21-jähriger Leser spart knapp 100.000 Euro. Seine Lieblingsaktie ist Apple. Er stockt seine Aktien auf


New York, 15. Juni 2017

Leser S. ist 21 Jahre alt. Er hat schon fast 100.000 Euro gespart. Gegen den Rat seiner Eltern kaufte er Aktien. Das Foto zeigt, wo er seinen letzten Urlaub verbrachte.

Ich erhielt von S., 21, einen Leserbrief. Er baut motiviert sein Aktiendepot auf. Respekt kann ich nur sagen. Ich finde, er dient als ein Vorbild. Es ist motivierend zu lesen. Er kaufte gegen Rat seiner Eltern und Verwandten Aktien. Er hat es durchgezogen. Hut ab! Er wird sehr schnell die finanzielle Freiheit erreichen, wenn er so weiter macht. Ich schätze mit Mitte/Ende 30 wird er es schaffen. Womöglich schon früher. Was ihm derzeit hilft: Seine Sparquote ist mit 90% enorm. Es liegt daran: Er wohnt noch im Elternhaus. Somit sind seine Kosten minimal.

Hier nun seine Geschichte:

Nun kurz zu meinem „Werdegang als Investor“.

Erstmal ein paar Infos zu meiner Person, meine Name ist S., ich bin 21 Jahre jung und wohne in der nähe von Stuttgart. (Wäre gerne zu eurem Lesertreffen in Reutlingen gekommen, habe aber erst von dem Treffen erfahren, als es schon vorbei war.)

Ich habe schon immer eine bestimmte Leidenschaft, und das sind Zahlen. Sie haben mich schon als kleines Kind fasziniert. Das hat mir wohl beim Umgang mit Geld geholfen. Schon als Kind machte es mir enormen Spaß, Geld von Geburtstag/Weihnachten oder sonstigen Anlässen zu sammeln und aufs Sparbuch zu bringen. Ich rechnete mir vorher schon immer die Zinsen aus, welche ich durch das Geld nach einem Jahr bekommen würde. Dies faszinierte mich dann noch mehr. Ich bekam Geld dafür, dass ich spare, also für etwas, was mir sowieso schon Spaß machte.

Als ich dann erstmals die Händler an der Börse sah (in der Zeitung oder im TV), vor ihren 8 Bildschirmen mit bunten Charts und einer Menge Zahlen, war ich zutiefst beeindruckt. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht einmal genau, was die Börse ist, fand das Thema an sich aber schon enorm interessant, auch wenn ich keine Ahnung von der Materie hatte, eins wusste ich: Es geht um Geld und die Vermehrung desselben.

Soweit so gut. Als ich dann nach der Realschule mit meiner Ausbildung zum Industriemechaniker begann und das erste Gehalt erhielt, beschäftigte ich mich das erste Mal intensiver mit der Börse und Wirtschaft, aber vor allem mit einer Person: Warren Buffett. Er war/ist der Meister im Geldvermehren. Zu diesem Zeitpunkt war ich 16 Jahre alt. Als ich dann meinen Eltern von meinen Plänen berichtete, Aktien kaufen zu wollen, reagierten diese entsetzt, sie hatten nie etwas damit zu tun. Sie fragten mich, ob ich denn mein ganzes Erspartes verlieren möchte. Jedoch brauchte ich zur Depoteröffnung Ihre Zustimmung, da ich noch nicht volljährig war.

Nach einigen Monaten gescheiterter Überzeugungsarbeit gab ich auf. Mit meinen Eltern über Aktien zu reden, machte keinen Sinn, sie würden mir niemals erlauben ein Depot zu eröffnen. So blieb mir nichts anderes übrig, als bis zu meinem 18ten Geburtstag zu warten. Ich nutze die Zeit allerdings, um mich mehr mit einigen Unternehmen zu beschäftigen und Geld anzusammeln. Und dann war es soweit, am 18. Geburtstag schickte ich den Antrag zur Depoteröffnung gegen den Willen meiner Eltern weg. Ca. 2 Monate später, am 19.02.2014, orderte ich meine ersten Aktien.

Henkel, 72 Stück zum Kurs von 81,34 Euro. Diese befinden sich übrigens heute noch in meinem Depot. Auf diesen Moment hatte ich über 2 Jahre gewartet.

Seitdem habe ich jeden einzelnen Monat Aktien hinzugekauft. Da ich noch bei meinen Eltern lebe und keine Auto aka. Geldvernichtungsmaschine habe, belief sich meine Sparquote über die komplette Zeit auf ca. 90%. Meine Ausbildung ist bereits vorbei, ich konnte sie aufgrund guter Leistungen auf 3 Jahre verkürzen. Während der Ausbildung entschied ich mich per Abendschule noch die Fachhochschulreife zu machen. Im Anschluss an die Ausbildung arbeitete ich noch ca. 1 Jahr und bin nun Dualer Student im Fach Maschinenbau/Produktionstechnik.

Nun möchte ich gerne noch meine einzelnen Depotwerte mit Euch teilen. Der Depotwert beläuft sich aktuell auf ca. 90.500 Euro. Zudem besitze ich Gold/Silber im Wert von ca. 5000 Euro. Der Notgroschen beläuft sich im Moment auf nur ca. 500 Euro, da ich kaum Verpflichtungen habe und jeden Monat neues Geld rein kommt, brauche ich nicht arg viel mehr.

Hier die einzelnen Werte mit Gewichtung im Depot:

Alphabet: 4,5%
Apple: 20,12%
Cisco: 5,22%
Flowers Foods: 2,62%
Fresenius: 6,36%
Henkel: 9,44%
Hugo Boss: 8,13%
J&J: 9,16%
Monsanto: 5,10%
Munich Re: 3,33%
National Oilwell Varco: 3,04%
Novo-Nordisk: 4,29%
Stericycle: 1,73%
Target: 2,98%
Union Pacific: 4,05%
United Technologies: 3,87%
Visa: 4,40%
Omega Helathcare: 1,50%

Es ist gut zu erkennen, dass einige Werte etwas Übergewichtet sind. Dies ist mit Absicht der Fall. Ich bin eigentlich ein Fan von konzentrierten Portfolios. Viel Diversifikation deutet meiner Meinung nach oft auf Unsicherheit/Angst hin. Zudem betreiben meiner Meinung nach viele Privatinvestoren eine „Schein-Diversifikation“ (z.B. Verizon und AT&T im Depot, Shell/Chevron und Exxon im Depot usw.) Ich sehe das eher wie Onkel Buffett, warum Geld in das zweitbeste Unternehmen stecken, wenn ich das beste haben kann?

Mein Depot soll also erstmal nicht um weitere Werte ergänzt werden, bei der geringen Summe macht es wenig Sinn noch mehr Werte zu kaufen. Auch später (bei größeren Summen) will ich MAXIMAL 20 Unternehmen haben.

Ursprünglich wollte ich zu allen Titeln kurz etwas schreiben, aber da der Text nun schon wieder etwas länger geworden ist, lasse ich das erstmal, sind ja sowieso zum Großteil die üblichen Verdächtigen.

Zum Abschluss will ich nochmal eins sagen: Mir geht es mit dem Beitrag darum, auch Leute in meinem Alter zu motivieren in Aktien zu investieren, gerade für die jungen Leute ist es eine hervorragende Chance! Leider wird uns an jeder Ecke abgeraten davon, es sei doch viel zu riskant!

Selbst meine Eltern und Freunde haben mir davon abgeraten und mich nicht mehr ernst genommen, als ich plötzlich von Aktien sprach.
Da kann ich Euch nur eins raten: Schaltet Euren eigenen Kopf ein. Es ist nicht schwer in Aktien zu investieren. Es ist einfache Mathematik. Es gibt LANGFRISTIG kein Risiko. ZAHLEN LÜGEN NICHT!

Das Schwere ist nicht das Investieren. Das Schwere ist, sich gegen die Masse zu stellen und es einfach zu tun, obwohl ein alle für verrückt halten. Heutzutage werden wir Menschen zu Angsthasen erzogen, niemand traut sich mehr etwas zu wagen (vor allem in Deutschland).

Darauf bin ich am meisten stolz. Ich habe, obwohl meine ELTERN, FREUNDE und Verwandte mir abgeraten haben, mein eigenes Ding gemacht! Und was ist daraus geworden? Nach 3 Jahren, verwalte ich nun auch das Geld meiner Eltern und suche Aktien, in die sie investieren können.

Nochmal ein Danke an Tim für die tolle Plattform die er geschaffen hat. Gerne möchte ich eure Meinung zu meinem Depot hören (vllt. auch die von Dir, Tim :P).

Grüße S.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „21-jähriger Leser spart knapp 100.000 Euro. Seine Lieblingsaktie ist Apple. Er stockt seine Aktien auf

  1. Fit und Gesund

    auweia junger Mann, was soll ich dazu sagen, ich fall gleich vom Hocker 🙂 perfekter Start ins Leben voll gelungen!!!  🙂

    Dein Depot find ich sehr gut, Fresenius, Novo Nordisk, Cisco und JNJ hab ich auch, auf Henkel spekulier ich schon seit Längerem, Apple hab ich die Produkte aber nicht die Aktie dazu.

    Ein eigener Kopf ist sicher Gold wert 🙂  Viel Erfolg weiterhin.

  2. Gurki

    Schönes Depot und sicher eine gute Denkweise!

    Was ich aber immer wieder „lustig“ finde: Immer mehr junge Menschen gehen in Aktien und erzählen, dass Aktien ja so toll sind und man müsse sie langfristig halten und bla bla. Sehe ich auch bei den ganzen Finanzblogs die grade aus dem Boden wie Pilze keimen.

