30 bis 40 Jahre – das ist ein guter Anlagehorizont!


New York, 8. August 2010

Wir wissen doch alle, dass das staatliche Rentensystem nicht funktioniert – zumindest nicht für Angestellte und Arbeiter. Beamte haben es meiner Meinung nach etwas besser. Aber das Tor zum Paradies öffnete sich auch für unsere Pensionäre nicht. Alle, inklusive der Beamten, sollten daher ein paar Taler für den Ruhestand zurücklegen. Damit Sie als Senioren weiterhin Austern schlürfen und Hummer naschen können! Ich rate Ihnen, so früh wie nur möglich damit anzufangen. Und Aktien sollten ein Bestandteil Ihrer Vermögensbildung sein.
Richten Sie für Ihre Kinder, wenn die noch nicht volljährig sind, ein Depot ein und fangen Sie mit dem Sparen für die Dreikäsehochs an! Die Zeit ist auf Ihrer Seite. Ein Freund von mir macht das seit Jahren. Das Kindergeld fließt in die Depots der Kids. Weitere Mittel, die die Familie nicht braucht, ebenso.
Denken Sie langfristig. Ideal ist es meiner Meinung nach, wenn Sie die Ansparphase als einen Zeitraum von 30 Jahren und mehr betrachten. Schädlich ist natürlich, dass uns die Medien und unsere Banken sekündlich die Aktienkurse präsentieren. Das soll uns natürlich zum Traden verleiten. Ich halte es daher für ratsam, eventuell nur zum Jahreswechsel ins Depot zu schauen und die Kurse abzugleichen. Haben Sie das Portfolio mit hochsoliden Titeln bestückt, sind tägliche Kursabfragen ohnehin nicht nötig. Das wäre die reinste Zeitverschwendung, die Kursschwankungen würden uns nur verunsichern. Je seltener Sie nachschauen, desto besser. Das ist jedenfalls meine These. Sie kaufen und lassen dann das Depot einfach liegen. Ergänzen Sie ihre Aktienpositionen jedes Mal dann, wenn Sie frisches Geld zur Verfügung haben. Legen Sie stetig Geld für Aktien zurück. Je höher Ihre Sparrate in jungen Jahren ist, desto besser. Denn dann wirkt der Zinseszinseffekt umso effektiver. Statt in Fonds würde ich direkt in Aktien investieren.
Viele Menschen haben kein Problem damit, eine Lebensversicherung oder Hypothek für 30 Jahre abzuschließen. Wenn es aber um die Aktienanlage geht, denken alle nur kurzfristig. Dann soll am besten der Kurs gleich am nächsten Tag mindestens zehn Prozent höher notieren. Wenn Sie ein Haus oder Wohnung kaufen, fragen Sie ja auch nicht täglich den Wert des Objekts ab. Sie wissen nämlich, das wäre völliger Unsinn. Das gleiche sollten Sie mit Ihren Aktien tun. Im Wall Street Journal entdeckte ich kürzlich einen interessanten Artikel über die Kursperformance des S&P 500 im vergangenen Jahrhundert. Es handelte sich über eine Analyse jeweils über einen Zeitraum von 30 Jahren.


tim schaefer (Author)

drucken


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *