber italienische??? In Italien weiß die Regierung nicht wie sie die Wirtschaft in Gang bringen soll. Und die italienischen Banken sind größtenteils quasi bankrott. aber klar ich kaufe italienische Aktien weil natürlich eventuelle Kursgewinne viel höher sind

    dass aber das Risiko extrem hoch ist schreibt der Autor nicht.

    ps: natürlich sind us Aktien nicht billig. aber es gibt genug mit vernünftiger Rendite.  cisco, GE, mcdonalds… alle ca 3%

    http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/alarmsignal-us-aktien-so-teuer-wie-2000-und-2007_H901360192_305654/

  23. Fabian S.

    Hallo Tim,

    ich weiß, dass Du „Buy and Hold“-Verfechter bist, aber ich möchte später lieber nur die sogenannten „Big Five“ Aktien von Buffett haben und es mehr konzentrieren als momentan 10-12 Aktien zu besitzen. Außerdem will ich lieber die Aristrokraten als „Normalo-Aktien“ besitzen. Leider habe ich die früher schon gekauft im Zuge der Euro-Krise.

     

    @ Andreas

    Unter den „Big Four“ versteht man die großen vier Buffett-Aktien: Wells Fargo, Coca Cola, IBM und American Express. Ich zähle Kraft Foods als 100% Tochter von Berkshire dazu.

  24. JJ

    Christph: Coke hat natürlich eine starke Historie und super Marken (und deshalb auch schon eine gute Position in meinem Depot), leider momentan aber auch ein KGV von über 25 und über mehrere Jahre deutliche Probleme beim Wachstum. Wäre mir zum Nachkaufen momentan einfach zu teuer.

    Als Basisinvestment ist BBB sicher nicht geeignet, als kleine Position zur Beimischung finde ich die Aktie aber interessant. Noch ist aber nichts entschieden. Falls ich sie kaufe kannst du mich in 10 Jahren noch mal fragen ob es ein Schuss in den Ofen war 😉

  25. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    Italien hat paar schöne Werte. Habe da schon einige gehabt. Pirelli (inzwischen von den Chinesen aufgekauft), ENI, Enel, Finmeccanica, u.a. Geox lebt auch noch, sehe ich gerade. Problem: Quellensteuer. Ich glaube 26%.

    Ich würde gern Luxottica kaufen. Denen gehören Marken wie Ray Ban usw.

    Campari ist sicher auch ein Begriff. Auf ATH.

    Leider eben keine besseren Dividenden und schon gar nicht wenigstens Quartalszahler. Für Anleger mit anderem Schwerpunkt aber sicher nette Aktie.

    MS

  26. Keek

    @Fabian: zu deinen „Big Four“: Wie lange willst du warten, um sie kaufen?? Coke hat gerade einen (kleinen) Rücksetzer. Und Wells Fargo ist derzeit zumindest auch nicht „völlig überteuert“.

    @Patrick: ich habe gestern Bayer gekauft. Der Kurs ist, gemessen an der derzeitigen preislichen Situation, m.E. ebenfalls nicht „völlig überteuert“. Bayer ist ein riesen Schiff und Basisinvestment und wird bestehen. Deutschland kann man derzeit noch am ehesten ein-/nachkaufen…

  27. Fabian S.

    @Keek: Ich sagte ja, dass ich bei einem großen Crash erst kaufe?! Man muss auch Geduld haben..kleine Rücksetzer reichen mir nicht!

  28. Delura

    Hallo Mitstreiter,

    ich habe gestern IBM erhöht (bin jetzt bei 75& vorläufiger Zielgröße) Der Kurs war mir rille – bekomme jetzt von IBM jährlich 92€ netto „Lohnerhöhung“ – das war mir wichtig.

    Nächsten Monat ist Altria, Praxair oder Caterpillar mit einer „Lohnerhöhung“ fällig – tja und wie gesagt wie die Kurse laufen ist mir beinahe oder sogar absolut „rille“.

    Das Passiveinkommen wächst – und darauf kommt es mir an.

    Glück Auf!

     

  29. Tobias F.

    Kimberly-Clark und Coca-Cola sind etwas gefallen… Ein Kauf für longterm Investoren?

  30. Heinz

    Hallo

    was meint ihr zu Stericycle, US8589121081 ?

    War sehr hoch bewertet und seit Monaten massive Verluste wegen teurer Übernahmen (Shred It), zu wenig Wachstum und womöglich irrtümlich falscher Geschäftszahlen?

    Wer ist investiert ?

    Wer möchte eine Einschätzung abgeben ?

  31. Slazenger

    @ Delura

    Deine Einstellung find ich einfach cool! Also ich schau schon auf die aktuelle Bewertung, was ich so kaufe!

    und wie ich dir prophezeiht habe Leroy geht für 50 Mio. Mal sehen wer noch kommt, bislang bin ich sehr zufrieden mit den Transfers.

    So long…

  32. Christoph

    Tobias
    ich denke ja. klar kann morgen ein Sturz kommen. Aber wahrscheinlicher ein Anstieg.
    auch mcdonalds, cisco, GE sind preislich total in Ordnung
    nach meinen Kriterien jedenfalls

  33. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tobias,

    mir persönlich wären sie zu teuer, aber was sagt das schon. Was Teures kann immer noch viel teurer werden. Der Markt hat immer Recht. Ich finde beide zwar erstklassig, aber eben eher zu teuer. Bin zwar nicht Chart-gläubig, aber man kann sich das schon ansehen. Hat ja was mit Bewertung zu tun.

    KMB
    KO

    Mich locken dann eher Aktien abseits vom Massen-Interesse, nur da ist günstige Bewertung möglich, wie eben bei FBR. Aber was hilft das, wenn es niemand honoriert, oder im Geheimen vielleicht doch was faul ist?

    Der Markt macht was er will.

    MS

  34. Stefan Meisel

    @ Heinz

     

    Meine aktuelle Einschätzung zu Stericycle findest du in meinem Blog.

    https://stefansboersenblog.com/2016/03/21/stericycle/comment-page-1/#comment-448

     

    @ Delura

     

    So Leute wie dich finde ich witzig. „Dividenden sind Passiveinkommen“ und „Kursverlauf ist mir rille“. Dass die Kurse deiner „Dividendenaktien“ ohne Kurssteigerung auf 0€ sinken, ist dir klar? Vielleicht rüttelt dich dieser Artikel wach: http://frugalisten.de/die-dividenden-strategie-der-grosse-selbstbetrug/

    Oder dieser: https://stefansboersenblog.com/2016/03/19/dividenden-fluch-oder-segen/

    Oder, wenn du die Kuh-Ebene bevorzugst, dieser: https://stefansboersenblog.com/2016/07/05/von-kuehen-und-kleinanlegern/

    Jeweils mit der folgenden Diskussion in den Kommentaren.

     

    Dem einen oder anderen Dividendenjünger würden zwei bis drei BWL-Vorlesungen sicher gut tun. Wobei Mathematik 5. Klasse eigentlich schon ausreicht, um seinen Glauben infrage zu stellen.

     

    Na ja, solange man fest daran glaubt, dass der Weihnachtsmann die Weihnachtsgeschenke bezahlt, werden die Eltern schon irgendwie über die Runden kommen.

     

     

  35. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan Meisel; „Dass die Kurse deiner „Dividendenaktien“ ohne Kurssteigerung auf 0€ sinken, ist dir klar?“

    Darüber würde ich nochmal nachdenken! Das wäre so, wenn man Dividenden nicht aus Gewinnen, sondern aus Substanz zahlt.

    MS

  36. Christoph

    Stefan
    erklär mir mal wie der kurs ohne ohne kurssteigerung auf 0 sinkt

    den Kurs machen Angebot und Nachfrage aus. Ich hoffe du meinst nicht die ex Geschichte.
    Ausserdem entwickeln sich die Kurse von dividenden Aktien in der Masse besser als nicht ausschütter.

    Ich sage aber nicht dass der kurs mir egal ist. Im Gegenteil ich hoffe eigentlich er steigt nicht sehr. denn so kann ich günstiger kaufen und eine höhere Rendite der dividende.

    @Matthias: auf was bezogen sind dir Coca-Cola usw teuer? kgv?
    Ich achte auf eps, dividenden Rendite, dividenden Wachstum in den letzten Jahren, aussicht des Unternehmens und das Management. natürlich sollte Verschuldung beachtet werden. aber ich verteufel schulden nicht. wenn zb ein anderes unternehmen übernommen wurde was gewinn und Umsatz steigern wird und zukunftsträchtig ist, dann sind schulden in Ordnung

  37. Stefan Meisel

    Falsch. Die Aussage „Aktienkurse von Dividendenzahlern sinken ohne Kurssteigerung auf 0€“ hat mit Gewinnen überhaupt nichts zu tun.

     

    Jahr 1: Kurs vor Dividendenzahlung 100 €. Zahlung von 10€ Dividende pro Aktie. Kurs nach Dividendenzahlung 90€

    Jahr 2: Kurs vor Dividendenzahlung 90€. Zahlung von 10€ Dividende pro Aktie. Kurs nach Dividendenzahlung 80€.

     

    Spiel das Spielchen noch ein paar Jahre weiter und du landest bei einem Kurs von 0€. Dass erwachsene Menschen die anzweifeln, finde ich ziemlich traurig. Aber wenn einem Kursverläufe „rille“ sind und man am Ex-Dividenden-Tag nicht ins Depot schaut (und man nicht darüber nachdenkt, wo die Dividende herkommt), ist das kein Wunder. Wenn ich immer nur ins Portemonnaie schauen würde und nicht auf meinen Kontostand, dann würden Bargeldabhebungen mich auch verdammt glücklich machen. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem nichts mehr aus der Wand rauskommt.

     

     

  38. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    wenn ich denken würde, dass ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum bei den Aktien voraus wäre, warum auch immer, dann wäre mir das jetzt als eingepreist einleuchtend. Ich sehe das aber nicht. Mit mehr Erdenbürgern sich automatisch Wachstum bei Aktien zu erklären, da gehe ich nicht mit. Ich gehe von wachsender Verarmung (breiter Massen) aus.

    Und wie die Charts eben zeigen, waren die Aktien zu realistischeren Bewertungen zu haben als jetzt. Ich denke, entweder muss der Gewinn nachziehen um die Bewertung zu rechtfertigen, oder der Kurs wird runter kommen.

    Aber schlimmstenfalls hat man einfach zu teuer gekauft. Dann legt man einfach stur nach und gut ist.

    Ist nur frustrierend, wenn man neu einsteigt und gleich 20 oder 30% ins Minus geht.

    @Delura,

    IBM ist mir zwar zu langweilig, aber man kann schlimmeres kaufen. 😉

    Irgendwie ist die zwar günstig bewertet, aber niemand will das glauben. Man denkt scheinbar, die haben ihre Zukunft hinter sich.

    MS

  39. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan Meisel,

    mein Rechenbeispiel…

    Aktie kostet 100, zahlt 10 und kostet nach Abschlag (egal ob realistisch oder nicht) 90. Firma macht übers Jahr 10 pro Aktie Gewinn und erhöht Buchwert/Kurs (wieder) auf 100. Zahlt 100% des Gewinnes von 10 aus (unrealistisch, aber egal), kostet wieder 90. Macht nächstes Jahr wieder 10 pro Aktie Gewinn, die den Buchwert wieder auf 100 bringen, zahlt wieder 10, kostet wieder 90, macht wieder Gewinn den sie auszahlt usw.

    Das wäre ein statisches Beispiel. Gewünscht ist: steigender Gewinn, was steigende Dividende ermöglicht UND Platz für steigenden Kurs (geringer als bei im Kurs verbleibende Dividende) lässt.

    MS

  40. Stefan Meisel

    Das ist ein gutes Beispiel für mein Argument, Matthias. Du zeigst sehr schön, dass du auf Kurssteigerungen (von 90 auf 100) angewiesen bist, damit der Kurs nicht auf 0€ sinkt.

    Vielleicht wird es so klarer: Du bist Gesellschafter einer GmbH. Du nimmst 2,50€ aus der Kasse, um dir eine Portion Pommes Frites von McDonald’s zu holen.

    Was passiert durch diesen Vorgang mit dem Wert der GmbH? Bleibt er konstant oder sinkt er um 2,50€? Darüber muss man nicht lange grübeln, oder?

    (kein optimales Beispiel, da die 2,50€ steuersenkend als Geschäftsessen verbucht werden könnten, Dividendenzahlungen hingegen keine Steuern senken können – im Gegenteil!)

  41. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    Du hast eine Blockade! 😉

    Der Gewinn ist die entscheidende Komponente. Der Gewinn ermöglicht die Dividende und den steigenden Kurs, wenn nicht 100% des Gewinnes ausgezahlt wird.

    Bin jetzt weg. Unsere Mädels in Rio haben es sicher. Jetzt gibt es noch einen Pastis als Absacker und ab in die Koje…

    Puh,kaum geschrieben, schon kriegen sie eins eingeschenkt.

    MS

  42. Stefan Meisel

    Es ging mir einzig und allein um die (schwachsinnigen) Aussagen von Delura „Kurssteigerungen sind mir rille“ und „meine Dividenden sind meine Lohnerhöhungen“, deren Schwachsinn du ja bestätigt hast.

