7. Sparen ja, aber nicht übertreiben


New York, 27. April 2013

bild

Wir wissen alle, was das Grundprinzip vom Vermögensaufbau ist: Gebe weniger aus, als Du verdienst. Die Grundformel lautet: VERMÖGEN = EINKOMMEN minus AUSGABEN.
Es gibt nur zwei Wege, mehr Vermögen aufzubauen: Entweder mehr sparen oder mehr verdienen. Das Sparen fängt bei kleinen Dingen an: Kleidung, Schmuck, Getränke und reicht zu großen Gütern wie Wohnen oder Auto. Der Vorteil von einem sparsamen Lebensstil ist, er ist in der Regel gesünder. Sie verzichten auf unnötige Zigaretten, Alkohol, bewegen sich mehr und essen gesünder (selber kochen).
Manchmal wundere ich mich über Leute. Es gibt Menschen, denen scheint das Auto oder Haus wichtiger als die Familie, Gesundheit oder die Karriere zu sein. Schon komisch. Ich glaube, wer unterhalb seiner Verhältnisse lebt, bekommt die wahren Prioritäten im Leben besser in die „richtige“ Reihenfolge.
Donald Trump rät: Sparen ist wichtig. Aber das Leben muss Spass machen. Trump meint: Sei sparsam, aber manchmal solltest Du Dir was Tolles gönnen, manchmal musst Du die Sau fliegen lassen. Wenn Du das machst, bist Du mit dem Sparen insgesamt erfolgreicher. Ich kann der Theorie des New Yorker Baulöwen viel abgewinnen. Nur geizig zu sein ist nicht gerade motivierend. Wer sich ab und zu etwas Luxuriöses gönnt, bei dem steigt die Motivation zum Sparen umso mehr.
Sie müssen folglich nicht jeden Cent krampfhaft sparen. Trump sagt: „Money was never a big motivation for me, except as a way to keep score. The real excitement is playing the game.“
Übersetzt heißt das grob so viel wie: „Geld war nie ein großer Motivator für mich – mit einer Ausnahme: Ich sah, wie weit ich war. Der wahre Spaß ist, das Spiel zu spielen.“
Ich habe ein Laster. Ich gehe oft zum Broadway, sehe Musicals, Theaterstücke, Konzerte mit der Familie und Freunden an. Manchmal sitze ich in der ersten Reihe. Ob der Sitz dort 100 Dollar mehr kostet, ist mir egal.
Ich finde das kultig. Wer vorne sitzt, hat den direkten Blick auf die Bühne. Man kann besser in die Reihen nach hinten schauen, um Promis zu entdecken. Kürzlich saß Schauspielstar Liza Minnelli im Kino (mitten drin).
Diese Woche sah ich Bruno Mars in Reihe vier. Der Sänger kam mit Begleitung. Mit seiner Freundin und mit Regisseur Spike Lee.
Als ich meinen Fotoapparat zückte (normalerweise mache ich das nicht in meiner Freizeit), reagierte Bruno Mars blitzschnell, er hob dieses „Playbill“-Heftchen vor sein Gesicht und grinste ohne Ende. Der nahm mich auf den Arm. Was für ein Versteckspiel? Links auf meinem Schnappschuss sehen Sie seine Freundin, rechts am Rand sitzt Spike Lee (verdeckt mit blauer Jacke, Glatze).
Fazit: Hauen Sie ab und zu Ihre Kohle raus. Für ein Konzert, für einen Kurzurlaub oder so. Spenden Sie für einen guten Zweck. Anschließend macht das Sparen umso mehr Spass. Sie werden sich wundern: Sie werden erfolgreicher mit dem Sparen. Ich glaube, es ist ein psychologischer Trick, der hier wirkt.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „7. Sparen ja, aber nicht übertreiben

  1. Andreas

    Aus meiner Erfahrung sind die großen Positionen – wie Urlaub, Konzerte oder ähnliches, nicht wirklich die großen Ausgabenpunkte. Man überlegt vorher schließlich ob einem das wert ist und wenn man zu den Entschluss kommt – ja das ist es mir wert, sollte man das auch tun.
    Ausgabentechnisch schlagen so regelmäßige Kleinigkeiten, über die man normalerweise nicht viel nachdenkt, viel stärker ins Gewicht.

  2. D.K.

    Schon T. Harv Eker schrieb in seinem Buch „So denken Millionäre“, dass man sich mal etwas gönnen sollte.
    Ein Mal im Monat ein teueres Restaurant besuchen (ohne auf die Preise im Menü zu achten), einen Wellness-Tag gönnen etc. etc.
    Klar, Spenden ist auch der richtige Weg. Denn dein Wohlstand hilft nicht nur dir, sondern auch vielen anderen Menschen auf der Erde. Vorausgesetzt man spendet und gibt Geld aus.
    Man sollte auch dankbar sein, für all das, was man besitzt und sich nicht darauf fokussieren, was man nicht hat. Viele Menschen nehmen einfach alles hin als sei es normal z.B. jeden Tag ein tolles Essen auf dem Tisch zu haben oder ein Dach über dem Kopf, ein warmes und gemütliches Bett.
    Millionen Menden aber in verschiedensten Winkeln unserer Welt besitzen nicht mal 1% von dem, was wir jeden Tag um uns herum haben.
    Sei dankbar und du bekommst noch viel mehr und ziehst mehr positive Momente in dein Leben.

  3. Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog

    Darum Tim, fahre ich meinen 11 Jahre alten 3er BMW auch noch weitere 4-5 Jahre. Klar würde ich gerne auch ein anderes Auto fahren wollen – ich fahre aber so selten, dass ich lieber weiterhin mein Dividenden Depot ausbaue und jetzt im Frühling wieder mehr Fahrrad fahre.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *