4 Millionäre, die ganz klein anfingen


New York, 11. Mai 2016
Millionär kann im Endeffekt jeder werden. Wenn Sie einige Dinge beachten, geht es einfacher, als Sie denken.

Millionär kann im Endeffekt jeder werden. Wenn Sie einige Dinge beachten, geht es einfacher, als Sie denken.

In Deutschland ist die Nachrichtenlage ziemlich deprimierend. Ein geistig Verwirrter sticht in Bayern auf vier Menschen ein und tötet dabei eine Person.

Derweil kommen stetig neue Details aus dem Horror-Haus in Höxter ans Tageslicht, wo mehrere Frauen gefoltert und getötet wurden.

Furchtbar ist das alles. Das ist schlecht fürs Karma. Ich meide solche Meldungen nach Möglichkeit. Heute möchte ich Ihnen vier erfolgreiche Amerikaner vorstellen, die Millionäre wurden. Das Quartett fing ganz klein an. Vor allem finde ich die Geschäftsleute beeindruckend, die ein kleines Firmenimperium aus dem Nichts aufgebaut haben. Sie machen auf mich einen sehr glücklichen Eindruck. Sie haben sich einen Lebenstraum erfüllt – jeder auf seine Art.

Im Grunde kann jeder mit einem ganz normalen Job Millionär werden. Nehmen Sie Ilene Davis. Die 66-jährige lebt in Cocoa Beach in Florida. 30 Jahre lang arbeitete sie für einen Finanzdienstleister, sie verdiente so viel wie die typische Mittelschicht in Amerika. Es waren im Schnitt 75.000 Dollar im Jahr. Sie war sparsam und legte etwa 40 Prozent Ihres Einkommens langfristig an. Sie steckte das Geld in Aktien und Investmentfonds.

Sie lebt noch heute trotz ihres Millionendepots sparsam. Sie kaufte mit ihrem Freund ein Haus, das in die Zwangsversteigerung ging. Die Möbel schnappte sie sich gebraucht im Internet oder im Second-Hand-Laden. Sie fährt alte gebrauchte Autos.

„Ich bin nicht jemand, der gerne in Restaurants geht. Wenn ich gehe, habe ich Coupons. Ich koche viel lieber mit Freunden zuhause“, sagt Davis. „Ich habe ein ausgefülltes Leben. Aber ich habe kein Verlagen danach, andere mit meinen Geldausgaben imponieren zu müssen. Mein Lebensstil ist wirklich sparsam in Relation zu meinem Einkommen.“

Als sie 50 Jahre alt wurde, hatte sie zwei Millionen im Depot.

Ihr Rat: Fange an, Dein Vermögen jetzt aufzubauen. „Egal, wie wenig Du verdienst, investiere mindestens zehn Prozent langfristig davon.“ Außerdem rät die sparsame Millionärin einen Notgroschen zu haben. Konsumkredite lehnt Davis ab.

Die Volatilität an der Börse erträgt sie:

„Wenn die Börse wirklich schlechte Tage, Wochen oder Monate hat, entscheide, ob die Welt wirklich enden wird. Wenn nicht, lege mehr Geld an – oder schaue Dir Dein Depot nicht an, um nicht in Versuchung zu kommen, falsch zu reagieren.“

Oder nehmen Sie Mark Ferguson. Der 37-jährige baute ein Immobilienimperium auf. Diese Website gehört ihm zum Beispiel. Er fing klein an, verdiente anfangs gerade mal 26.000 Dollar im Jahr. Sein Rat:

„Du musst nichts erfinden oder eine großartige Idee haben, um reich zu werden. Du musst nur ein Feld wählen und dann mit Deiner Firma loslegen. Es gibt keine Abkürzungen. Es ist harte Arbeit. Du musst  hartnäckig sein. Je mehr Du in Dich und Deine Firma am Anfang reinvestieren kannst, desto schneller wirst Du wachsen.“

Beeindruckend ist der Erfolg von Jim Markham. Der 67-jährige lebt in Newport Beach in Kalifornien. Er fing ganz klein an. Mit 15 Jahren war er im Bundesstaat New Mexico schon verheitet und hatte eine Tochter. Seine Eltern gaben ihm den Rat, so schnell wie möglich eine Arbeit zu finden, weil er schließlich seine Familie zu ernähren hatte. Er lernte den Beruf des Friseurs. Irgendwann las er etwas über einen prominenten Friseur, kontaktierte ihn und der Promi wurde sein Mentor. Heute hat Jim Markham ein Nettovermögen von mehr als 100 Millionen Dollar.

Color Proof heißt seine Firma. Auf seiner Kundenliste stehen jede Menge bekannte Namen aus Hollywood: Frank Sinatra, Robert Redford, Steve McQueen, Henry Fonda… An Drehtagen kümmerte er sich um die Frisur von Paul Newman.

Sein Rat: Suche Dir großartige Mentoren, die Dir helfen können, Deine Karriere auf eine andere Ebene zu befördern. Sie helfen Dir, kontinuierlich neue Chancen zu finden. Beim Investieren geht es um die richtige Einstellung, sagt Stylist Markham. „Ich investiere in Aktien, Anleihen und Immobilien. Ich spare stetig, investiere konservativ und denke langfristig.“

Ron Holt baute die Putzfirma „Two Maids and a Mop“ mit zahlreichen Filialen in den USA auf. Der 42-jährige aus Bermingham in Alabama fing klein an. Er arbeitete wie ein Irrer. Bis zu 80 Stunden die Woche.

Sein Rat:

„Es ist mehr nötig als ein gesundes Sparkonto und viel Glück, um persönlichen Wohlstand aufzubauen, denn auf der Reise dorthin, werden Sie jeden Tag auf die Probe gestellt. Schaffen Sie sich eine Vision für Ihren Erfolg – das ist der einzige Grund, warum ich es noch heute mache.“

Der Geschäftsmann meint damit, es zahlt sich aus, den Traum zu visualisieren, vor Augen zu haben.

„Erfolg kommt nicht über Nacht. Sie haben die beste Chance, langfristig erfolgreich zu erreichen, wenn Sie daran glauben.“

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Aktiensparen. Denn niemand muss eine Firma gründen, um zur Million zu gelangen. Es genügt ein „normaler“ Job. Sparen sie zehn oder 20 Prozent Ihres Einkommens. Oder mehr.

Ich habe das Thema Sparen mit Aktien heute in New York so zusammengefasst:

Und lassen Sie sich von dem Auf und Ab der Börse nicht verunsichern:

Langfristig ist die Börse der beste Ort, um zu sparen. Kurzfristig kann es aber ein sehr riskanter Ort sein. Denn die Börse schwankt. Daher predige ich, dass Sie Geduld haben sollten. Ich halte nichts von Absicherungsstrategien mit Optionsscheinen (Puts). Das ist ein teurer Spass. Wer ausreichend Zeit hat, braucht diesen Quatsch nicht.

Vergessen Sie das Trading. Die Gebühren und Steuern laufen gegen Sie – genauso wie das falsche Timing und die verpassten Dividenden. Ja, riskante Strategien können sich auszahlen, müssen aber nicht. Die meisten Zocker gehen baden. Wer dagegen in Ruhe in Aktien investiert, wird erfolgreich sein.

Aktiensparen ist so wie Zähneputzen. Langfristig zahlt es sich aus. Kurzfristig kann das Sparen ganz schön nervig sein.

Steigt die Börse in einem Jahr um 14 Prozent, sind alle froh. Niemand würde sich über ein solches Plus aufregen. Aber wenn die Kurse um diesen Prozentsatz fallen, ist das Gejammere groß. Lernen Sie mit dem Auf und Ab umzugehen. Entwickeln Sie eine innere Ruhe.

Haben Sie ausreichend Geld als Notgroschen verfügbar. Dann müssen Sie Ihr Depot in einem Notfall nicht liquidieren, wenn die Börse gerade zittert.

Egal wie Ihre Pläne auch aussehen mögen, ich wünsche Ihnen einen enormen Erfolg.

PS: Das ist ein gutes Buch zum heutigen Blogeintrag: Wie werde ich reich?: Innerlich und äusserlich (Erfolgsbuch).


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „4 Millionäre, die ganz klein anfingen

  1. Florian Günther

    Hallo Herr Schäfer,

     

    aus meiner Sicht sind 10 oder 20 % monatliche Sparquote vom Netto zu wenig um langfristig erfolgreich zu sein. Aus meiner Sicht sollten es mindestens 50 % oder mehr sein.