    Mein Einkommen steigt nicht dadurch dass ich mehr Geld am Geldautomaten abhebe, um es mit Olivers Worten zu sagen.

    Übrigens finde ich es hochinteressant, dass man zwar wöchentlich mit Dividendenjüngern über Sinn/Unsinn ihrer Strategie diskutieren kann, sie aber nie zugeben, dass ein Zahlungsfluss eines Unternehmens auf die privaten Bankkonten seiner Eigentümer den Wert des Unternehmens um die Höhe dieses Zahlungsbetrages senkt. [so wie ein Pfarrer nicht sagen würde, dass die Geschichte mit Marie und Jesus biologisch nicht so ganz erklärbar ist]

    @ Christoph

    „Ausserdem entwickeln sich die Kurse von dividenden Aktien in der Masse besser als nicht ausschütter.“

    Genauso könnte ich sagen: Die Gehälter von Hausbesitzern sind höher als die von Mietern. Wenn ich also ein Haus kaufe, steigt mein Gehalt. 🙂

  43. Björn

    Guten Morgen zusammen,

    ich habe mir in den letzten Jahren folgendes Portfolio zusammengespart:

    Procter & Gamble, Bayer, Nestle, Munich Re, Fielmann, Fresenius, Pepsi, Coca Cola, McDonalds, Nike, Unilever, Microsoft, Alphabet, Berkshire Hathaway, Kimberly-Clark, General Mills, Altria, BAT, Reckitt Benckiser, Novo Nordirsk, Colgate, Church & Dwight, 3M, Johnson & Johnson, AT&T, Verizon

    Das sind nun 26 Titel, ich würde aber gerne um 1-2 schon mal reduzieren. Könnt Ihr mir bei der Entscheidung mithelfen, welche Werte ich verkaufen sollte? Kann mich noch nicht entscheiden.

  44. Mario

    @Stefan Meisel

    „Wenn ich also ein Haus kaufe, steigt mein Gehalt. ?“

    Abzüglich meiner (eventuellen) Kreditrate. Muss ehrlicherweise angefügt werden. Oder abzüglich eines Passiveinkommens, welches du bisher mit dem Geld erzielt hast.

  45. Mario

    @Björn

    Warum möchtest du reduzieren? Schaffst du es nicht zu allen Hauptversammlungen zu gehen?

    Spaß beiseite. Ich sehe keinen Titel der nicht in die Zukunft gehört. Höchstens wenn du Nichtraucher bist. Eine ethische Frage.

    Schöne Woche noch.

  46. Christoph

    @Matthias

    ich weiß was du meinst

    allerdings schau dir mal an wo dow jones und Nasdaq im Vergleich zu vor 2 Jahren stehen. Der s&p 500 hat deutlicher zugelegt.wenn man genau hinsieht liegt das am brexit und der zinspolitik. denn die Anleger gehen zu den dividenden zahlern die stabil sind. j&ja, 3m usw. Ein hoch nach dem anderen.

    Aber da die Gewinne derzeit auch so steigen ist das für mich ok. man muss auch die Währung beachten. denn bereinigt um diese Problematik sieht man bei coca Cola usw eine Steigerung zum Vorjahr.

     

    @ Stefan  wieso rechnest du immer die ausschüttung aus der Substanz und nicht aus dem Gewinn?

    Du hast natürlich recht dass in deinem Fall irgendwann der kurs einbricht. aber das liegt dann daran dass die Anleger sehen dass kein austeichender gewinn erzielt wird und senken die kurse.

    Es ist aber so, dass am ex tag der kurs bereinigt um die Dividende zu sehen ist. aber bei einem guten unternehmen steigt der kurs auf Dauer.  Denn das Unternehmen macht Gewinn, erhöht Umsatz und Prognosen und die Anleger kaufen auch teurer als vorher.

    daher hat delura für mich recht mit der dividende. Es gibt keinen plausiblen Grund wieso zb J&J in Zukunft weniger dividende zahlen sollte und weniger wert ist. Daher steigt der kurs.

  47. Christoph

    Björn: tolles Portfolio.

    Ich würde fielmann abgeben. Ich denke gerade bei Augen hat sich viel getan und wird sich in naher Zukunft viel tun.

    Lasern usw. Google usw sind da stark am forschen. In den usa gibt es zb Spark.

    Die Patienten schon jetzt bei bestimmten erblindungstypen per gen Therapie wieder sehen.

    da wird sicher mehr und mehr geholfen werden.

    http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000521245

  48. Stefan Meisel

    “Over the last 40 years, 71% of the stock market’s return came from dividends, not capital appreciation,”

     

    Das ist eine Milchmädchenrechnung. Schau mal hier, Kommentar von “Dummerchen” 30.07. 10:50 Uhr: http://frugalisten.de/die-dividenden-strategie-der-grosse-selbstbetrug/

     

    @ Björn

     

    Ich rate dir, bei Einzelaktien nicht auf den Rat jener zu hören, die deine Anlageziele und dein Risikoprofil nicht kennen. Wir wissen nicht, ob du in 4 Jahren 30% deiner Aktien verkaufen willst, um ein Auto zu kaufen. Wir wissen nicht, ob du in 8 Jahren 50% deiner Aktien verkaufen willst, um eine Anzahlung für ein Haus zu leisten. Wir wissen nicht, ob du bei einem Rückgang einer Aktie um 50% panikartig verkaufen wirst.

    Wenn ich ein Unternehmen auf Sicht von 15 Jahren für eine gute Investition halte, bedeutet das nicht automatisch, dass ich es auch auf Sicht von 4 Jahren für eine gute Investition halte.

     

    Ich kann nur für mich selbst sprechen und sagen:

    Von deinen Unternehmen passen Nestlé, Nike, Novo Nordisk, Johnson & Johnson sowie Church & Dwight perfekt zu meiner Strategie. Fielmann ist grundsätzlich auch ein Top-Unternehmen für Buy & Hold, doch da musst du dir überlegen, wie weit sich der Markt ins Online-Geschäft verlagern könnte (Leute die den ersten Kauf mit vorheriger Vermessung (Nennt man das so?) bei Fielmann tätigen und danach nur noch online bei der Konkurrenz bestellen) und wie gut Fielmann darauf vorbereitet ist.

     

    Kimberly Clark halte ich für ein Giftpapier. Jahresüberschuss ist auf 10-Jahres-Tief. Umsatzrendite ist auf 10-Jahres-Tief. Eigenkapitalquote ist auf 10-Jahres-Tief.  Und das alles nachdem die Wirtschaft in den vergangenen 5-6 Jahren ganz ordentlich lief.

    Das Verhältnis von Schulden zu Vermögen ist wirklich gruselig. Das könnte dem Unternehmen um die Ohren fliegen.

    Durch massive Aktienrückkäufe hat man es bisher geschafft, den Kurs nicht abstürzen zu lassen.

    Hier die Zahlen: http://financials.morningstar.com/ratios/r.html?t=KMB

  49. Björn

    Vielen Dank für eure bisherigen Antworten. Das Depot soll bis zur Rente laufen, d. h. ich habe nicht vor, nachdem ich 1-2 Werte aussortiert habe, irgendwann zu verkaufen. Evtl. lässt sich dadurch für später was in der Rente hinzuverdienen, Stichwort Dividenden.

  50. Christoph

    Stefan

    wieso milchmädchen Rechnung. Das ist Tatsache.

    Habe mir deinen Artikel kurz durchgelesen. aber ich verstehe es nicht.

    Du sagst dividenden sind quatsch da man ja Steuer usw darauf bezahlt. Besser ist es wenn das Unternehmen diese einbehält.

    wenn das Unternehmen klug investiert ist das in Ordnung.

    aber was genau will man eigentlich mit Aktien?

    Man ist ja Miteigentümer und möchte am Erfolg des Unternehmens teilhaben.

    anfangs macht es Sinn sich nichts rauszunehmen damit weiter investiert werden kann. Das Unternehmen vergrößert sich, macht mehr Umsatz und Gewinn usw.

    nun klettert der kurs immer höher und höher. aber was hab ich als Eigentümer davon? faktisch nichts.

    Sinn und Zweck ist nunmal vom Erfolg des Unternehmens zu profitieren. Dies kann entweder durch divenden erfolgen oder aber zig Jahre später durch einen Verkauf.

    Bei nicht ausschüttern hoffen die Aktionäre einfach dass man irgewann etwas vom invest haben wird. Die Aktionäre von ausschüttern haben das bei jeder Auszahlung und zwar nicht nur theoretisch sondern faktisch auf dem Konto.

    Im übrigen entwickeln sich diese auch noch deutlich besser, somit hat man auch bei einem Verkauf noch einen höheren profit.

     

    http://www.dividend.com/media/W1siZiIsIjIwMTUvMDIvMjAvNjl5OXJkbDN0eF9zX3BfZGl2aWRlbmRzLmpwZyJdLFsicCIsInRodW1iIiwiNzUweD4iXV0/s%26p%20dividends.jpg

  51. Björn

    Möchte gerne mehr Überblick haben im Depot, hab schon von 30 Werten reduziert. Evtl. werden es nur noch 20 werden. Daher die Reduktion. Finds halt nur jetzt schwierig sich entscheiden zu müssen welche Werte aus dem Depot verschwinden werden.

  52. Oliver

    @Björn:

    Nun, Du hast keine Eile mit deiner Entscheidung, wann Du was verkaufst. An deiner Stelle würde ich mir bei der Reduktion fragen, welche Geschäftsmodelle von der Weiterentwicklung der Technologien am stärksten angegriffen werden können. Im Grunde hast Du alles solide Unternehmen in deinem Portfolio. Du darfst dich halt nicht ärgern, wenn Du aus Versehen einen sehr guten Performer aussortierst.

    Da Du sehr langfristig anlegen möchtest, sind Unternehmen mit sehr guten Marken und immerwährender Nachfrage deine besten Freunde. Techwerte dagegen müssen immer beobachtet werden, gleiches für Nischenanbieter. Beide Kategorien finde ich trotzdem sehr interessant und da ich ein wenig technikaffin bin, habe ich doch mehr Technik in meinem Portfolio als es notwendig ist.  Ich arbeite in dem Bereich, von daher ist es kein Wunder. Aber von deiner Warte würde ich dort ansetzen, z.B. Doppellung Verizon/AT&T, Fielmann.

    Aber wenn ich ehrlich bin, würde ich mich nicht gerne von einer deiner Firmen trennen, da ich sie alle als solide erachte. Kimberly-Clark mag zwar vielleicht in Zukunft ein Sorgenkind werden, aber momentan ist das nicht der Fall. Im Gegensatz zu dir habe ich diese Selbstbeschränkung nicht und insgesamt 65 Positionen + eine Miniposition MSCI World. Jeder ist anders in seiner Anlagestrategie.

     

  53. K.

    http://finanziell-umdenken.info/aktien-investments-als-passives-einkommen

    Dort wird ein Teil der aktuellen Dividenden-Diskussion aufgegriffen.

    Unabhängig von dem Artikel denke ich das sowohl die eine als auch die andere Fraktion ihre Dividenden-Meinung ggf. zu engstirnig sieht und damit ggf. (sowohl als auch) manche Fakten, Erfahrungen, usw. u.a. ausblendet. Da wird Subjektivität und Objektivität vermischt.
    Aber interessant zu lesen bzw. zu verfolgen. Popcorn-Zeit.

  54. Torsten

    „Dabei ist die Börse ein Selbstläufer.“

    Aber bei dem einen entwickelt sich das Depot eher im Sprinttempo, während beim anderen das Depot vor sich hin schleicht.

    Deshalb ist gut beraten, wer sich über die großen Trends abseits der Schlagzeilen informiert.

  55. Torsten

    @Skywalker: Du suchst Informationen, die deinen langfristigen Investmenterfolg verbessern.

    Das können technische Artikel sein wie z.B. dieser hier:

    http://www.mr-market.de/das-fruehe-und-das-kluge-geld-im-dax/

    Aber auch weiche Faktoren, wo es z.B. um die Börsenpsychologie geht. Mir ist es auch schon passiert, dass ich wegen ein paar Cent mit Limit eine Aktie nicht bekommen habe, und die ist mir dann davon gelaufen. Wegen ein paar Cent. Völliger Unsinn, aber ich wollte ja unbedingt zum Tagestiefstkurs einsteigen.

    Und dann gibt es noch die Artikel, die das aktuelle Umfeld beleuchten, in dem wir uns gerade befinden. Die sind nicht zeitlos, aber für anstehende Investmententscheidungen (auch langfristige) hilfreich.

    Dazu zähle ich zum Beispiel einen meiner eigenen Artikel:

    http://wachstumswerte.net/Blog/usa-land-der-begrenzten-dividendensteigerung.html

    Gruß!