    Keiner von den jungen Leuten haben einen Crash wie 2008 mitgemacht und seine Aktien am Boden gesehen. Einige Unternehmen (und damit die Aktien) haben sich bis heute – 9 Jahre später – nicht wieder erholt. Ich bin gespannt wer von den jungen Leuten bei solch einem Crash die Eier hat und drin bleibt 🙂

    Bis jetzt ging es doch für die Anleger, die vor 3-4 Jahren gekauft haben, stetig (nur) nach oben.

    Es bleibt spannend 🙂

     

  3. Vincent

    Ja, die meisten Blogs und Podcasts sind erst nach dem Crash entstanden. Ich bin auch gespannt wie der Nachwuchs reagiert wenn es mal anders als die letzten Jahre verläuft. Augen zu und durch heisst es dann:-)

  4. Ex-Studentin

    Zu deinem Depot kann ich leider nicht viel sagen. Mir steht einfach nur der Mund offen, wie man mit 21 so weit seit kann. An Dominik (finanziell-frei-mit-30) und den Sparkojoten Thomas habe ich mich mittlerweile ja gewöhnt (Sonderfälle! :D), aber du toppst das fast noch.

    Hast du den Scherzer in TM? Wünsche dir gutes Gelingen bei deinem Studium und dass du weiterhin so erfolgreich an der Börse bist. Finde es interessant, dass du deine Eltern sogar bekehren konntest.

  5. S.

    Wow, das ging ja jetzt noch schneller als ich dachte, Danke Tim!

    @Fit und Gesund:

    Apple ist ein hervorragendes Unternehmen, die Aktie kaufte ich erstmals zu einem Kurs von ca. 120 Euro, anschließend ist sie Monate lang gefallen, jeder Analyst hat Apples Ende vorausgesagt. Bis auf 80 Euro ist die Aktie runter, in dieser Zeit habe ich 4 mal nachgekauft und meinen durchschnittlichen Kaufpreis auf unter 100€ gedrückt. 🙂

    Henkel finde ich auch super. Viele denken bei Henkel vor allem an Waschmittel wie Persil und Haarpflegeprodukte von Schwarzkopf. Klar, das sind enorm starke Marken, welche für stabilen Cashflow sorgen, aber was ich noch spannender finde, ist der Klebstoffbereich von Henkel (welcher übrigens der größte Geschäftsbereich ist). Dort ist man mit ABSTAND größter Player am Markt, man ist mehr als doppelt so groß(!) wie die Nummer 2! Das ist pure Macht.

    Auch aus technischer Sicht sind Klebstoffe interessant, Leichtbau wird immer wichtiger, Klebeverbindungen sind leicht und enorm platzsparend, im Vergleich zu konventionellen Verbindungen wie Schrauben etc.. Insgesamt macht es die Mischung aus den 3 Unternehmensbereichen für mich, diese ist einmalig.

     

    @Gurki:

    kann ich so absolut nur zustimmen. Bin auch mal gespannt wie ich bei einem größeren „Crash“ reagieren werde. Klar kann ich jetzt sagen, dass ich dann noch viel mehr Kaufen werde usw., aber sehen wird man es erst, wenn es soweit ist. Denke aber, dass ich rational genug bin um auch einen großen, vllt. über mehrere Jahre andauernden Crash zu verkraften.

    @ex-studentin:
    Nein, wir haben einen anderen Dozent in TM. Bin jetzt erst im 2. Semester, hoffe dass ich es bis zum Ende durchhalte. Schon im 1. Semester durften durch TM 50% gehen… 🙁

    Naja das mit meinen Eltern und Aktien hat aber auch seine Zeit gedauert, insgesamt ca. 4 Jahre, als sie gesehen haben das es bei mir alles klappt und ich sehr rational und überlegt an die Sache rangehe, haben sie wohl gemerkt, dass die Börse eben kein Ort ist, an dem nur „Zocker“ sind und das alles nicht nur Glücksspiel ist.

     

    So, das war dann mein erster Kommentar hier im Blog, nach jahrelangem, stillen mitlesen… 😉

     

    Gruß S.

  6. M

    Mal ne vlt blöde Frage: gibt es die Möglichkeit für andere Leute Geld zu investieren, also das man selbst quasi Investmentfondsmanager ist, der das Geld von anderen investiert und sich eine (kleine) erfolgsprämie (Aufwandsentschädigung) einbehalten kann (denke an so ne ETF Gebühr).

    auf den eigenen Namen anlegen ist ja schonmal nicht drin. Muss ja steuerlich usw auf fremde Rechnung laufen.

    was müsste man dafür tun?

    -M

  7. Andy

    Also..ich wundere mich wie der junge Bursche mit 18 Jahren..schon 5832euro (Henkelaktien) hat…ok..sagen wir Mama und Papa haben geholfen…ok..dann gehen wir von einem durchschnittlichen Satz von 20% pro jahr aus.Da hat er den Dax schon richtig überholt)..dann kommen wir auf ca..40000 die er einbezahlt hat (sofern er mit der kompletten Summe angefangen hat)..plus die 5000 für sein Gold…

    Woher hatte er denn das Geld…??..Alle anderen Rechnungen sind (genauso wie deine „Leserbriefe“ hypothetisch und meiner Meinung nach „fake news“.

    Schade, dass manche diesen „schmarrn“ auch noch glauben…und Du lieber Tim auch noch die Finanznachrichten mit „facebook geschreibsel“ zumüllst…

     

     

     

     

  8. Andreas

    @Gurki:

    Also ich bin 34 geworden, meine ersten Aktien hatte ich Ende 90er, Anfang 2000er. Und ich hab beispielsweise weder bei der New Economy Blase noch bei der Finanzkrise irgendeinen Wert verkauft, hab damals mein Depot teilweise gar nicht angeschaut. Also ich muss dazu sagen, erst seit 4-5 Jahren kümmere ich mich viel intensiver um mein Depot und hab meine eigene Strategie gefunden. Aber Werte die Pfizer oder Deutsche Telekom liegen seit Ewigkeiten im Depot, egal ob Minus oder Plus, beides super Dividendenwerte wie ich finde.

    Wie ich jetzt damit umgehen würde, also mit einem Crash, muss ich sehen;) Ich versuche mich zumindest mental darauf einzustellen, dass ich den Crash nutze und kaufe, ob das dann klappt, muss ich sehen;) Bin aber der Meinung, dass ich derzeit nur Werte im Depot habe, die auch einen Crash überleben. Apple, SAP, Nestlé, Novartis, Fresenius zum Beispiel.

    Und zur aktuellen Story: wow, also mit 21 schon ein solches Depot, da kann ja kaum noch was schief gehen!

  9. S.

    @Andy:

     

    Wie man mit 18 Jahren Aktien im Wert von ca. 6k Euro haben kann?

    Nun das habe ich ja im Leserbrief schon geschrieben, es machte mir immer Spaß zu sparen! Ich brauchte nie das neuste Handy/Kleidung/Spielekonsole oder was auch immer. Wenn man 18 Jahre lang, das Geld, welches man zum Geburtstag, Weihnachten, Ostern, Konfirmation usw. bekommt spart, kommt da ne ordentliche Summe zusammen!

    Aber wichtiger war wohl, dass ich bereits mit 16 meine Ausbildung angefangen habe und somit bereits über 600 Euro pro Monat sparen konnte. Weihnachts-und Urlaubsgeld sowie andere Boni wurden größtenteils auch konsequent gespart!

    So ist es ein leichtes, mit 18 Jahren 6k Euro ( Und auch deutlich mehr ) zu besitzen! Größere Summen habe ich weder von meinen Eltern noch Oma/Opa bekommen, das einzige waren einmal zum 18. Geburtstag ca. 1.000 Euro von meiner Oma. Den Rest habe ich mir selber erarbeitet.

    Zudem sind von den 90.000 Euro im Depot ca. 20.000 Euro Kursgewinn.

     

     

  10. Andrea

    Das ist ja ein tolles Depot, und das im Alter von 21 Jahren. Ich hoffe, du und deine Eltern werden bei einem großen Crash durchhalten. Alles Gute dafür!

    Henkel hätte ich auch gerne, die sind seit einiger Zeit so stark gestiegen. Ich schaue von meinem Fenster aus aufs Henkelgelände, also eigentlich wird es Zeit, dort auch einzusteigen. Zur Hauptversammlung hätte ich es nicht weit!

  11. steve

    S. Gratulation zu deinem zielgerichteten Einstieg.

    Wo ich echt Bauchschmerzen habe, wenn du das Geld deiner Eltern investierst. Hast du ihnen gesagt dass es deutlich nach unten gehen kann? Das kann dumm laufen. Bin selbst mal auf die Nase gefallen habe meinen Chef eine Risikoaktie empfohlen, war ausdrücklich so gewünscht. Ging erst schlecht los dann war nach kurzer Zeit ein 100% Plus vorhanden. Was sollte man dann machen? Die Hälfte verkaufen um das Risiko rauszunehmen, habe ich bestimmt 3 mal gesagt hat er’s gemacht ne, hab s ich selber gemacht ne. Die Versuchung noch mehr rauszuholen war zu groß, dann wieder Wende und jetzt fast Totalverlust. Das passiert dir so nicht, weil du ja nicht in Risikoaktien investierst, ist ja nicht Thema dieses bloog. Aber ein Crash mit 20 oder mehr kann immer drin sein, sind deine Eltern dann so cool und sagen investier weiter. Ansonsten hast du dir bestimmt auch angeschaut das selbst Apple an der Börse noch schlechtere Zeiten hatte, auch wenn das zum Teil vor deiner Geburt liegt. Wünsche dir auf jeden Fall Erfolg damit du deine Eltern nicht vergraulst.

    Gruß Steve

  12. Obama

    Hallo Andy,

    danke für Deinen Bericht. Sehr motivierend, werde diesen meinem Sohn (13) zu lesen geben. Er darf in Aktien investieren und ist seit letzten November Apple Akionär; danch hat er noch KPS ins Depot gelegt und spart quartalsweise sein Taschengeld in Berkshire. Mal sehen , was mein Sohn bis zum 21 Lebensjahr zusammenbekommt.

    Immerhin seine kleine Schwester (9 Jahre) ist mit ihrem Ersparten in Nemetschek und KPS investiert.

    Dein Depot finde ich sehr gut. Einige Aktien habe ich selber (Alphabet, Apple; Henkel). Andere Werte sind ganz oben auf meiner „Wunschliste“.

    Ich bin übrigens deutlich älter und mein Depot stand zuletzt bei gut 155 000€ . Habe aber auch viel später als Du angefangen. Jedoch zeigt das, was Du noch alles erreichen kannst.

    Kannst gerne regelmäßig über die Entwicklung Deines Depots berichten.

    Ich habe heute mal wieder einen Verkauf getätigt, den ich jetzt schon bereue. Neben meinem Wertpapiersparplan-Depot, führe ich ein fokussiertes Investmentdepot, d. h. hier konzentriere ich mich mit einer größeren Summe auf max. 4 Werte, die ich auch längerfristig halte, jedoch nicht unbedingt für immer. Teilweise entnehme ich auch Geld, um Anschaffungen zu finanzieren…..

    Heute habe ich NVIDIA für 135€ mit gutem Plus verkauft. Es haben sich schnell Käufer gefunden :;))

     

    Euch alles Liebe und Andy mach weiter so !

    Obama

     

     

     

  13. Obama

    @Andy:

    Eine Frage habe ich noch vergessen: Wo ist das Urlaubsphoto entstanden ?

  14. S.

    @steve:

    Guter Punkt. Natürlich habe ich meinen Eltern mehrmals gesagt, dass auch die Möglichkeit eines Totalverlustes nie ausgeschlossen werden kann. Ich würde auch niemals für irgendwelche anderen Leute Geld verwalten oder ihnen Aktien Kaufempfehlungen geben, das ist eine Ausnahme, eben weil es sich um meine Eltern handelt.

    Zudem gehe ich bei ihnen natürlich anders vor, als bei mir. Ich bin ja beinahe All-In in Aktien. bei ihnen würde ich niemals auch nur über 50% der Gesamtvermögens investieren! Zudem sind die Kriterien für die Aktienauswahl, aufgrund anderer Parameter, wie Anlagedauer, Risikobereitschaft usw. anders. So setze ich bei ihnen wirklich vor allem auf die „langweiligen“ Werte wie J&J, Konsumgüter, MunichRe usw.. Der Fokus bei ihnen liegt mehr auf Dividenden, während ich auch Werte ohne Divi besitze und nichts gegen einzelne Werte mit etwas mehr „Risiko“ habe.

    Aber sehr gut, dass Du diesen Punkt angesprochen hast, wenns um Geld geht ist das natürlich immer etwas kritischer, deswegen würde ich das bei fremden Leuten  in dieser Form auch niemals machen… 🙂

  15. Obama

    @S.

    Sorry, jetzt habe ich auf die Schnell Deinen Namen verwechselt. @Andy soll eigentlich @S. heißen !

    Liebe Grüße !

  16. S.

    @obama:
    Kein Problem, habs gemerkt… 😉

     

    Auf dem Foto sieht man die Insel Koh Nangyuan in Thailand, wo ich letztes Jahr für 2 Wochen mit einem Kumpel im Urlaub ware. Bzw. wir waren auf Koh Samui und in Bangkok, das Foto ist auf einem Ausflug entstanden.

    Freut mich, dass mein Bericht vllt. dazu beiträgt Deine Kinder zu motivieren.
    Glückwunsch zum Gewinn bei NVIDIA. Meine Aktie mit dem größten prozentualen Gewinn ist Fresenius, mit über 110% Plus (Ohne Dividenden)… 🙂

  17. Obama

    @S.

     

    Danke für die Info.

    Habe meinen Verkauf ja schon bereut :;))

    Von dem Gewinn versuche ich jetzt bei SNP preiswert aufzustocken.

     

    Liebe Grüße !

  18. steve

    @obama

    das man einen Verkauf bereut kann gerade kurz danach häufig passieren. Wie man selten den besten Einkaufszeitpunkt erwischt so gehts einen natürlich auch beim Verkauf. Einige Zeit später schauts dann oft anders aus. Auch wenn hier im bloog das buy and hold für immer favorisiert wird, ich selbst bin dafür hin und wieder rauszugehen. Ist in meinem Fall auch ein paarmal blöd gewesen, gibt aber auch genug Fälle wo es gut war. Ich erwähne exemplarisch Suedzucker und Bertrand die könnte ich wenn ich wollte heute wieder günstiger einkaufen. Wie immer zeigts die Zeit und sicher  weiss man an der Börse wenig.

    Gruß Steve

  19. Didi

    @M

    Es gibt bei wikifolio die Möglichkeit eigene Musterdepots anzulegen, die bei entsprechenden Bewertungen investierbar und dann ab 10000€ investierter Summe Performanceprämien auszahlen.

    Dank Tims motivierenden Beiträgen hab ich mir wieder eines zusammengestellt und werde jetzt monatlich darin ansparen. Ist zwar eine Zertifikatehülle, d.h. kein Sondervermögen, aber doch besichert.

     

    @Tim

    Wäre eine tolle Sache, wenn es ein „Tim Schäfer“ wikifolio geben würde, indem Deine besten Investments abgebildet wären…und in das dann Deine Leser investieren könnten…

     

    @S

    Gratulation zu Deiner Konsequenz und Deinem Plan! Viel Erfolg! Werd Deine Zeilen meiner Tochter zum Lesen geben 🙂

  20. Jan

    @Didi,

    auf den ersten Blick ist die Idee ganz interessant! 🙂

    Aber nach Max Otte und Dirk Müller braucht’s nicht noch einen Tim Schäfer der beweist, dass man chronisch underperformen kann, ja sogar in einer Hausse Geld verbrennen kann (das muss man erst mal hin bekommen…). Tim hat nie behauptet, dass er planbar und berechenbar über dem Markt abschneiden kann. Im Gegenteil, er teilte Artikel bei dem ein Befürworter von Hedgefonds jämmerlich versagt hat eine Wette mit Buffett zu gewinnen und langfristig über einem ETF des S&P 500 abzuschneiden. Ich glaube daher nicht, dass Tim zum Guru taugt und das dürfte ihm glaube ich auch ganz recht sein. Mir jedenfalls ist’s recht, sonst würde ich nicht mehr mitlesen. 😉

     

    Schöne Grüße

    Jan

  21. Florian

    Das nenne ich mal einen perfekten Start in die finanzielle Freiheit. Wenn er so weiter macht wird er mit 35 ungefähr Frei sein.

    Wenn die Krise kommt, einfach stur weiterkaufen. Dann könnt ihr sogar schön billig einkaufen.

    Mein Umfeld rät mir auch ständig von Aktien ab. Es seie doch viel zu riskant und nur für Zocker. Diese Leute ziehen einfach mit der Masse. Da muss man einfach drüber weg schauen.

    Seid stolz drauf Aktionäre zu sein.

    Liebe Grüße Florian

  22. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Didi

    Ach, das überlasse ich anderen mit dem Wikifolio. Ich mache ja nur extremes „Buy and Hold“. Das ist extrem langweilig. Keine Action.

     

    @ S.

    Du hast noch Sparpotential. Du kannst Deine Sparquote von 90 auf 100% erhöhen. Ganz im ernst.

    Ich habe einen cleveren YouTuber entdeckt, der 100% seines Einkommens spart. Wie macht er das? Mit passiven Cash-Zuflüssen und Internet-Nebeneinnahmen (von ihnen lebt er):

    https://www.youtube.com/watch?v=1PFUdkOUOyA&feature=youtu.be

  23. S.

    @Tim:

    Danke für das Video, scheint ein interessanter Kanal zu sein.

    Es kommt auch immer drauf an wie man die Sachen definiert, wenn man es so sieht wie der Herr aus dem Video, dann spare ich auch bereits schon 100% aus meinem „Job-Income“, manchmal sogar etwas mehr. Wie geht das?

    Durchschnittlich bekomme ich im Monat aktuell ca. 140 Euro Netto Dividende. Wenn ich nur 100 Euro im Monat ausgebe, kann ich also 40 Euro mehr Investieren als ich überhaupt durch meinen Job als Gehalt bekomme. So gesehen wäre das eine Sparquote von über 100% meines Gehalts.

    Ich betrachte die „Dividenden-Einnahmen“ jedoch getrennt von meinem normalen Gehalt, da diese sowieso auf dem Depotkonto liegen bleiben und wieder investiert werden.

    Die Sache mit den Internet-Nebeneinnahmen ist generell schon interessant, jedoch weiss ich nicht so recht wie ich das realisieren soll ohne größeren Zeitaufwand, den ich mir im Moment wegen des Studiums nicht erlauben kann/will.

     

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ S.

    Klar, es ist Definitionssache. Von Dir und ihm aus dem Video kann ich noch einiges lernen. Clever.

  25. M

    @Didi

    Also auf wikifolio kann ich ein Depot zusammenstellen und quasi eine Strategie vorstellen wie ich investieren möchte.

    Wenn dann zB aus dem Bekanntenkreis oder Kollegen mir vertrauen würden und jeder ein wenig Geld zur Verfügung stellt, kaufen die das Zertifikat und das bildet dann mein Musterportfolio ab. Und wenn die Einlagen > 10000€ sind bekomme ich daraus ne Verwaltungsgebühr. So richtig verstanden?

    p.s. Meine Großeltern sind auch total gegen Aktien und sind auch nicht amused, das mein 20monate alter Sohn Aktien im Depot hat, Teufelszeug mit dem man arm wird ( meine Oma hatte 2000 Commerzbank, Hawlet Packard und VW jedoch alles zu früh verkauft und Spielgeld verloren)

    -M

     

  26. Djerun

    Dies war der letzte Artikel den ich auf Tims Blog zu dieser Reihe lesen werde!

