4. Langweilige Hausmannskost ist ideal


New York, 23. April 2013

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Um an der Börse spektakuläre Renditen erzielen zu können, sind keine heißen Aktien nötig. Im Gegenteil. Mit langweiligem Zeug wie Reinigungsmittel, Klopapier oder Zahnpasta lässt sich langfristig gutes Geld verdienen. Das zeigen beispielsweise die Erfolgsaktien Clorox, Henkel, Procter & Gamble oder Colgate-Palmolive eindrucksvoll. Hohes Risiko innerhalb der Aktienkategorie bedeutet nicht notgedrungen höhere Renditen.
Yale-Professor Roger Ibbotson fand in einer Studie heraus: Mit weniger Risiko (weniger Volatilität) lässt sich mehr Rendite erzielen. Heiße Aktien erzielen nach Meinung des Finanzwissenschaftlers auf Dauer geringere Renditen.
Fazit: Hausmannskost ist genau das Richtige. Das Fundament für Ihr Portfolio sollten grundsolide Dividendenzahler bilden. Ich weiß, langweilige Papiere machen wenig Spass. Wer mag, kann ja was Heißes dem Depot beimischen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „4. Langweilige Hausmannskost ist ideal

  1. Andreas

    Eine einfache und ebenso wahre Aussage – kann ich so nur unterstreichen, auch wenn es manches Mal schon verführerisch ist, seine Hausmannskost mit etwas Risiko zu würzen 🙂

  2. Tom

    Das ist eben das verrückte – Langweilig tut der Mensch mit nicht gewinnbringend verwechseln. Ein Value-Anleger umgeht diese Falle, denn die Zeit wird ihm Recht geben.

  3. Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog

    Diese langweiligen Aktien zahlen zwar aktuell eine sehr geringe Dividendenrendite p.a. – jedoch steigern diese Aktien meistens jedes Jahr die Dividenzahlung um 5 bis 10% und wenn man sich die Historie anschaut, dann hat man nie die Chance bei P&G, Colgate mit über 4% Dividendenrendite p.a. einzusteigen.

  4. Markus

    Hm, leider sind die „nifty fifty“ Dinger schon nicht mehr ganz günstig. Sehr günstig werden die wohl nie.
    Das liegt wohl auch daran, dass Sie sehr Krisenfest sind und es doch einige Risiken im System gibt.

    Ansonsten natürlich super Unternehmen, wo man fast immer nachkaufen oder die Dividenden bei entsprechender Summe reinvestieren kann.

  5. Need Help

    Und was mache ich, wenn ich seit längerer Zeit zum ersten mal in meinem Leben (!) mit 15 k am Straßenrand stehe und auf meine Bahn warte?? Kann ich derzeit noch aufspringen, auf Züge auf denen McD, P&G, Colgate, Heinz, Berkshire,… etc. steht?? Über Strategie (falls man es so nennen will), Haltezeitraum (20 Jahre Plus), etc. bin ich mit mir im Reinen. Ich frage mich nur, ob man nochmal auf eine Korrektur warten sollte. Bzw. bringt das überhaupt was, bei den richtig dicken Tanken??

  6. tim schaefertim schaefer

    @ Need Help
    Niemand weiß, wo die Kurse morgen stehen. Das ist ein Dilemma. Ganz klar.

    Ich glaube, es ist grundsätzlich besser dabei zu sein anstatt an der Seitenlinie zu stehen. Denn die Dividende spielt eine große Rolle, was oft vergessen wird. zwischen 40 und 50% steuert die Dividende zur Gesamtperformance bei.

    Langfristig steigt die Börse auf immer neue Höhen.
    PS: Immer natürlich ans Streuen denken.

  7. ZaVodou

    Siehst Du Tim, genau solche Fragen, wie sie Need Help stellt, kommen,weil Du bei Deinen Artikeln zu wenig konkret wirst.
    Es ist eine Sache zu schreiben „Kaufen Sie langweilige Aktie“, das ist schön. Zahnpasta, Seife das ist langweilig. O.K. Dann kommt aber immer die Frage. Zu jedem Preis? Jetzt noch?
    Dann schreibst Du „Kaufen Sie, wenn es billig ist“. Und schon haben wir wieder ein Dilemma. Wann ist eine Aktie billig?
    Deshalb schreib doch mal, wann Du etwas billig findest. An was Du das ausmachst. Oder ganz einfach, schreib mal über Deinen letzten Kauf. Warum Du die Aktie gekauft hast und warum zu diesen Preis.Ich glaube, damit würdest Du Deinen Lesern einen großen Dienst erweisen.
    Beim Aktienkauf ist es eben nicht ganz so einfach wie beim Kauf von 250 g Butter. Da weiß die Hausfrau, dass sie bei einem Preis von 0,99 Euro günstig dabei ist.