  56. der der hier gerne mitliest

    @ Stefan Meisel.
    Ich verstehe nicht so ganz, warum du hier so einen Kampf gegen die Dividenden Windmühlen führst?
    Ich verstehe dein Argument, der Kurs würde irgendwann gegen null laufen, aber das würde ja bedeuten, dass das Unternehmen quasi Bankrott ist, und spätestens da wäre ja dann (wahrscheinlich) ein grosser Teil der Inverstoren schon längst abgesprungen. Aber solange das Unternehmen Gewinn macht, kaufen die Freaks wie ich diese Papiere, stocken Postitionen weiter auf, und das sorgt dafür, dass der Kurs nicht gegen 0 läuft.
    Durch Dividenden habe ich die Möglichkeit, neben meiner Sparquote von 400 Euro, noch einmal ca. 100 Euro an Dividendenzahlungen (monatlich) draufzupacken, und für 500 Euro Dividendenaktien zu kaufen. (Das mache ich natürlich nicht, sondern ich warte 2 Monate, bis ich ca. 1000 Euro oder mehr zusammen habe).
    Das ermöglicht mir, schneller an Aktien zu kommen, als wenn ich nur mein Erspartes investieren würde/kann.
    Ich kann so einfach/schneller, meine gewünschten Stückzahlen an Wertpapieren erreichen. Klar zahle ich Steuern, aber das ist schon OK, ich bin sehr labil, und der psychologische Effekt, der mir die Dividende gibt, ist sehr sehr wichtig für mich.
    Machen wir uns nichts vor, wir würden alle sofort 100 Stück J&J Papiere kaufen, wenn der Kurs bei 30 Euro liegen würde, eine Traumrendite bei der Dividendenhöhe. 🙂
    Aber da jeder so denkt, wird das wohl nicht passieren, also kann ich auch Delura verstehen, der zu jedem Kurs kauft, denn unterm Strich zählt für Ihn wohl nicht der Kurs oder die Depothöhe (Buchwert), sondern einzig die Anzahl der Papiere im Depot, was ich im übrigen auch so sehe.
    Aber wie oben erwähnt, ich verstehe deinen Einwand, und ich habe auch die anderen von dir genannten Blogberichte gelesen.

  57. Skywalker

    Ich finde, Stefan hat sich minimal im Ton vergriffen weil ihm das Thema scheinbar sehr wichtig ist. Außerdem finde ich, dass hier an einander vorbei geredet wird.

    aber @der hier gerne… :

    Das was du da schilderst, dass du 100 Euro im Monat mehr für aktien ausgeben kannst wegen Dividenden ist ja genau der Denkfehler, den manche begehen. Wenn du keine Dividenden hättest müsstest du die 100 Euro gar nicht in den Markt investieren, weil sie eh schon dort wären.

    Ich glaube, dass das genau das ist, was Stefan so aufregt.

    Das Thema ist eigentlich nicht so schwierig, aber manchmal hat man das Gefühl, dass manch einer die Basics noch nciht kapiert hat  (oder nicht kapieren will?)

    Ich finde Dividendenaktien auch super, aber glaube, dass ich sie und das Prinzip verstanden habe…

     

    Alles gut!

    @ Torsten: Danke, coole Seite! 🙂

  58. der der hier gerne mitliest

    Hallo,

    ja du hast recht, die 100 Euro wären dann schon im Markt, aber weil ich diese 100 Euro als Dividende ausgezahlt bekommen habe, kann ich damit meine Anzahl an Gesamtpapieren erhöhen.

    Ich habe 10 Aktien für 1000, nach der Dividende sind Sie um 100 euro weniger wert, aber ich kann für die 100 Euro 1 Aktie dazukaufen und habe anschliessend 11 Aktien für 1000 Euro.

    Vielleicht habe ich da wirklich einen Denkfehler, aber mir geht es nicht so sehr um Kurse oder dem Buchwert des Depot, ich versuche mich einzig auf die Anzahl der Papiere zu konzentrieren, zumindest solange ich der Meinung bin, mich noch in der Ansparphase zu befinden, bis das Ganze dann irgenwann mal mehr oder weniger ein Selbstläufer werden soll.

    Schönen Abend Skywalker, ich werde mir da aber noch einmal in einer ruhigen Minute ein paar Gedanken zu machen. 🙂

  59. Christoph

    sky Walter

    aber wenn die 100 Euro nicht investiert werden hat man auch weniger Anteile am unternehmen. Denn der Anteil steigt ja nur durch Zukauf oder wenn das Unternehmen Aktien zurück kauft.

    Werden keine dividende ausgeschüttet und es gibt kein Aktien rückkauf Programm lässt das Unternehmen den Aktionär nicht am Erfolg teilhaben.

    denn der kurs gibt dem Aktionär nichts zurück bis verkauft wird. Bis dahin ist es einfach eine wette.

    Es gibt viele Beispiele wo der kurs Rauf ging und dann lange stehen blieb oder gar absackte.

    bekommt man da eine solide dividende macht es nichts. bekommt man aber nichts hat man jahrelang eine 0,0 oder gar minus Rendite.

    BeispielEs

    yahoo, Twitter wo es ohne dividende ein Verlust invest ist.

    General electric dagegen hatte lange einen stagnierenden kurs, zahlte aber dividende und man hatte eine gute Rendite.

     

     

  60. Delura

    @Stefan Meisel

    Da hast Du dich wirklich etwas im Ton vergriffen, aber da steh ich drüber. Du machst dabei, denke ich den Fehler Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wen ich 20-25 Jahre alt bin, würde ich auch keinerlei Wert auf Dividendenauszahlungen legen. Sondern mich z.B. an DRIP Programmen größerer US/UK Unternehmen beteiligen. Ist einfach lohnenswerter – ich suche dann Wachstum!

    Wenn ich aber Ü50 bin und die finanzielle Unabhängigkeit bereits als „Licht am Ende des Tunnels“ immer heller und heller wird ist das etwas völlig anderes.

    Mathematik hin oder her – in dem Fall ist auch viel Psychologie und Pragmatik gefragt.

    @Slazenger – besten Gruß und Glück Auf!

     

  61. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Skywlker; „Wenn du keine Dividenden hättest müsstest du die 100 Euro gar nicht in den Markt investieren, weil sie eh schon dort wären.“

    Das ist reine Wunsch-Theorie! 😉 Das könnte man so sehen, wenn es gesetzlich vorgeschrieben wäre, Aktien immer mit dem absolut korrekten Buchwert zu handeln. Also nicht durch Angebot und Nachfrage, sondern durch eine tägliche Kursfeststellung ähnlich dem Goldfixing. Danach kann man kaufen oder verkaufen zu dem gleichen Preis.

    Wenn dann eine Aktie einen Buchwert von 100 hat, dann kostet sie eben 100. Wenn diese Aktie eine Dividende von 5 ausschüttet, dann verringert sich der mathematische Preis auf 95. Wenn keine Ausschüttung erfolgt, dann bleibt es bei 100.