    Dennoch stimme ich Ihnen zu: Es ist egal, ob man mit 50 € mtl. sparen anfängt oder mit 500 €. Wichtig ist der Anfang und die Nachhaltigkeit.

    BG

    Florian Günther

  2. chaostrader

    10 oder 20% können reichen, wenn man als Teenager anfängt und einen sehr langen Zeithorizont hat. Wer erst später damit beginnt und dazu noch in kürzerer Zeit ein Vermögen anhäufen will, muss sehr viel mehr zurücklegen. Dann kann es auch mit 50% knapp werden, je nach Zeithorizont.

  3. valuetradeblog

    Ich bin gestern wegen einer Youtube-Werbung über Koko Petkov und seine Daytrading/Seminare/Systeme gestolpert. Mutet mir ziemlich skurril an das ganze.

    Habe dann etwas rumgeschaut was die Leute in Foren und so schreiben und es gibt tatsächlich Leute die so etwas „nachlaufen“.

    Ich finde wenn man mit Geld „arbeitet“ und dieses dann so zur schau stellt ist das die erste große Rote Flagge für mich. Weckt in mir Erinnerungen an die Auftritte von S&K.

    Man denke im Gegenzug an Buffett, Munger, Malone und dergleichen. Ich musste dann auch gleich an Buffett’s Zitat mit dem „äußeren“ Preisschild denken.

  4. Oliver

    Im Grunde ist die ganze Sache simpel: Man legt jeden Monat einen Betrag zurück, den man entbehren kann. Dadurch steigt monatlich das eigene Nettovermögen. Das entsprechend in Blue Chips oder ETFs anlegen und mit den Jahren kann man sehen, dass man mit der Strategie Erfolg hat.

    Das Hauptproblem ist die Motivation. Es ist eine sehr langfristige Strategie und wir Menschen sind nicht auf langfristige Dinge eingerichtet. Wir wollen lieber den schnellen Erfolg. Deswegen ist der Weg zu den ersten 100.000 € so steinig. Obwohl man im oberen Viertel tatsächlich anfängt zu merken, dass sich etwas bewegt, sind die monatlichen Einnahmen im Verhältnis zu den Lebenskosten und (hoffentlich) monatlichen Einkommen sehr übersichtlich. Genau das muß man ignorieren und stur wie ein Dackel weiter Geld zur Seite legen. Die ersten 100.000 € spart man fast im Alleingang ohne großer Hilfe des Depots und genau das macht es so hart. Wer damit beginnt und sich die Erfolgsgeschichten durchliest, möchte das auch möglichst schnell. Aber schnell ist in den meisten Fällen nicht. Wenn es eine ganz normale Handlungsweise ist, sagen wir mal 500 € im Monat zu sparen und nicht weiter darüber nachzudenken, ob man das Geld anderweitig ausgeben kann, dann wird man nach 10 Jahren dahin kommen, dass man schon ein sehr nettes Depot besitzt. Finanziell frei ist man dann immer noch nicht, aber man hat schon Einnahmen von mehrern Hundert EURO im Monat. Ab bestimmten Meilensteinen wird es dann tatsächlich interessanter und es wird immer schneller (Zinseszins). 200.000 € sind gemessen an 100.000 € schon sehr viel rasanter und bei 300.000 € kommt schon ordentlich was rein. Mag sein, dass das bei normalem Einkommen vielleicht 20 Jahre dauert, aber wer bis dorthin gekommen ist, dem wird das Depot dann wirklich anfangen finanziell zu unterstützen.

    Klar kann man bei 50% Sparquote wesentlich schneller ans Ziel kommen. Aber es ist nicht unbedingt notwendig, wenn man im hier und jetzt leben möchte. Die 10% oder 20% sind sowieso mehr als die Masse der Bevölkerung spart. Und wenn man später Rente bekommt und zusätzlich aus seinem Aktienfond 500 € Dividenden, kann das einen Riesenunterschied in der Lebensqualität ausmachen. Seien wir mal ehrlich: Die monatlichen Rentensummen, die von der Politik genannt werden: Davon kann man nicht vernünftig leben. Wer sogar nur Grusi bekommt (das wird viele treffen), ist dann irgendwo mit 800 – 1.000 € dabei. Da rede ich nicht vom leben, sondern nur vom dahin vegetieren. Von daher muß es vielleicht nicht die finanzielle Freiheit sein, eine Teilfreiheit ist auch schon ein gutes Ergebnis.

  5. Leon

    @Tim

    „In Deutschland ist die Nachrichtenlage ziemlich deprimierend. Ein geistig Verwirrter sticht in Bayern auf vier Menschen ein und tötet dabei eine Person.

    Derweil kommen stetig neue Details aus dem Horror-Haus in Höxter ans Tageslicht, wo mehrere Frauen gefoltert und getötet wurden.“

    Ist doch normal und Dir bekannt. Medien schreiben überwiegend negativ, da sich diese Thematik besser verkauft.

    Ich habe eine Quelle mit einem Median-Einkommen Amerika von 52.000 $…

    Wie kommst Du auf 75.000 $ noch dazu, dass sich die Dame das Ganze vor 20, 25, 30 Jahren erarbeitet hat?

  6. Christoph

    @Oliver: Stur wie Dackel: hihi. netter Vergleich.

    Du hast aber Recht, jeden Monat ein bißchen ist besser als gar nichts. Selbst wenn es bei manchen dann nur ein Zuschuss zu Rente ist.

    @Tim: Bei den Beispielen frage ich mich dann aber wieso sparen die überhaupt wenn sie doch nichts mit dem Geld tun?

    Wenn man zB 100 Mio hat, dann sollte man damit auch was machen. Wenn sich derjenige eine Villa usw kauft, ist das doch toll. Oder wenn man was gemeinnütziges tut.

    Aber so wie die Dame im Fall 1, einfach sparsam leben und das Geld nicht nutzen kommt mir unsinnig vor. Natürlich soll das Geld nicht verjubelt werden, aber nur im Depot haben das weiter wächst und nicht nutzen? Also da habe ich andere Vorstellungen im Alter

     

  7. chaostrader

    Man kann es nach seinem Tode vererben. Nicht nur an die eigenen Kindern, auch für wohltätige Zwecke. Viele scheinen das zu tun, z.B. mit Stiftungen. Warum sollte man die Kohle sinnlos in Villen, Jets und Yachten anlegen, wenn man sowas nicht braucht? Weil es die Geissens auch so machen?

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Günther

    Danke für Ihren Einwand. Ok, 10 bis 20 % Sparrate sind gewiss zu wenig, wenn jemand zügig ans Ziel kommen möchte.

     

    @ Leon

    Ok, die 75.000 Dollar als typisches Mittelschichtseinkommen zu deklarieren war  etwas zu viel. Danke für den Hinweis.

    https://en.wikipedia.org/wiki/American_middle_class

    „Using this figure, one may conclude that the American upper middle class consist of professionals making more than $62,500 who commonly reside in households with six figure incomes. Both of these figures are considerably above the national median of $32,000 regarding individual income and $46,000 for households.“

     

    @ Christoph

    Ich finde die Dame im ersten Beispiel kultig. Sie lebt bescheiden. Das macht ihr Spass. Ihr Ding ist es eben nicht, ein neues Auto zu fahren, teure Kleidung zu tragen oder in Luxusrestaurants zu gehen. Jeder so, wie er mag. Sie kauft ihre Kleidung im Second-Hand-Laden, einem sogenannten Thrift Store. Das heißt, der Erlös des Ladens kommt einer Stiftung zugute. Das ist doch klasse.

    http://www.urbandictionary.com/define.php?term=Thrift%20Store

  9. Kai

    Hallo,

     

    ich habe aber jetzt alles reduziert, Riester beitragsfrei gestellt und alle Vertäge durchforstet und geändert.

    Auch mein Konsum habe ich jetzt im Griff.

    Nur meine Frau will das noch nicht so 😉

    aber wir arbeiten dran.

    Also, ich bin jetzt in der Lage 2K im Monat anzulegen.

    Was kauft man??

    ETFs Einzelwerte oder Tim seine Berkshire Aktien ???

    lieben Dank und euch alles Gute

  10. Melanie

    Das wichtigste ist, das man sein Ziel vor Augen hat. Ich war 14 oder 15 da hatte ich auf einer Geburtstagsfeier von meiner Oma x gesagt: „ich will irgendwie und irgendwann von meinen Mieten Leben. “ nun bin ich 40 und seit 1,5 Jahren habe ich keinen 9 to 5 Job mehr. Ohne Abi und ohne Studium habe ich es geschafft die Finanzielle Freiheit bzw. Sicherheit zu erreichen. Instinktiv habe ich das Ziel schriftlich in meinem Tagebuch, das ich damals als Kind geschrieben habe aufgeschrieben. Das kann ich jedem empfehlen. Wenn ich vor 10 oder 20 Jahren Kiyosaki gelesen hätte, wäre auch einiges klarer gewesen. Bei mir waren es die Immobilien die mir mein Auskommen sichern. Freue mich schon auf den nächsten Artikel 🙂

  11. der der hier gerne mitliest

    @Oliver

    Vielen Dank für deinen Beitrag.

    Sowas hilft mit immer wieder ungemein am Ball zu bleiben. Beiträge wie deiner, und natürlich immer wieder die von Tim, helfen mir unendlich, denn ich befinde mich noch im unteren Viertel der 100.000 er Marke.

  12. DivSky

    @Kai,

    2K monatlich ist super.

    Schau dir ruhig den dividenden-sammler an oder rente-mit-dividende. Die Jungs legen in gute Einzelwerte an und der Ertrag steigt. Ich glaube das hängt von deiner Affinität ab, wie Du dich mit der Sache beschäftigen willst. Aber bei 2K monatlich würde ich in Aktien investieren und deinen eigenen ETF sozusagen als Portfolio aufbauen.

     

    @Melanie,

    hört sich gut an und weiterhin viel Erfolg.

     

     

  13. chaostrader

    Die 2000 im Monat würde ich in ETFs investieren. Schau dir ruhig z.B. mal den Finanzwesir an. Das garantiert die Marktrendite und damit bist du auf lange Sicht (=Rest deines Lebens) besser als die meisten Anleger, die meinen, durch Stock Picking und Unterdiversifizierung den Markt schlagen zu können.

  14. chaostrader

    Das garantiert die Marktrendite

    Durch Rebalancing und in volatilen Märkten natürlich sogar noch mehr als die Marktrendite. Und wenn noch so Zeug wie Momentum dazukommt, dann wirds noch mehr bei reduziertem Risiko, dabei Geld zu verlieren.

  15. vonaufdenboden

    @Oliver
    Wie immer, sehr gut strukturierter und schön zu lesender Beitrag. Danke!

    Du hast absolut recht und ich kann das nur besätigen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man Aktien von Unternehmen besitzt die ein paar Tausender Dividenden erwirtschaften. Ein volatiler Aktienkurs stört nicht. Man beobachtet nur den stetigen Anstieg der Dividende. Natürlich kann es passieren, dass man z.B. e-on im Depot hat. Wenn man aber ständig investiert, wird die absolute Dividende p.a. steigen. Am Anfang ist es mühsam. Man muss einfach den ersten Schritt tun und monatlich etwas beiseite legen. Nach drei Jahren hat man z.B. 20k im online-Depot und ist in vier solide Unternehmen mit einer Nettodividendenrendite von 2,5% investiert. Das ist ein guter Start! Mit den 500€ passiven Einkommen kann man Essen für einen Monat und für die ganze Familie kaufen. Starke Sache!

    Ich bin seit einigen Jahren 100% in Aktien investiert. Eine Aktie verstehe ich. Keine versteckten Gebühren. Kurs x Aktien ergibt Depotwert. Man muss sich auch nicht sonderlich gut auskennen. Der gesunde Hausverstand reicht aus. Essen und trinken wird der Mensch immer. Man wird im Durchschnitt älter und deshalb mehr und mehr medizinische Leistungen in Anspruch nehmen. Die Atomobil- und Energiebranche ändert sich gerade mit den zumehmenden Anteil an regenerativen Energien. Datenspeicherung und -Sicherheit ist ein grosses Thema und die Menschen werden weltweit immer wohlhabender und können sich ein wenig Luxus leisten. Jetzt nur noch die dementsprechenden Unternehmen mit soliden Kennzahlen kaufen. Da gibt es auch hier im Forum jede Menge gute Anregungen. Man braucht keinen Vermögensberater.

    Ab 100k wird es dann immer spannender. Auch wenn es in einem Jahr vielleicht mal 20% abwärts geht. Macht nichts, das ist normal und bietet Chancen zum nachkaufen. Die Dividende erhält man grundsätzlich trotzdem. Beginnt man mit 30, kann man unter Umständen mit 50 bereits auf ein gutes zusätliches Einkommen zugreifen. Betrug die Sparrate 35%, muss man auch gar nicht mehr arbeiten, wenn man nicht will.

    http://www.gocurrycracker.com/what-is-your-retirement-number-the-4-rule/

    Gruss
    vonaufdenboden

  16. Christoph

    @Kai: ich würde dir solide Dividendenzahler aus den USA empfehlen:

    Coca-Cola, Johnson&Johnson, General Mills, AT&T, Procter & Gamble, Pepsi, 3M, McDonalds,

     

    Das sind alles Dividendenhler die seit mehr als 25 Jahren jedes Jahr erhöhen. Manche mehr, anche weniger. Coca Cola zuletzt um 8% zB erhöht. AT&T dafür nur um 2%. Allerdings hat man bei AT&T gleich ca 5% an Rendite.

    Schau einfach dass es ein Unternehmen ist, das groß ist, lange Historie und das Produkte verkauft, die benötigt werden.

  17. Christoph

    @DivSky  und Matthias Schneider: Achtung wegen Staples. Es geht das Gerücht um das da was mit Office Depot läuft.

    Beide Kurse gingen runter. Das ist nie ein gutes zeichen! Und ob dann Stores geschlossen werden, in welchem Umfang usw ist alles unsicher.

    Mir wäre das derzeit zu unsicher.

  18. Andrea

    Tim, die Medien hier sind inzwischen so sensationslüsternd wie in den USA, es zählt für viele nur noch, wie oft etwas angeklickt wird, nicht mehr, wie gut ein Artikel ist. Daher kommen dann auch die ganzen Berichte über irgendwelche Bekloppte, die sich durch die erhaltene Aufmerksamkeit dann noch bestätigt fühlen dürfen.

    Olver, danke für deine motivierenden Worte.

    Ich freue mich jetzt schon über jede kleine Dividende.

    Melanie, super.

    Bezüglich der Sparquote: Jeder spart, so viel er kann. Bei einer höheren Sparquote (50Prozent o.ä.) seit jungen Jahren dürfte sich wohl die Chance bieten, superreich zu werden?

     

     

     

  19. Vali

    Tolle Geschichten Tim! New York ist auch einfach toll!

    Oliver super geschrieben! Wie motiviert man sich ab den 100 Tausend? Oder hast du auch mal Pausen eingelegt? Irgendwie ist die Stimmung gerade in einer (Sommer)Flaute bei mir… 7-Stelliges Depot wäre schön, aber jetzt noch 9 Mal die 100 Tausend? Puh…

    Ich freue mich auf die Dividenden, aber momentan spare ich sie und will nicht weiter investieren… vielleicht weil ich auf noch tiefere Kurse warte… oder lieber Geschäftsreisen buche 😉

    @Christoph 😉 Ohne Öl wäre es jetzt ganz schön düster… aber ich will trotzdem dort laaaangsam raus 🙂

  20. AlexanderAlexander

    Kann Oliver nur recht geben, irgendwann wird das absolut zum Dauerläufer. Je länger man investiert ist, desto weniger kratzen einen die Kursschwankungen. Vor allem, wenn ein Wert deutlich im Plus liegt. Da interessiert es einen Dividendeninvestor null, ob das 80 %, 100 % oder 150 % sind.

    Einfaches Beispiel: Meine Frau (die bessere Investorin als ich) hat sich die Deutsche Post für 10 € vor ein paar Jahren gegönnt. Die weiß nicht mal den Kurs und kassiert jedes Jahr die steigende Dividende. Kann so einfach sein.

    Wieviel % man spart, ist eigentlich egal. Hauptsache man spart.

    Ein einfaches Rechenbeispiel. Wenn heute ein Zwanzigjähriger mit 5.000 € startet und jeden Monat 500 € spart und dieses Geld am Jahresende in Aktien anlegt, die durchschnittlich 3 % Dividende brutto abwerfen und im Schnitt die Dividende um 8 % erhöhen, dann läppert sich das gewaltig. Die Dividende wird dann ebenfalls am Jahresende angelegt. Wie schaut es nach 45 Jahren aus?

    Man glaubt es kaum.

    Der monatliche Dividendenertrag liegt bei 8.300 €!

    Das gesamte investierte Kapital (Sparrate + Dividenden) beträgt 1.190.000 €!

    Alles unabhängig von Aktienkursen und nach Steuer ohne Freibeträge gerechnet. Der eigentliche Depotwert dürfte da einige Millionen sein.