  8. Markus

    Konkrete Handlungsempfehlungen sind schwierig für andere Menschen zu treffen… Man kennt nicht die Gesamtumstände, die emotionale Haltung bei Kursverlusten usw.

    Bei größeren Einmalanlagen würde ich quartals- / halb oder jährlich einen Teil investieren.

  9. Markus

    Im Endeffekt ist es Dein hart erarbeitetes Geld. Dafür lohnt es sich auch selbst Gedanken darüber zu machen und nicht die Verantwortung an andere abzugeben!!!

    Wenn Du nur billig willst, dann kannst Du auch 3 x rafi Indizes auf Asien, Europa und Amerika machen… oder dasselbe mit Dividenden etf`s. In einer Baisse kannst Du die Dividenden reinvestieren. Auch ein etf Depot kannst Du damit aufbauen… Dividenden Aristokraten sind auch überlegenswert.

    Du kannst aus einer Liste von z. B. Unilever, Nestle, BAT, Procter & Gamble, Colgate & Palmolive, Royal Dutch Shell, Coke, Pepsi, Mc Do, Berkshire, Becton Dickinson, Nike, Essilor, Münchner Rück, Novo Nordisk u. v. m. durch einen Value Screener jagen oder anfangen Geschäftsberichte zu lesen.

    Mulitnationale Konzerne mit Marke und als klare Nr. 1 wird man ganz selten für ein 12 KGV erwischen.

    Du musst Dich mit Deiner Entscheidung wohl fühlen und ruhig schlafen können! Auch wenn das Depot mal 30 % abschmiert. Und vor allem solltest Du das Geld wirklich übrig haben und nicht irgendwann in einer Notlage brauchen!

  10. Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog

    Habe auch einiges über die US&Kanada Aristokraten und Konzerne gelesen. Es ist wirklich sehr schwer den Zeitpunkt zu finden, wo der Konzern gemessen am aktuellen Aktienkurs eine Dividendenrendite von >4% p.a. zahlt, somit muss man es einfach wagen und sich klar sein, dass man z.B. eine Aktie wie P&G,McDonalds,Coca&Cola usw. ein Leben lang einfach im Dividenden Depot belässt und die Dividendeneinnahmen reinvestiert, oder zum Teil verkonsumiert.

  11. frank

    Hallo,
    früher hätte ich gesagt jeder Tag ist Kauftag, heute sind die Zeiten dafür viel zu volatil.
    Neben billigen Langweilern wie Royal Dutch, EON.. sind ansonsten kaum Langweiler im Preis akzeptabel.
    Ich würde daher abwarten.
    Kriege, schlechte Quartalsergebnisse,Hühnergrippe… sorgen heutzutage schnell zu sinkenden Preisen.Nicht zu reden von der chaot. finanzpolitischen Lage.
    Frank

  12. Martin

    Ich verstehe das Problem nicht. Wenn man monatlich spart, kann auch monatlich anlegen. Wenn man einen Einmalbetrag anlegen möchte, kann man den Einstieg zeitlich strecken. Wenn es ein geringer Betrag ist, kann man den aber auch auf einmal investieren. Je geringer der Betrag, desto eher ETF statt Einzelaktie wegen der dann geringeren Transaktionskosten für die nötige Diversifizierung.

    Dividenden generell sofort reinvestieren und nur wenn Transaktionskosten wegen geringer Beträge sonst zu hoch sind ansammeln.

  13. Markus

    Als etf-Variante gibt es einige Möglichkeiten… z. B. 40% MSCI World, 30% Eurostoxx 600 und 30% MSCI Emerging Markets… Noch billiger geht es mit Regionen-Aufteilung (Amerika, Asien Pazifik, Europa und Emerging). Noch simpler mit 1 (AWC-Index oder Aero) oder 2 etf`s…

    Zum Kaufzeitpunkt hat Martin eigentlich alles schon relevante gesagt.

    Eine weitere Diversifikation mit Anleihen, Rohstoffen, mehr small caps, Tagesgeld usw. kann man sich auch überlegen oder aufbauen.

    Der Thread im WP-Forum von Supertobs ist da auch empfehlenswert.

  14. Anna

    So, gestern gegen 21 Uhr habe ich den Kurseinbruch genutzt und mir eine kleine Position P & G eingetan.
    Es ist natürlich das passiert, was immer passiert: Sie taucht weiter ab.
    Ich habe aber den record day mit erwischt, somit kann Mitte Mai die erste Dividende fließen.

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