    Aber so läuft es eben nicht. Der Markt taxiert die Aktien. Es gibt welche mit und ohne Dividende, die haben ein KBV <1, und es gibt welche mit und ohne Dividende mit KBV jenseits von gut und böse.

    Einer Aktie geht bei Auszahlung der Dividende eben zwar etwas Buchwert verloren, und bei Jahresdividenden gibt es dann auch diesen Abschlag, aber wen juckt das? Wenn die Firma/Aktie Gewinn mit der Geschäftstätigkeit macht, dann ist die gezahlte Dividende bei gleichbleibendem Gewinn nach paar Wochen wieder rein verdient (bei 50% pay-out in 6 Wochen bei einer Quartalsdividende, um genau zu sein), und der Buchwert ist auch wieder da wo er war. Aber der Kurs/Preis ist dort, wo ihn der Markt hin (ver-)kauft. Der Preis richtet sich nicht nach dieser Mathematik. Sonst müsste er nach einem Quartal auf den Cent genau 50% vom Quartalsgewinn höher sein als nach letztem Quartalsende (Kurs minus 50% Quartalsgewinn/Dividende).

    Solche Rechnereien und Theorien sind alle Bockmist. Es ist reine Spekulation, dass der Verbleib der Dividende in der Aktie den Wert steigern würde. Der Gewinn könnte stattdessen für allen möglich Blödsinn verpulvert werden, satt einer Dividende.

    Ach ja, und die Stericycle zeigt uns ja gerade, dass es keiner Dividende bedarf, um den Kurs Richtung Null gehen zu lassen… (polemische Übertreibung) 😉 Steps down; 150 -> 120, 120 -> 95, 105 -> 88 … ?
    Wie fühlt sich das denn an, mit 25% Verlust seit Kauf auf Erholung nach 2 dieser Abstürze zu warten, ohne sich wenigstens in der Zeit mit ein paar Dividenden vertrösten zu können?

    MS

  62. Skywalker

    @MS Danke, lehrreicher Post. Nehme andere Meinugnen und Beiträge gerne an. Und wie gesagt, ich mag und habe viele Dividendenaktien, verstehe aber auch die kritischen Stimmen, die immer lauter werden, je „modischer“ das Thema ist!

  63. Felix

    Freilich sind Dividenden schön als Cashflow. Wenn man sie reinvestiert, verliert man jedoch rund 30% der Investition durch Steuern und Gebühren.

    Insofern ist Berkshire Hathaway auf lange Sicht besser, weil ich mit den gestundeten 30 % Abgaben auch noch am Markt bin und Geld damit verdienen kann. In Laufe von 30 Jahren Zinseszins-Entwicklung macht das beim Endkapital einen erheblichen Unterschied.

  64. Oliver

    Eigentlich wollte ich mich auch aus der Dividendendiskussion jetzt raushalten, weil ich mehr als genug geschrieben habe. Den Ton von Stefan hier in seinem Beitrag fand ich auch nicht gerade prickelnd, obwohl vielleicht etwas Verzweiflung dabei ist, warum ihn bei seinen mathematischen Rechnungen einige einfach nicht verstehen wollen.

    Letztendlich hat Matthias mit der Wunschtheorie durchaus recht. Ein Unternehmen hat Aktiva/Passiva und sicher spielen die in den Kurs mit rein. Aber das wichtigste an einem Unternehmen ist die Fähigkeit, dauerhaft Gewinne zu generieren und das wird nicht nur durch die Wirtschaftsgüter im Unternehmen bestimmt. Das hängt von vielen anderen Sachen auch ab, wie z.B. ob es das Unternehmen geschafft hat, mit einigen Produkten auf einer der ersten drei Plätze im Segment zu landen oder die Ertragskraft oder die Erfahrungswerte, wie man mit bestehenden Produkten möglichst hohe Deckungsbeiträge herausholt. Apple ist hier wohl das beste Unternehmen weltweit, dass es schafft, mit gut bedienbarer, aber technologisch nicht unbedingt der besten Hardware durch Lebensgefühl und Design sehr hohe Deckungsbeiträge zu erwirtschaften. Obwohl Samsung auch sehr stark ist, wird durch iPhones im Handymarkt über 90% der gesamten Deckungsbeiträge erwirtschaftet. Das steht nur in Form von hohen Gewinnen in der Bilanz. OK, ich bin ein Fan von dieser Firma und andere sehen den Hype kritischer, aber dieser Punkt ist nicht von der Hand zu weisen.

    Warum hat z.B. Tesla einen so hohen Wert, obwohl die materiellen Werte wesentlich niedriger sind? Es ist die Innovation und der Glaube daran, dass diese Firma es einmal schaffen kann, etwas zu entwickeln, was sehr erfolgreich ist. Die Wahrscheinlichkeit ist höher als z.B. bei Colgate-Palmolive, dafür aber auch das Risiko.

    Colgate-Palmolive ist eine typische Cash-Cow-Firma mit etablierten Marken. Da muß aber insgesamt nicht so viel investiert werden und sie wachsen trotzdem langsam vor sich hin. Obwohl sie regelmäßig Dividenden ausschütten und kaum innovativ sein müssen, steigt der Kurs über die Jahre stark an. Der Punkt ist die Zuverlässigkeit des Geschäftsmodells und der langsamen Weiterentwicklung des Unternehmens und das sind die Werte, die den Aktienkurs bestimmen. Nicht, wieviel Zahnpastatuben sie haben (UV) oder wie viel Fabriken (AV).

    Unternehmen, die langjährig Dividenden zahlen, sind insgesamt gesehen im Markt so lange erfolgreich, so lange ihr Geschäftsmodell gültig ist. Diese Unternehmen sind im Schnitt erfolgreicher als die schnell wachsenden Newcomer, weil von denen eine berträchtliche Zahl wegen Erfolglosigkeit schließen wird oder relativ bald, wenn sie für einen großen gefährlich sind, aufgekauft werden. Darunter gibt es selten richtig große Erfolge wie Google, Amazon, Microsoft etc. Wenn man am Anfang dabei ist und sie hält, kann man reich werden. Aber am Anfang war die Bewertung von Microsoft sicher nicht die Anzahl der Bürostühle oder der Garage, sondern das Potential der damaligen Inhaber. Deshalb ist der mathematische Wert in der Theorie ganz nett, aber in der Praxis nur ein kleiner Teil der Wahrheit.

    Konservative Anleger, die lange Erträge erwirtschaften wollen, sollten in Unternehmen investieren, die viele Cash-Cows haben. Anleger, die gerne mit aufstrebenden Firmen eine Chance auf großen Erfolg haben möchten, sollten in die Fragezeichen investieren. Fragezeich können die Stars werden oder eben auch die berühmten Hunde. Dessen muß man sich bewusst sein. Hundeunternehmen im Depot sollte man stets verkaufen. Sollte man Stars kaufen? Kann man machen. manche werden die berühmten Cash Cows (da sehe ich z.B. Microsoft), manche bleiben längere Zeit Stars (da sehe ich Apple, wobei sie auch schon ein paar Cash Cows haben) und andere werden zu Dogs (da sehe ich Nokia, wobei die wieder zumFragezeichen wandert. Die Boston – Consulting-Matrix ist schönstes BWL und erklärt im groben, wie Unternehmen funktionieren. Stefan: BWL 1./2. Semester. Nur das Einschätzen oder gar das Führen eines Unternehmens lernt man an der Uni nicht. Macht nichts, man kann ja eines gründen und es lernen.

    Dividenden sind nicht Dividenden. Man kann sagen, dass Unternehmen, die ihre Dividenden über viele Jahre aus ihren gewinnen ausschütten, in der Regel am  erfolgreichsten für den Anleger sind. Eine Ausschüttung zwingt das Unternehmen, diszipliniert mit seinen Finanzen umzugehen und sowohl die Weiterentwicklung durch Neuinvestitionen durch Geld, was im Unternehmen bleibt durchzuführen, aber gleichzeitig auch zu haushalten, weil es die Dividende ausschütten muß (Finanzdisziplin). Daneben gibt es Unternehmen, die aus der Substanz ausschütten. Das sind sogar noch schlechtere Unternehmen als die reinen Verlustbringer, die nichts ausschütten. Obwohl es auch da katastrophale Firmen gibt. Ich wurde vor kurzem gefragt, woran man ein gutes Unternehmen erkennt. Die Kriterien in diesem Absatz gehören definitiv dazu. Daneben die Eigenschaft, dauerhaft Geld verdienen zu können und sich mit neuen Technologien erfolgreich weiter zu entwickeln (Erfahrungskurveneffekt). Und dies hast Du bei den meisten Unternehmen mit Ausschüttung. Ausnahmen wie Amazon, Google oder Facebook sind interessant, aber ggü. allen nichtausschüttenden Unternehmen die kleine Minderheit.

    Ich investiere sehr viel in erfolgreiche Unternehmen und daneben auch in die Fragezeichen. Die Fragezeichen kann man weglassen, wenn man konservativer anlegen möchte. Das ist Typsache und der Ausgang muß nach 20 jahren nicht schlechter sein.

  65. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Felix,

    klar, wem das Spaß macht, für den ist das richtig. Mir wäre es zu passiv. Mir macht „selber machen“ Spaß.

    Leider kann ich nicht auf so langen Erfolg zurück blicken. Aber langsam verstehe ich immer mehr von dem ganzen Shit.

    Berkshire hat year-to-date 8,37% zu bieten. Bei mir zeigt es 17,18% year-to-date an. Leider hat der Dip wieder einiges gefressen. Am 22.07. waren es noch 19,42%.

    Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen.

    MS

  66. Slazenger

    @Oliver

    Gratuliere, glänzend geschriebener Kommentar, kann ich nur unterschreiben!

  67. Anna

    Jungs,

    mal ganz altmodisch: Es ist doch so: Ich stelle Geld durch den Kauf der Aktien Firmen zur Verfügung. Dafür hätte ich schon gerne eine „Prämie“ in Form von Dividenden. In meiner früheren beruflichen Zeit habe ich auch nicht für z.B. fünf Jahre gratis gearbeitet. Oder macht das einer von euch?

    Das „nicht zahlen müssen von Steuern“ für Dividende sollte man nicht als Argument für Nichtzahler nehmen. Auf diese Einnahmequelle hat noch kein Finanzminister verzichtet und wird es auch nicht tun. Wenn man Steuern zahlen muss, dann hat man einen Gewinn generiert. Das sollte man sich vor Augen führen und nicht unbedingt unter allen Umständen den Steuerspartrieb ausleben wollen. Das ist das einzige, was ich von Markus Frick noch in Erinnerung habe (einige werden ihn noch kennen).

    Mir ist die ganze Rechnerei (s.o.) egal. Es sollte jeder das tun was er für das richtige hält.

     

     

  68. Ärztehof

    Sehr geehrter Herr Meisel,

    ich finde Ihre Kommentare in diesem Blog bereichernd. Davon abgesehen sind sie auch noch richtig. Leider sind viele Dividendenjünger einer logischen Argumentation nicht zugänglich. Ob es an Erfahrung, Kenntnissen oder Willen fehlt, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Beste Grüße

    Ilbenburg

  69. chaostrader

    Muss auch noch in die Kerbe hauen:

    Es ist mathematisch wurscht, ob man Kapital durch Dividenden entnimmt oder durch Verkauf von Anteilen.

    (Bin wieder weg, bevor der Shitstorm hier gleich losgeht…)

  70. Andreas

    @Oliver: Guter Kommentar ja. Ich bin da momentan noch nicht bei den Fragezeichen, will mein Depot erst noch weiter auf breite, stabile Beine stellen. Wenn ich damit dann ein gutes Gefühl habe, werde ich sicher auch mal in Fragezeichen investieren. Nur ist es eben wirklich nicht leicht, diese zu finden. Ich bin 33 Jahre alt, beschäftige mich erst seit 2-3 Jahren so richtig selbst mit Aktien. Und ich frage mich immer mal, ob ich mit meinem jetzigen Wissensstand und Strategie vor 15/16 Jahren in Apple investiert hätte oder nicht;)) Und dann frage ich mich, was ist das mögliche Apple oder auch Microsoft, Google von heute;)

  71. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Andreas,

    ich lese mal in Deiner Hand, was ich vermute, was Dir vor 16 Jahren mit Apple passiert wäre. Du hättest im März 2000 hoffnungsvoll auf weiteren Anstieg die Aktie gekauft. Am Ende des Jahres 2000 hättest Du mit Apple 80% Deines Kapitals „verloren“ (Kursverlust). Dann wärst Du leidend und in verzweifelter Hoffnung, Dein Geld doch noch zu retten bei Erholung, bis Ende 2004 in Apple geblieben. Dann hättest Du voller Freude, dass Du den Missgriff nach zermürbenden 4,5 Jahren ausbügeln kannst, Apple verkauft.

    Danach hättest Du dem Kurs immer die Augen reibend hinterher geschaut. So würden wahrscheinlich fast alle handeln. So sitze ich auf Nokia mit 35% Minus. Bekomme wenigstens wieder Dividende. Aber bei Einstandskurs (sollte er je wieder kommen) schmeiße ich die raus, bzw. auch mit 5-10% Verlust.

    @Chaostrader,

    nun, da kann ich Dir nun allerdings mit 100% mathematischer Sicherheit sagen, dass mit jedem Verkauf von Aktien die Zahl der verbleibenden Aktien Richtung Null geht. Es sei denn, es wird wie wild gesplittet, und man verkauft weniger als neu aufgesplittete Anteile entstehen.

    MS

    Ach ja… Stimme abgegeben. 😉

  72. Christoph

    Matthias

    ich habe neulich die von meinem dad gekauften t Aktien mit großem Verlust verkauft. vielleicht kommen die in 20 Jahren wieder in die nähe zum ek oder in 30  aber ich nutze das Geld lieber für andere Werte.

    Wie du schreibst ist es schwierig mit den WachstumsAktien.  da drinn zu bleiben obwohl der kurs rutscht oder nicht bei einem schönen Kursgewinn zu verkaufen ist schwierig.

    Am einfachsten wäre es für solche werte ein eigenes Depot zu eröffnen und den pincode zu vernichten und erst nach 15 Jahren einen neuen zu beantragen.

    aber wer macht das schon.

  73. Andreas

    @Matthias Schneider: Kann sein ja;-)) Im Nachhinein schwer zu beurteilen. Aber ist heute ja auch nicht mehr relevant. Viel entscheidender ist eben die Frage, was sind heute so interessante Werte. Aber momentan sammle ich eben noch Blue Chips ein, versuche sie in Schwächephasen zu kaufen. Und so ist immerhin jetzt Apple bei mir im Depot gelandet;) Wobei ich da noch nicht ganz sicher bin, ob es ein Wert für die Altersvorsorge ist oder nicht…

     

     

  74. Andreas

    Ja, bin davon auch überzeugt. Und viele andere ja auch;) Habe auch schon einige Werte dabei, die ich eben einfach ewig halten kann aus meiner Sicht, z.B. Nestlé, Novartis, SAP, Pfizer, Fresenius… Etwas breiter will ich mich noch aufstellen, zwei, drei Positionen umbauen, wenn der Kurs passt. Gerade bei IT würde ich gern noch aufstocken, deshalb habe ich zumindest mal Apple mit ins Boot geholt.

    Und als Stars der Zukunft könnten sich Unternehmen erweisen, die 3D Druck vorantreiben, was meint ihr?

  75. Oliver

    @Andreas:

    Dein Beispiel mit z.B. Apple zeigt genau das Problem mit den aufstrebenden Firmen: Du kannst nicht voraussagen, wer das neue Google wird. Dazwischen können tatsächlich Phasen großer Abschwünge sein, wie Apple sehr gut zeigt. Letztendlich kannst Du nur eine Auswahl von potentiellen Unternehmen wählen, die in Bereichen tätig sind, die zukunftsträchtig erscheinen. IoT ist sicher so eine Technologie, ebenso Virtual Reality, 3D-Druck, Nanotechnologie, alternative Energieformen, Biotechnologie oder Raumfahrt. Die Liste ist sicher nicht vollständig. Leider wird es so sein, dass Du viel Frösche küssen und mit einigen massiven Schiffbruch erleiden wirst. Bei mir waren das z.B. Rösch oder Solarworld.

    Wenn man also diese Strategie verfolgt, sollte man stark streuen und damit leben, dass einiges untergeht. Deshalb hatte ich ja geschrieben, dass eine konservative Strategie ggü. den Fragezeichen nicht schlechter laufen muß. Aber es ist wie mit der Lotterie: Einer trifft immer das große Los. Das nächste große Topunternehmen ist sicher irgendwo im Markt. Wir wissen halt nur nicht, welches.

    Momentan finde ich z.B. Facebook sehr interessant, auch die Biotechnologieunternehmen sind runtergegangen. Im Grunde ist die Nasdaq voll von interessanten Technologie-Unternehmen. Man braucht nur die Zeit, die alle durchzugehen und die hat nicht jeder und will auch nicht jeder haben. Sich deshalb aber einen ETF auf die Nasdaq – Werte zu kaufen finde ich persönlich nicht sinnig. Real verschwinden sehr viele Unternehmen und hier gilt es ja, die zumindest hoffnungsvollen Werte zu identifizieren. Die Frage ist: Möchtest Du dir das antun?

    Wenn Du mit den großen bekannten Unternehmen noch nicht alle hast die Du gerne hättest, besteht noch kein Handlungsbedarf. Im Grunde kann man sich hier sein Leben lang austoben. Es gibt eine ganze Reihe großer erfolgreicher Unternehmen, die immer wieder attraktiv bewertet sind. Da kann man ganz gemütlich aufstocken ohne sich einen großen Kopf um die Fragezeichen zu machen. Bei mir ist das nur ein bissl Spieltrieb, mehr nicht. Deshalb habe ich auch ein paar Facebook, Skywork Solution oder Gilead, um mal einige zu nennen. Gilead ist seid einiger Zeit nicht so top, wie der Kurs zeigt. Skywork habe ich bei ca. 62 $ gekauft und seitdem sind sie fast nur seitwärts gegangen. Facebook war dagegen bisher top. Man darf halt nicht zu viel erwarten, da es nur Lotterielose sind.

     

  76. Andreas

    Ja genau, so ist es. Also ein erstes großes Ziel ist ein sechsstelliges Depot zu haben, mit vielleicht 15, maximal 20 Blue Chips, das würde sich dann schon gut anfühlen;) Aber dafür brauche ich noch etwas. Und wie du sagst, es gibt immer wieder große Werte, die zwischendurch mal günstiger zu haben sind. Darauf lege ich momentan einfach den Fokus. Den Nasdaq durchzuforsten, wäre mir momentan zu aufwändig. Will ja auch was vom Leben haben und mich nicht nur mit Aktien beschäftigen, auch wenn es durchaus Spaß macht;-)

  77. Vali

    Oliver, Matthias, Anna, Christoph, Delura ihr habt glänzend argumentiert! Ein Genuss euch zu lesen!

    Wer “Dividende“ nach diesen intelligenten, wohl überlegten und absolut erfahrenen Berichten immer noch wie Dummerchen ansieht, der hat Unternehmensbeteiligung, Gewinn-Beteiligung und Cashflow nicht verstanden und sollte vor dem nächsten Aktienkauf noch dringend investieren lernen.

    Sonnige Grüße aus dem Meer!

     

  78. Christoph

    @Vali: Danke schön. Aber Du schickst Grüße aus dem Meer? Bist du in einem U-Boot unterwegs? *gg*

     

    Wünsche Dir und deine Familie einen schönen Urlaub

     

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