     

     

     

     

     

  21. chaostrader

    Und wieviel Firmen schaffen eine Steigerung von 8% p.a., und das noch für die kommenden 45 Jahre? Kann ja mal jemand ausrechnen, was Coca Cola in 45 Jahren dann bezahlen muss, und ob sie schon die Weltherrschaft erreicht haben müssen um so viel Geld rauswerfen zu können. Also in 9 Jahren hat sich die zu zahlende Dividende verdoppelt, in 18 Jahren vervierfacht, in 27 sinds dann 8mal so viel, in 36 Jahren 16mal so viel, und in 45 Jahren 32mal den heutigen Betrag. In absoluten Zahlen vielleicht möglich. In realer Kaufkraft? Wohl kaum, wohin soll Coca-Cola z.B. noch wachsen?

    Außerdem den Survivorship Bias nicht vergessen, viele der tollen Dividendenzahler aus der Vergangenheit kennt heute keiner mehr.

    In der Vergangenheit war 8% Steigerung locker drin, weils durch die Inflation real viel weniger war.

  22. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Melanie

    Deine Story ist beeindruckend. Du hattest einen Traum vor Augen, der in Erfüllung ging.

    Dein Fall zeigt, es funktioniert. Ich bin ein großer Fan vom Film und Buch „The Secret“. Eine positive Einstellung zu haben, zu träumen, dankbar zu sein und Ziele zu haben, ist das Geheimnis:

    https://www.youtube.com/watch?v=9-mLQgNf8fs

    Der Film klingt so, als ob ihn Scientology oder eine andere Sekte produziert hat. Aber es ist so wahr.

    Der Chef von SAP, Bill McDermott, hat mir das in einem Gespräch bestätigt. Er sagt, wir sollten alle träumen. McDermott ist ein extrem positiver Mensch. Egal, wie schwer eine Situation ist, er macht das Beste daraus.

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Euro-am-Sonntag-Interview-SAP-Chef-McDermott-34-Ich-wollte-erfolgreich-sein-34-4068573

     

    @ Andrea

    Das stimmt. Die Nachrichten werden von negativen Events bestimmt. Dabei braucht unsere Seele Positives.

     

    @ Vali

    Danke. Danke.

     

    @ chaostrader

    Ok. Dann nehme doch stattdessen den S&P-500-Index. Kaufe ein Indexpapier. Und spare regelmässig. Da waren im langen Schnitt knapp 10% p.a. zu machen. Selbst wenn es nur noch 7% sein sollten, ist das großartig.

  23. Leon

    @Steve

    Ein Facharbeiter könnte das, je nach Branche, Beruf und Willen/Zielsetzung.

    Das schwierige an diesen schönen Wunsch-Rechnereien sind die läppischen 45 Jahre Lebenszeit mit Schicksalsschlägen und Zeiten, wo es mal nicht so läuft.

    @Tim

    The Secret ist mir zu rosarot und esoterisch.

    In der Motivationsforschung geht man inzwischen vom rosaroten Denken „Chakra-Denken“ weg und überlegt mögliche Stolpersteine und wenn es nicht so läuft, wie man dann am Ball bleibt.

    Komplette Ausblendung vom „Negativen“ hat schon was psychotisches und diese Leute laufen vor Problemen eher weg, als sie zu lösen.

     

  24. AlexanderAlexander

    @Steve

    Gerade viele 20jährige könnten es schaffen, wenn sie wollten. In Ausbildung oder gerade fertig mit der Berufsausbildung, wohnen viele im Hotel Mama. Das komplette Gehalt ist da Taschengeld. Dann werden sich Autos für 30.000 € gegönnt etc.

    Wenn das Einkommen nicht so dicke ist und es sind „nur“ 250 €/Monat, dann muss man sich eben überlegen, ob man nicht 250 € nebenbei verdient. Es wäre für viele durchaus möglich, in die Nähe von 500 € Sparleistung zu kommen.

    Mit 30, wo die Familie im Vordergrund steht, ist da meiner Ansicht nach wesentlich schwieriger.

     

    @chaostrader

    Natürlich ändern sich die Zeiten und die Firmen. Nichts währt ewig, es spricht nichts dagegen, auch mal ein Investment zu beenden und ein anderes ins Portfolio aufzunehmen. Oder eben Indexfonds.

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