    Ich kann und will es nicht mehr! Ich dachte es geht hier vorrangig darum den Durchschnittsbürger abzubilden…d.h., Familie mit Kindern, Verantwortung für mehrere Personen und nicht nur für das Kinderzimmer zu Hause bei Mutti.

    Tim was soll das? Dann kannst du auch den alten Geißen interviewen.

    Wie kommen 100.000  € in dem Alter zustande? Doch nicht indem er 90% von seinem Azubigehalt bei Daimler oder Co. investiert. Nein! Durch den entsprechenden häuslichen Rückhalt, der ihm all das finanziert.

    Sorry, das sind Ausnahmen deren frühzeitiges Vermögen auf dem Elternhaus basiert und deswegen lese ich mir den Müll auch nicht mehr länger durch.

    Gruß
    Djerun
     

     

     

  27. S.

    @M, Obama, Didi und alle anderen die schon für ihre Kinder Aktien kaufen:

    Ich finde das absolut Klasse. Gerade wenn man das schon bei der Geburt des Kindes macht und dann vllt. einmal im Jahr nochmal eine kleinere Summe investiert, sollte das Kind mit 18 schon eine nette Summe zusammen haben.

    Was aber noch wichtiger ist, nicht nur dass man es macht und das Kind dann mit 18 einen Haufen Geld bekommt, sondern dass man dem Kind dann auch möglichst früh beibringt das „System-Börse“ zu verstehen. Denn nur dann werden sie es auch freiwillig weiter machen wenn sie erwachsen sind und nicht das Geld einfach verprassen.

    Was mir immer wieder auffällt ist, dass die Leute nicht verstehen, dass Aktien ein Anteil an einem Unternehmen sind. Viele halten es für ein Stück Papier auf dem jede Sekunde ne andere Zahl steht. Die sehen garnicht das man wirklich ein Stück eines tollen Unternehmens kauft. Deswegen sage ich z.B. zu meinen Eltern auch nicht: „heute habe ich mir wieder Apple Aktien gekauft.“ Sondern: „heute habe ich meinen Anteil an Apple erhöht.“.

    Ich denke wenn man jemandem die Thematik erklären will, ist das der wichtigste Ansatz, der verstanden werden muss. Denn sind wir doch ehrlich, ich würde auch nicht in ein Stück Papier investieren. Wenn ich aber weiss, dass ich tatsächlich einen Anteil eines real existierenden Unternehmens erwerbe, das tolle Produkte herstellt oder Dienstleistungen anbietet, dann bin ich gerne bereit etwas zu investieren.

     

    @Djerun:
    Ich kann teilweise verstehen was Du meinst, natürlich konnte ich diese große Summe nur erreichen, da ich noch zu Hause wohne. ABER:
    Es Wohnen 100.000e im Alter von 18-21 Jahren noch zu Hause bei Ihren Eltern und bekommen oft das meiste gezahlt. Doch wieviele von denen haben 100.000 Euro? Richtig, so gut wie keiner! Warum? Weil sie Ihr Geld für Alkoholkonsum, Auto, Smartphones usw. rausschmeissen wie Verrückte. Ich sehe es jeden Tag. Leute in meinem Alter die exakt die gleichen Bedingungen hatten wie ich, doch kein einziger von denen hat auch nur mehr als 10.000 Euro.
    Du stellst es so dar, als ob es unrealistisch wäre 100.000 Euro mit 21 Jahren zu besitzen für den „Durchschnittsbürger“. Das ist jedoch keinesfalls so, wenn man natürlich andere Prioritäten hat in dem Alter, dann braucht man sich nicht wundern, dass es unmöglich erscheint. Theoretisch wäre es für sehr viele Leute in meinem Alter möglich. Aber in der Praxis ist man halt „uncool“ ohne Auto, ständig neue Klamotten, ein iPhone 7… und feiern gehen muss man ja auch noch.
    Wenn man etwas clever an die Sache herangeht und es wirklich will, dann ist das für mehr Leute erreichbar als man sich nur vorstellen kann. Wenn man allerdings nicht bereit ist auf andere Dinge zu verzichten, dann darf man sich aber auch nicht beschweren, dass es für den „Durchschnittsbürger“ nicht möglich ist. Natürlich ist es nicht möglich wenn man alles ausgibt.

  28. Obama

    @S.

    Mein Sohn (13) kauft die Aktien selber. Ich habe zwar die Vollmacht, aber er hat die TAN Liste und hat z. B. selber enstschieden, alles ersparte im Nov. 2016 in Apple zu stecken…..

    Er nimmt uf Ariva.de am Börsenspiel mit…..

    D. h. er ist intrinsisch motiviert und es läuft von selber :;))

     

    Schönes Wochenende !

  29. Ex-Studentin

    Man muss dazu sagen, dass in Stuttgart wirklich vieles möglich ist bzw. Daimler/Porsche z.B. sehr gut zahlen. 3 Jahre Ausbildung = 30k Erspartes. 1 Jahr arbeiten = 25k gespart, 9 Monate duales Studium = 9k. Ein bisschen Geld von Verwandten und schon hat er 70k zusammen. Der Rest sind Kursentwicklungen. Man kann ihm fürs Zuhause wohnen keinen Vorwurf machen, er ist 21. Wenn ich überlege, habe ich in 3 Jahren Studium ingesamt um die 30k netto verdient, ging aber nun mal durchs Alleinewohnen drauf. Könnte ich bei vollem Gehalt mietfrei wohnen: Hola, die Waldfee – da hätte ich bis 30 sehr viel Geld zusammen. Aber ist halt nicht so, weil ich keine Verwandtschaft in Stuttgart habe, bei der ich mitverpflegt werde. Meine erste Reaktion bei dem Artikel war auch Neid, weil ich keine so guten Startbedingungen hatte. Aber kann S. nix für und ich muss damit auch klar kommen. Er hätte auch zuhause ausziehen und sein Geld verballern können. Hat er aber nicht. Bei dem stressigen Studium, was er sich rausgesucht hat, hat zuhause wohnen Vorteile. Gibt nichts Schlimmeres als kurz vor den Prüfungen eine Kündigung vom Wohnheim wegen Umbauten zu erhalten und auf WG-Suche zu gehen, wenn man eigentlich lernen müsste. Geschweige denn, dass es in Prüfungsphasen was Ordentliches zu essen gibt, wenn man 8 Püfungen an 7 Tagen schreibt und teilweise 2 hintereinander mit 15min Pause dazwischen. Habe den gleichen Studiengang hinter mir und kann tatsächlich behaupten, dass ich selten so fleißig und gleichzeitig so ängstlich und verweifelt war, weil man trotz Fleiß und was im Köpfchen durch die Prüfung rasseln kann und zu 99% irgendwas in den 3 Jahren nachschreiben muss.

  30. M

    @all

    also ich bin Bankkaufmann bei einer kleinen örtlichen Bank mit viel blauen Bannern.

    Wenn ich die Altersklasse 14-25 Jahre vor mir habe sieht das Engagement der Masse! folgendermaßen aus: keine Rücklagen, falls monatlich welche auf das Sparbuch umgebucht werden wird dies fast immer am Ende des Monats wieder verfügt. Fragen nach einem Dispo für Konsum bei fast allen jungen Kunden. Kaum Ausbildung beendet, schon möchten diese einen Dispo und/oder Kreditkarte.

    Die jungen Kunden die ausgelernt sind, sind oft bis zur Oberkante mit konsumkrediten belegt. In Terminen, wenn man die Zukunftsplanung mit den Kunden bespricht, kommt selten was bei raus…kein Geld zum sparen übrig, keine Lust, keine Ziele und leben genießen das sind die Aussagen von 9/10 Kunden.

    Geht man über 25 Jahre sieht man ganz schnell, dass die meisten Leute mehrere Kredite am laufen haben und die Leute die bissl mehr Geld haben entweder Eigentum besitzen oder Geld auf dem Tagesgeld horten. Ein paar Investmentfonds finden sich bei ein paar Kunden, wehe die Börse fällt und der depotbestand fällt 100€ unter Einstand, dann gibt es ungemütliche Gespräche da man ja Geld verloren hat und wenn das ja noch mehr fällt……

    Finde das schon beachtlich das man in jungen Jahren viel Geld spart, weil es kaum jemand macht und dann noch in der besten Anlageklasse. Sahnehäubchen: Er analysiert die Unternehmen und macht sich Gedanken um sein Geld! Hallo? Zeigt mir mal jemanden in dem Alter der das macht.

    Von mehreren hundert jungen Kunden bei uns, sind vlt eine Handvoll und da ist Sparbuch oder Bausparvertrag das höchste der Gefühle zum Sparen.  WENN die Eltern noch miteingebunden werden, weil die meisten mit 20 noch keine Entscheidung alleine treffen!!! In einer Mediamarkt 0% oder segmüller „ich richte mir die Bude auf Pump ein“ und Auto „ach monatlich leasen Is ja Sau geil, dann nehme ich gleich en BMW“ Mentalität ziehe ich vor allen jungen Leuten dem Hut die da nicht mitmachen…..

    so mal en kleiner Exkurs aus meinem Alltag. Gute Nacht

    p.s. Verstehe nicht, das man da nicht mehr mitlesen möchte. Ok ich les üe die Beiträge wo ein Single paar 100k im Jahr verdient auch mit nem Lächeln, das sind luxusprobleme. Ich hab ja au vor kurzen meine Mail zum besten hier gegeben als paar mit Kind und durchschnittsverdienst, da ich auch mal was „normales“ den mitlesen bieten wollte.

  31. Mark85Mark85

    An Andy und Djerun: Ich finde, dass ihr ihm Unrecht tut. Er hat sachlich und durchaus detailliert auf alle Nachfragen geantwortet. Für mich klingt das alles plausibel. Etwas Grundvertrauen in die anderen Leser sollte man schon haben.

    Der ,,Durchschnittsbürger“ wird sich hier in der Regel leider nicht vorstellen, weil er sich nicht intensiv mit seinen Finanzen auseinandersetzen möchte, Investitionsrisiken scheut und keinen unterdurchschnittlichen oder sogar minimalistischen Lebensstil pflegen möchte. Locker 90 bis 95 Prozent der Bürger fallen somit schon mal als potentielle Finanzblogleser weg. Am Ende bleiben nur noch wir paar Verrückten übrig. Im wahren Leben bin ich jedenfalls noch auf keine Gleichgesinnten wie hier gestoßen. 😉

  32. Fit und Gesund

    Andy und Djerun schieben aber mächtig Frust, wie mir scheint 🙂

    Die Geschichte von S. finde ich toll und ich freue mich an solchen positiven Geschichten, er kann wirklich zufrieden sein, ich wette seine Eltern sind mächtig stolz auf ihn, ich wäre es!

    @Tim, ich finde all diese unterschiedlichen Leservorstellungen sehr bereichernd, es sind Beispiele aus Deutschland oder der Schweiz, auch hier ist Vermögensaufbau möglich, nicht nur in den USA, aber man muss was dafür tun, von nix kommt nix, und gleich mal schnell reich werden ist eben auch nicht,

    @S.

    danke für Deine Erläuterungen zu Henkel, ich werde in den kommenden Wochen mal eine erste kleine Position aufbauen, nachkaufen kann man ja immer, für mich wäre das eine Aktie für die „Ewigkeit“, da kann ich mir auch eine Positionsgrösse von etwas mehr als 5% vorstellen.

    Mach weiter so!

  33. Didi

    @M

    Ja, so funktioniert das mit den wikis. Gibt mittlerweile tausende, wobei die meisten nicht buy and hold abbilden…die „buy and hold“ Strategie ist ja zu fad, da hat Tim recht. Die Masse will Rendite…mit höllischen Hebelzertifikatestrategien – in die wird am meisten investiert. Der Mensch ist eben gierig.

     

    Es braucht eben einen Crash und oder viel Erfahrung im Mindset bis man kapiert, das sparen, kaufen, sparen, kaufen…in Dividendentitel….die einzige sinnvolle Langfriststrategie ist und Passiveinkommen aus Dividenden der Motivationshebel dafür ist – das Investieren konstant umzusetzen.

    Das beste daran…es ist völlig wurscht, ob die Börse steigt oder crasht.

    Danke Tim, dass Du uns das hier mit Deinem Blog regelmässig nahelegst 🙂

     

  34. Björn

    Ich musste damals während meiner Ausbildungszeit z. B. auch kein Geld zu Hause abdrücken, konnte daher mein gesamtes Azubigehalt + das was danach kam, sparen. Nur leider habe ich mich damals noch nicht mit dem Thema Börse befassen wollen. Dadurch sind mir natürlich auch einige Tausende Euro flöten gegangen.

    Ich möchte euch passend dazu um eure Meinung bitten:

    Ich kann im Jahr 5.000 € zum Sparen nutzen. Ich bin momentan am überlegen, wie ich das Geld am besten einsetze.

    Möglichkeit Aktiensparplan monatlich mit 8 Werte aus meinem Depot zu 1,75 % Gebühr
    Zum 01.01. eines jeden Jahres jeweils 1.000 € in 5 Werte aus meinem Depot investieren (die mit der höchsten Divi-Rendite)

    Welchen Punkt würdet Ihr bevorzugen?

  35. M

    1,75% ist einiges wie ich finde! Da verlierst du bis zur Rente ja tausende € nur dadurch! (Zinseszins der verlorenen Gebühren etc) Hattest glaube ich schon öfter gefragt wegen dem Sparplan.

    Wieso schaust du auf die höchste Dividendenrendite ? Das würdest du auch nicht tun wenn du alle auf einmal besparst.

    Kauf doch 2-3 Unternehmen pro Jahr, welche nach Analyse Dich am  eisten überzeugt haben. So setzt du dich auch mehr mit den Unternehmen auseinander und sparst kosten zum Sparplan.

    Ich kann bei flatex für ~5€ kaufen. Bei 500€ sind das 1%, was mir auch zu teuer ist. Meist Kauf ich bei 1000-2000€ da dann die Gebühr auf 0,5/0,25% sinkt was für mich akzeptabler ist

  36. Max

    Hallo,
    ich melde mich auch mal wieder. Zuerst mal vielen Dank an S. für den Artikel. Es ist schon erstaunlich, welche Werdegänge hier gepostet werden. Der Durschnitt der Gesellschaft ist bei den Leservorstellungen wohl wirklich nicht vertreten 🙂

    In jedem Kommentarstrang lese ich von Berkshire. Habt ihr euch mal Gedanken über Blackrock gemacht? Wäre das nicht die bessere Investition? In Sachen Diversifikation alles dabei und sicher die beste Lobbyarbeit und die besten Connections die man sich vorstellen kann.

  37. Ralf

    @S. Ein super Werdegang, weiter so! Der durchaus auch etwas verständliche Neid anderer ist mit ein Indiz dafür, dass du auf einem tollen Weg bist. Ich wünsche dir alles Beste dafür!

    @Tim: Ich gehöre zwar auch zur Jammerer- und Meckererfraktion, trotzdem lese ich sehr gerne auf deinem  Blog. Auch wenn ich nicht immer mit allem so rundum einverstanden bin und mir mehr Fokus auf Durchschnittsleute und Familien wünschen würde. Einfach einmal meinen Dank für all die Energie die du in den Blog investierst.

  38. S.

    @Björn:

    1,75% halte ich auch für sehr viel. Wie wäre es, wenn Du 2 mal im Jahr kaufst? (Jeweils 2.500 Euro). Bei maxblue würdest Du so auf Gebühren von 0,36% kommen. Das ist meiner Meinung nach akzeptabel.

     

  39. Jan

    Hm,

    da möchte ich dann auch einhaken. S. hat natürlich beste Voraussetzungen die kaum jemand anderes hier gehabt hat. Keine Flaute durch Pflichtwehrdienst, Ausbildungsstelle und Studium vor Ort bei den Eltern, daheim wohnen ohne den Eltern etwas abzugeben, usw.

    Es ist richtig, das ist keine Otto-Normal-Vita. Aber welcher hat die hier schon? Und wenn eine dabei ist (ja, die gabs auch!), wie oft möchte man das lesen?

    Ich finde die Vielfalt wesentlich interessanter. Danke Tim, weiter so.

    Lieber Andy, lieber Djerun, wenn ihr eine andere Vita habt, schickt sie doch Tim.

    Schöne Grüße

    Jan

  40. Jan

    @M

    Ich behaupte jetzt einfach mal, dass sich der Mehrwert einer Filialbank für den Selbstentscheider in Grenzen hält. In meinem Umfeld kenne ich nur wenige (Lehrer) die regelmäßig eine Bank besuchen, um Geld anzulegen. Viele kümmern sich komplett selbst. Ich selbst bin auch nur dort wenn es um Immo-Finanzierung oder halt die Standarddienstleistungen Kreditkarte, Geld abheben etc. geht.

     

    Zu deiner Anlage: Ich würde einfach zwei ETFs besparen, vielleicht sogar kostenlose Aktions-ETFs World/EM irgendeine Standard-Mischung und die verbleibende Zeit nutzen, um die Einnahmen zu erhöhen. Wir reden in jedem Fall von Gebühren von weniger als 100 Euro im Jahr, das sind Peanuts. Nutze die Zeit, um nebenbei ein Vielfaches davon zu verdienen.

    @S

    Super Leistung. Der Bonus zu Hause wohnen zieht natürlich ordentlich. Aber warum nicht, in den nächsten Jahren (eigene Wohnung etc.) wird die Sparquote sinken. Mit den 100k im Rücken hast du aber einen unglaublichen Turbo für den weiteren Vermögensaufbau. Andere in dem Alter fangen erst an, da ist für dich das Ziel schon in greifbarer Nähe.

     

     

  41. Björn

    Ich bezahle für einen Aktienkauf 9,90 € pro Order. Ich würde gerne die Low Five Strategie von O’Higgins für die 5.000 € im Jahr nutzen. Daher meine Aussage die 5 Unternehmen mit der höchsten Dividendentenrendite, aber dann mit dem niedrigsten Kurs.

  42. S.

    @all:

    Danke für die vielen (meist positiven) Kommentare.

    Weil es Zweifel gab, ob das wirklich möglich ist: Die Rechnung von ex-studentin beschreibt meine finanzielle Entwicklung eigentlich relativ gut. Um genau zu sein habe ich sogar etwas mehr als 1 Jahr mit vollem Industriemechaniker Gehalt gearbeitet (ca. 1,5 Jahre). So genau hab ich es dann beim schreiben des Briefes auch nicht genommen. Alleine zu dieser Zeit konnte ich über 1.700 Euro pro Monat sparen, im November mit Weihnachtsgeld 3.000 Euro. Ich habe extra versucht relativ ausführlich zu schreiben, um es nachvollziehbar zu machen, da ich natürlich weiss, dass ich eine Ausnahme bin.

    Mein Ziel war es mit dem Beitrag einfach auch mal zu zeigen, was möglich ist. Dabei geht es mir garnicht so sehr um den Betrag an sich, es geht mir um die Lebenseinstellung. In „M“s Kommentar beschreibt er ziemlich genau das, was ich auch jeden Tag sehe. Als ich meine Ausbildung gemacht habe, hatte JEDER meiner Kollegen einen Bausparvertrag, ich fragte sie, wozu sie diesen haben. Antwort:“Haben meine Eltern abgeschlossen“. JEDER von ihnen hatte eine Berufsunfähigkeitsversicherung, ich fragte: Warum? Antwort:“Der Versicherungsheini meinte das sei enorm wichtig..“ Ich denke mir da nur: Leute habt ihr eigentlich auch zu irgendetwas auf dieser Welt ne eigene Meinung und könnt diese auch vertreten? Das gibts doch nicht, das ist EUER Geld, IHR Arbeitet jeden Tag dafür. Warum lasst ihr andere entscheiden was damit passiert?

    Das ist für mich unbegreiflich. Ich beschäftige mich sehr viel mit Psychologie und finde es immer wieder Interessant die Verhaltensweisen meiner Mitbürger zu beobachten und zu „analysieren“. (Börse ist eig. auch reine Psychologie).

    Ich bin ein Mensch, der alles immer sehr kritisch hinterfragt (oft vllt. auch zu kritisch). Das war bei mir schon immer so, schon im Kindergarten, ich habe auch nie einfach das gemacht was mir gesagt wurde, ich habe immer erst überlegt, ist das sinnvoll? Wenn nicht habe ich es nicht gemacht. Dadurch hatte ich damals auch einige Probleme in der Schule mit meinen Lehrern, die meinten, dass ich so nie weit kommen werde.

    Man wird meiner Meinung nach in Deutschland zu einem Perfekten „Was-der-Chef-sagt-ist-richtig-und-Du-tust-was-er-sagt-Mensch“ erzogen. Es ist weder von der Schule noch von sonst irgendjemand erwünscht sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch gegen die MASSE zu vertreten!! Und genau dies spiegelt sich dann ja beim „Investment-verhalten“ wieder. Wenn jeder einen Bausparvertrag hat kann es ja nicht so schlecht sein. Selbes mit den Versicherungen. BULLSHIT! Wenn jeder gegen ne Wand rennt, rennst Du hinterher?? Wenn jeder sagt 1+1 = 3, stimmt dann die Rechnung, weil ja jeder das Ergebnis hat?

    Wenn ich anderen erzähle, dass ich mit 21 noch kein Auto habe, schauen die mich oft an, als ob ich ein Alien wäre. Jeder hat doch ein Auto, die meisten schon mit 18. Ich bin aber nicht jeder. Wenn mir das nicht wichtig ist kauf ich mir auch keins nur weil jeder eins hat.

    Das Lustige daran ist ja, wenn man immer nur das macht, was jeder macht, wird man auch nie signifikant mehr erreichen können als der Durchschnitt. Die Leute wollen immer viel, tun aber wenig bis garnichts dafür. Und am Ende beschweren sie sich, dass die Welt so ungerecht sei. Früher dachte ich das auch oft, in meiner Familie war nie viel Geld vorhanden. Es hat immer gereicht, aber viel leisten konnten wir uns nie. Ich habe gelernt, dass man ALLES selbst in der Hand hat. Gut es gibt einzelne Schicksalsschläge, die vllt. wirklich nicht viel für ihre Situation können, ABER die Masse könnte sehr wohl beeinflussen wie ihr Leben verlaufen soll. Aber dann müsste man ja etwas dafür tun und wenns drum geht was zu machen sind eben ganz schnell alle weg, ist ja auch einfacher nichts zu tun und die Verantwortung ab zu geben. (Ich sag nur Circle of competence und Circle of Interest). Aber ich schweife langsam zu weit ab… 😀 Denke ihr habt verstanden was ich sagen wollte…

     

    Gruß S.

  43. steve

    @ alle

    ich finde es auch ein wenig befremdend, wenn sich der Durchschnitt hier unterrepräsentiert vorkommt. Wer will durchschnittliche Geschichten lesen? Ich eher nicht, aber wenn ihr die interessant schreiben könnt nur zu, vielleicht bringt’s der Allgemeinheit und euch einen Mehrwert. Ansonsten bringt euch das nicht weiter wenn ihr danach schaut wo jemand was hat, was ihr nicht habt. Da könnte ich mich auch beschweren, dass in den 80 igern Internet und Direktbank so erst entstanden sind, hätte mich wahrscheinlich erheblich früher an die Börse gebracht.

    @Björn such dir einen günstigeren Broker geht mit Internet heute leicht, bzw hast du schon ein paar tips bekommen. Wenn du weist welche Aktien du kaufen oder aufstocken willst, dann kauf immer wenn du 1000€ oder mehr hast die welche zu diesen Zeitpunkt am günstigsten ist, natürlich nicht immer die Gleiche. Aber wenn du genau weißt welche Aktien du kaufen willst kannst du da aktiv ein bisschen was optimieren.

    Gruß Steve

  44. Thomas der Sparkojote

    Hallo S.

    Atemberaubende Geschichte! Ich komme aus einem ähnlichen Background, bin noch 20 Jahre jung aber schon von zu Hause ausgezogen. Für mich hat sich der Auszug im Nachhinein finanziell nicht mehr belastet, da ich meine Eltern gut unterstützt habe mit meinem Gehalt (während und nach der Ausbildung).

    Mein Depot ist zwar noch nicht 100’000 CHF schwer (Momentan 46’000 CHF Marktwert), dafür peile ich gegen Ende des Jahres 100’000 CHF an Nettovermögen an. Ich investiere bewusst nicht nur an der Börse (nur ca 50%), ausserdem habe ich ein eigenes Business indem viel Geld investiert ist in Form von Lager/Warenbestand. Ich denke du wirst die finanzielle Freiheit schnell erreichen, wenn du weiter so machst wie bisher das Mindset und der Wille ist da. Vermutlich wird die finanzielle Freiheit etwas ernüchternd sein, da du wieder anfangen wirst zu Arbeiten mit dem Unterschied das es eigene Projekte und Unterfangen sein werden. Das wäre zumindest mein Weg.

    Für alle diejenigen die sagen es sei ein Zuckerschlecken, man bekäme alles in den Ar*ch geschoben von den Eltern. Pustekuchen… In wenigen Fällen wird das so sein, aber die meisten die so viel Geld haben in jungen Jahren erarbeiten es sich und investieren intelligent. Es ist oftmals eine Lifestyle-Entscheidung, fancy Auto, grosses Haus/Wohnung, Designer Möbel, jedes Jahr neuer PC/Smartphone etc.

    Ich vertrete ausserdem die Meinung, das jeder der etwas zu Motzen hat, es selbst in der Hand hat seine Situation zu ändern. Wenn man einen höheren Lifestyle möchte oder was auch immer muss man mehr dafür machen oder schlicht weg effizienter und besser als andere sein. Man muss sich der Leistungsgesellschaft anpassen und das System für sich nutzen, ansonsten nutzt das System einem selbst aus.

    Gruss
    Thomas

  45. Freelancer Sebastian

    @ S.

    Prima Ausführungen! Da finde ich mich wieder.

    Mein „Lieblingsspruch“ in der Kindheit: „Das macht man so“. Und warum bitte? „Na ja, ist halt so….!“ Aha, alles klar…

    Mit dem Konsum- und Lebensverhalten der breiten Masse konnte ich nie etwas anfangen. Das zieht sich bis heute hin. Auto, Klamotten, Smartphone, Schmuck, Status? Wofür der Schnickschnack?

    Vielleicht besser meditieren, bewegen, gesund ernähren, reisen, lesen, lernen, lieben?

    Aber was soll´s – aufregen tue ich mich nicht mehr darüber. Warum auch? Jeder, wie er mag. Mit allen Konsequenzen….

  46. Daniel

    Hi,

    wieder einmal eine interessante Geschichte. So etwas in dem Alter ist selten. An Tips hätte ich eigentlich nicht viel zu sagen, außer vielleicht dem üblichen alte-Leute-Geplaudere, dass es auch mal an der Börse massiv nach unten gehen kann und eine Aktien all-in Strategie die sich seit Jahren immer mehr durchgesetzt hat, kontraproduktiv auswirken kann. Dann ist es eben dein Gesamt-Depot was um 75-80% einbrechen kann und nicht um 30-40% wenn man Anleihen und Tagesgelder BEWUSST mit in die Asset-Allokation aufnimmt. Ein Depot benötigt meines Erachtens auch stets Stabilität. Aktien bringen Gewinn aber nicht primär Stabilität.

    Die Konzentration von Aktien ist ein Weg den viele Superreiche verfolgen. Allerdings sollte man bedenken dass hier ganze Finanzabteilungen für diese Menschen arbeiten. Ich würde dir deshalb nach wie vor raten dein Aktienportfolio weiter zu streuen bzw. zu diversifizieren oder aber in einen marktbreiten Indexfonds wie den MSCI WORLD oder den US S&P 500 zu gehen.

    Apple ist für mich ein kritisches Unternehmen. Ich weiss nicht ob es Jens Rabe oder Lars Erichsen war die dies zurecht anmerken…es gibt kaum  IT-Unternehmen welche 30 Jahre überlebt haben, Ausnahme z.B. IBM (deren Zukunft offen ist) oder Mircosoft.  Sowas ist bei Buy-And-Hold kritisch. Für mich ist das Unternehmen Apple gnadenlos überbewertet. Der Gesamterfolg hängt von 2 wesentlichen Produkten ab, dem iPhone und dem iPad. 2-3 Jahre hintereinander ein Flopp und es sieht richtig düster da aus. Große Innovationen im Vergleich zu Amazon vermisse ich seit Jahren. Für mich ist das Unternehmen in keinster Weise mit einer Microsoft vergleichbar, welche in zig Sparten Umsätze generiert (Cloud, Office, Server-Lizenzen, Spielekonsole, Tablet etc.) und sich so bei Einbrechen eines Marktes schnell verschieben kann.

    Ich sage damit nicht „schick das Apple Zeug zum Teufel“ sondern warne davor sich allzusehr auf dieses Unternehmen einzuschießen. Große Konsumgüterhersteller sind langfristig um einiges stabiler, insbesondere wenn die nächste Korrektur kommt. Amazon, Netflix, Apple und wie sie alle heissen sind eher spekulative Aktien.

    Gruss Daniel

  47. C.

    @ S:

    Super Einstellung und super Depot. Davor kann man nur den Hut ziehen.

    Was den Konsum und v.a. den Lifestyle der jungen Generation betrifft: darüber kann ich auch nur den Kopf schütteln.

    Mach weiter so und danke für’s Teilen deiner Geschichte!

  48. Sparta

    @S

    Beeindruckendes Mindest in dem Alter!

    90% Sparquote… hm, wie geht da ein 2 wöchiger Thailand-Urlaub bzw. weitere Urlaube (gerade bei 10% vom Azubi-Gehalt)? Gehst Du in dem Alter von 18-21 nicht weg, feiern, Mädels etc.? Wie kommst Du in die Arbeit/Studium (Fahrrad/zu Fuß)? Klamotten/Kino? Alles von den 10 %?

    Bei 600 € monatlich à 3 Jahre komme ich auf 21.600 € und bei 1,5 Jahre Industriemechaniker mit à 1,7 k komme ich auf 30.600 €… und schätzen wir mal ca. 5 k Geschenke/Konto bis zum 18.  habe ich noch ca. +/- 13 k Differenz (könnte das halbe Jahr duales Studium sein?). Die Wertsteigerung von +20 k war in einer guten Börsenphase, scheint aber auch über Indexschnitt zu sein…

    Fast schon gnadenlos effizient von 16 – 21. Es gibt auch Eltern, wo die arbeitenden Kinder monatlich für`s (gratis) Wohnen/Essen was abgeben sollen.

    6 Jahre früher als ich. *grummel* 😉 Super Leistung!

     

  49. shazad.de

    @ S.

    Hättest du mal Lust auf ein kleines Interview für meinen Blog?

    Wenn ja, kannst mich ja gerne anschreiben, Interview würde natürlich auch anonym veröffentlicht werden wenn du willst.

     

    Gruß

     

  50. S.

    @Thomas/Sparkojote:

    Seit kurzer Zeit verfolge ich auch Deinen Blog, sehr beeindruckend, was Du schon erreicht hast! Ansonsten kann ich all Deinen Aussagen uneingeschränkt zustimmen! 🙂

     

    @Freelancer:

    Früher habe ich mich tatsächlich darüber aufgeregt, mittlerweile weiss ich aber auch, dass die Menschen eben sind, wie sie sind und ich allein auch nicht die Denkweise der ganzen Welt verändern kann und das auch garnicht will. Verstehen tue ich vieles jedoch immer noch nicht…

     

    @Daniel:

    Danke für Deine Anmerkungen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist Apple meiner Meinung nach im Vergleich zum Gesamtmarkt nicht zu teuer, aber nach dem starken Anstieg natürlich auch nicht gerade billig.

    Du schreibst, der Erfolg hängt von 2 Produkten ab, lustig dass Du in diesem Zusammenhang das iPad erwähnst, welches viele Quartale in Folge schon schlechtere Verkaufszahlen liefert als das jeweils vorherige Quartal. Übrigens sind die Umsätze des iPads geringer als die mit Macs und sogar geringer als die „Service-Revenues“(!)

    Warum ich übrigens glaube, dass das iPhone so extrem Erolgreich ist?(Apple ist quasi der einzige Anbieter mit Samsung zusammen, welcher im Smartphonebereich gewinne erzielt) -> Psychologie: Das iPhone ist ein Produkt, welches man immer mit sich trägt und somit für jeden Sichtbar ist. Sitzt Du mit dem iPhone in der Bahn oder im Bus, sehen die Leute dass Du ein iPhone hast. Perfektes Statussymbol.Und wie wir hier wissen legt die Masse extremsten Wert auf Statussymbole, man muss ja zeigen was man hat*lach*.

    Des weiteren erwähnst Du, dass Dir die Innovationen fehlen, ein oft verwendetes Argument. Dazu muss ich jetzt einfach mal sinngemäß Tim Cook zitieren, welcher auf die Frage, warum man denn so spät dran sei mit dem „HomePod“ (Amazon hatte schon Jahre früher einen „Smarten Lautsprecher“) antwortete: „Wir hatten nicht das erste Smartphone, wir hatten nicht den ersten MP3-Player, wir hatten nicht das erste Tablet. Aber wir hatten das BESTE smartphone, den BESTEN MP3-Player, das BESTE Tablet. Wir haben kein Interesse daran der erste auf dem Markt zu sein, wir wollen der beste sein!“ -> So ein Management wünsche ich mir! Und das ist nicht nur geschwafel von Herrn Cook, sondern tatsächlich so.

    Es gab schon lange Bluetooth Kopfhörer, Apple schmeisst die AirPods auf den Markt und wird sofort Marktführer, aus dem nichts! Es gab Spotify schon Jahre vor AppleMusic. AppleMusic kommt auf den Markt und is auf anhieb mit Spotify zusammen einer der größten Musik-Streaming-Anbieter.

    Es gibt mehr als 1-Milliarde aktive Apple Geräte auf dieser Welt. Dies führt dazu, dass Apple selbst aus dem nichts andere Unternehmen überholen kann mit neuen Produkten, obwohl die anderen vllt. schon Jahre lang in diesem Bereich aktiv sind. Ich kenne kein Unternehmen mit so treuen Kunden wie Apple. Warum sind die Kunden so treu? ->Psychologie. Apple weckt Emotionen. In Sachen Design kann kein anderer mithalten. Gleichzeitig sind die Produkte Qualitativ sehr hochwertig.

    Was Apple von anderen Tech-Unternehmen unterscheidet? Sie haben ein komplettes Ökosystem, welches bei genauerer Betrachtung genial ist. Alle Produkte funktionieren ohne Probleme miteinander. Software und Hardware kommen aus einem Haus.

    Wo sehe ich Potential für Apple? Puuuuh der Absatz könnte unendlich lang werden, deswegen nur ein paar Punkte: Marktanteil in Indien: ca.2%(!)… Allgemein in den ärmeren Ländern geringe Marktanteile. Daraus folgt: Noch viel Potential! ApplePay: Bis jetzt in wenigen Ländern vertreten (glaube weniger als 20), nicht auszumalen was passiert wenn es mal in jedem Land der Welt ausgerollt ist. AppStore: Duopol mit Android, stark wachsender Markt.

    Übrigens: Ich habe nur ein Apple Produkt, einen iMac. 😉 Ich bin nicht in das Unternehmen verliebt und betrachte die Sachen auch kritisch, aber wenn man sich genauer mit dem Unternehmen beschäftigt überwiegen meiner Meinung nach deutlich die Chancen!

    S.

     

  51. S.

    @Sparta:

    Den Urlaub betrachte ich als „Sonderausgabe“ und habe ihn somit nicht in die Sparquote einfliessen lassen, dort zähle ich nur „laufende“ Kosten rein.

    Feiern ist tatsächlich überhaupt nichts für mich, fühle mich dort nicht besonders wohl, bin eher froh wenn ich meine Ruhe habe. Ich verbringe sehr, sehr viel Zeit mit Lesen. Schaue mir gerne Präsentationen von Unternehmen an oder lese deren Geschäftsberichte etc.

    Wenn ich raus gehe, dann treffe ich mich einfach so mit Freunden und gehe z.B. in den Park oder so, wenn die anderen sich dann halt nen Kaffee bei Starbucks holen oder so, gehe ich zwar mit, verzichte aber gerne auf den Kaffee… 😉 Es muss nicht immer Geld ausgeben werden, man kann auch raus gehen und Spaß haben ohne das Kosten entstehen.

    Seitdem das Studium angefangen hat gehe ich jedoch tatsächlich deutlich weniger raus als früher, da besonders vor Klausuren, schlicht und einfach keine Zeit vorhanden ist. Zur Hochschule komme ich mit dem Bus und anschließend mit der Bahn. Als Student zahle ich deutlich weniger für das Ticket als normal und kann im ganzen Netz zu jeder Zeit Bus und Bahn fahren.

    Meine Performance dürfte tatsächlich etwas über dem Markt liegen (genau ausgerechnet habe ich es nicht), was aber in den Jahren auch keine Kunst war. Schon alleine durch die Währungen dürfte ich viel Gewinn gemacht haben. Bester Wert ist Fresenius mit 112% Plus, gefolgt von Alphabet mit ca. 90% Plus. Es gibt auch einen Wert der aus der Reihe tanzt, Stericycle, mit ca. 37% Minus. Ansonsten bin ich mit den meisten Werten deutlich 2stellig im Plus und nur mit 3 Werten leicht im minus (bis zu-10%). Aber wie gesagt, man hätte wohl in den letzten Jahren so gut wie jede Aktie kaufen können und hätte heute nen schönes Plus.

     

    @Shazad:

    Wenn Du Interesse daran hättest, gerne. 🙂

  52. lalucky

    @ S.

    Super Werdegang, ist schon toll, in so jungen Jahren so viel zu sparen. Deine Eltern sind bestimmt und mit Recht stolz auf Dich.

    Was mir jedoch immer „sauer“ aufstößt ist die Tatsache, dass man in der Zeit mit einem Verdienst von 1.700 € seinen Eltern keinen „Kostgeldbeitrag“ zahlt? Also in der Lehrzeit keine Frage, obwohl ich Fälle kenne, die selbst da schon die Hälfte abgeben „mussten“. Ich brauchte das nicht, aber als ich Geld verdient habe, war es mir ein Anliegen, einen Anteil zum Leben beizusteuern. Auch so lernt man, dass nichts umsonst ist und eine Planung unabdingbar. Einfordern tun Eltern so etwas meistens nicht.

     

     

  53. steve

    @lalucky

    wo steht das, dass man seinen Eltern was für Kost und Logis abgeben muss, wenn man als Junger Mensch seine ersten Kröten verdient und die Eltern offensichtlich nicht am Hungertuch nagen. Es wäre sonst schwer zu erklären wieso er jetzt darüber nachdenkt für die Eltern an der Börse zu investieren. Das ist eine kann Regel und völlig klar dass man seine Eltern unterstützt wenn sie es brauchen. Aber völlig daneben ihn hier deswegen ein schlechtes Gewissen einzureden, oder Fehlverhalten vorzuwerfen oder was immer dein Ziel ist. Ich muss mich verbeugen dafür dass er den Mut hatte Apple nach 30% Verlust nachzukaufen sowie die Aussagen die er in seinen Kommentaren trifft und der Motivation Schulabschlüsse/Ausbildung zu erwerben oder nachzuholen. Heißt nicht das ich seine Aktienauswahl 1 zu 1 bestätige habe genau 1 aus seinen Depot. Liegt natürlich daran das ich mir ein bisschen Risiko an der Börse erlaube wie weiter oben zur Warnung ausgeführt.

    Gruß Steve

  54. Mark85Mark85

    An Björn: Nachdem du nur Antworten erhalten hast, die sich gegen die Sparplanvariante aussprachen, werde ich als Indexfonds-Liebhaber nun mal die Gegenposition einnehmen: 1,75 Prozent (bist du bei der Ing-Diba?) oder 1,5 Prozent bei der Consorsbank klingen erst mal nach viel, aber sie fallen nur einmalig an und es gibt danach im Gegensatz zu Indexfonds keine laufenden Kosten mehr.

    Dafür hat man die Möglichkeit, relativ schnell sein Wunschdepot mit all den Titeln zusammenstellen zu können und kann diese viel häufiger durch Nachkäufe bedienen, was zu Glättungen in den einzelnen Einstandskursen führt. Auch fällt das Ausbalancieren leichter: Ich würde wahrscheinlich dafür sorgen, dass langfristig kein Titel deutlich stärker als die anderen gewichtet ist, also für eine ausgewogene prozentuale Verteilung sorgen, um das Gesamtrisiko zu verringern.

    Zuletzt gibt es noch eine psychologische Motivationskomponente: Es werden schneller Fortschritte im Depot sichtbar, weil sich monatlich immer viel Neues im Depot tut.

    Aus diesen Gründen (titelmäßige und zeitliche Diversifikation und psychologische Motivation) würde ich in diesem Fall die einmaligen Kosten in Kauf nehmen. Später, wenn das Depot erwachsen geworden ist, kann man immer noch auf Einzelkäufe umsteigen. Gut, Ich würde ja gleich in Indexfonds gehen, aber es wurde gezielt nach Einzelaktien gefragt. 😉

  55. Djerun

    @ Fit und Gesund, Ralf & Co.:

    Lest meinen Beitrag erneut. Wenn ihr ihn falsch lest und Frust interpretiert, dann solltet ihr euch mit Kommentaren zurück halten. Ansonsten werde ich auch beleidigend.

    Ich habe mich weder positiv noch negativ über S. geäußert.

    Was scheinbar eine große Anzahl an Teilnehmern in diesem Blog vergessen ist, dass es nicht nur ums Sparen geht, sondern man muss auch erstmal die Möglichkeiten haben um zu sparen.

    Und mit 21 haben dies die allerwenigsten…und wer mit 21 schon in Summe hohe fünfstellige Beträge verdient hat, kann sich einerseits über sein Glück freuen (und natürlich auch über seine Leistung), sich aber andererseits auch dafür schämen, weiterhin den Eltern wie ein Schüler auf der Tasche zu liegen und nichts finanziell beizusteuern.

     

    @Mark85: Ich lasse mich auch gern bekehren. Letztendlich ist richtig was du sagst…der Normalbürger wird sich hierher nicht verirren, sondern diejenigen, die entsprechend Kapital besitzen und sich mit Finanzen beschäftigen.

    Letztendlich ist es auch wie Facebook…gepostet wird immer nur von denjenigen, denen es „gut“ geht. Die gescheiterten Börsenexistenzen werden wohl still halten.

     

    Somit ist der Weg von S. ein toller hinsichtlich finanzieller Freiheit, auch wenn durch Randbedingungen ermöglicht.

     

    Aber ich bin mit 20 lieber mit Freunden auf den Ballermann geflogen, habe statt 800 € nur 300 € gespart und die restlichen 500 € im 2 Sternehotel und einem Eimer Sangria in der Hand verjubelt.

    Dafür wird S. in meinem Alter wahrscheinlich die Million voll haben.:D

     

  56. Jan

    @Djerun,

    wer Artikel und damit die Vita eines anderen als „Müll“ bezeichnet, der darf sich nicht über Reaktionen wundern. Wie man es in den Wald rein ruft, so schallt es zurück.

    Und du machst es weiter. Du redest über das Schämen im Zusammenhang mit dem Hausgeld, welches er nicht zahlen muss. In Folge meiner Qualifikation als Führungskraft musste ich in einem Seminar lernen: Niemals diskutiert man über Werte, das führt ausschließlich zum offenen Streit. Außer man möchte Streit. Denn was möchtest du nun von S. hören? Ja, du hast recht, seine Eltern bräuchten das Geld und er ist eine Zecke auf Kosten seiner Eltern die vor Scham in den Boden sinken sollte? Das wirfst du ihm vor. Es ist bei einer Wertediskussion aber von Vornherein nicht möglich und aussichtslos eine Übereinkunft zu erzielen. Du kennst seine Eltern nicht, du kennst ihn nicht und du kennst deren Werte nicht. Daher muss sich hier erst mal niemand schämen.

    Schöne Grüße

    Jan

  57. Mark85Mark85

    An Djerun: Eine gewisse Portition Glück spielt natürlich bei jeder Erfolgsgeschichte mit. Es gibt Zufälle, Fügungen und Wendungen im Leben, die man nicht direkt oder gar nicht beeinflussen kann. Der Zufall meldet sich schon bei der Geburt zu Wort: Geburtsland, Geburtsort, Geburtszustand und Elternhaus. 😉

    Klar, man sollte natürlich nicht die Augen vor den Menschen in der Welt verschließen, die nicht so gute Startbedingungen ins Leben hatten und generell über viel weniger Möglichkeiten im weiteren Leben verfügen. Deshalb bin ich für vieles in meinem Leben dankbar und spende regelmäßig.

    Ich kenne dein Alter und deinen Vermögensstand nicht, aber wir befinden uns hier zum Glück nicht in einem Wettkampf. In erster Linie interessieren mich die Lebensgeschichten hinter den Zahlen. Wie jemand etwas geschafft oder sein altes Leben hinter sich gelassen hat, weil er nach positiven Veränderungen strebte.

  58. lalucky

    @ Steve

    Ich will ihm kein schlechte Gewissen machen, ich weiß ja auch nicht, was und wie alles mit seinen Eltern geregelt ist. Mir fällt nur immer wieder auf (auch im Umfeld) dass die jungen Leute keine Eigenverantwortung für ihr Leben übernehmen (können), weil es schlicht nicht notwendig erscheint. Aber irgendwann sind Eltern mal nicht mehr bereit oder schlicht nicht mehr da. Was dann? Nie gelernt Behördengänge zu machen? Was ist notwendig, wenn man allein wohnt oder eine Familie gründet? Wäsche waschen? Putzen, Kochen? Wie gesagt, es geht hier nicht um S. sondern allgemein. Ich will hier niemandem zu nahe treten. Ich tue auch alles für mein Kind. Aber mir geht es einfach darum, dass Kinder nicht nur groß werden, sondern erwachsen (ganz ohne Hotel Mama) und ganz ehrlich Steve, auch die Eltern verdienen ihr Geld. Dann daher zu kommen und zu sagen. “ Sie nagen ja nicht am Hungertuch“ finde ich sehr respektlos den Eltern gegenüber.

    Liebe Grüße

  59. S.

    @lalucky, Djerun:

    also das Thema Geld abgeben an meine Eltern war bei uns nie ein Thema. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass wenn ich ihnen etwas überweisen würde, sie es zu 99,9% garnicht annehmen würden. Letztendlich sehe ich auch gar keinen tieferen Sinn dahinter, wenn meine Eltern finanzielle Probleme hätten und jeden Monat gerade so über die Runden kämen, dann wäre das etwas anderes, aber was bringt es ihnen denn jetzt, wenn ich ihnen jeden Monat 400 Euro überweise, dann sparen sie anstatt 300 Euro 700 Euro und ich eben 400 Euro weniger, wow!

    Ich weiss ja nicht, aber für mich ist es normal, dass die Eltern einen unterstützen, wenn nicht sie, wer dann?! (Ich meine hier unterstützen im Sinne von kostenlos zu Hause wohnen lassen und nicht jeden Monat 1000 Euro Taschengeld).

    Schämen tue ich mich dafür keinesfalls. Es wäre was anderes wenn ich schon Ingenieur wäre und 30 Jahre alt und dann noch zu Hause kostenlos lebe, das wäre in der Tat etwas merkwürdig.

    PS: Jeder Hauptschüler/Realschüler der eine technische Ausbildung macht hat bis er so alt ist wie ich aktuell mehr Geld verdient als ich, da ich durch das Studium wieder weniger Gehalt habe als als normaler Arbeiter. Und glaub mir, davon gibt es zumindest hier im Südwesten mehr als genug. Und die allermeisten die ich kenne wohnten zumindest bis ca. 0,5-1 Jahr nach der Ausbildung immer noch zu Hause oder leben sogar noch zu Hause und müssen nichts abgeben. Und keiner von denen denkt auch nur an Vermögensaufbau/Sparen, obwohl die mit Schichtzulage und Prämien teilweise 2.500 Euro Netto bekommen.

    Soviel zum Thema, es muss erstmal die Möglichkeit zum sparen bestehen, das stimmt natürlich, aber zumindest hier wo ich lebe, hätten sehr viele Leute die Möglichkeit, nur nutzt sie keiner.  Kann natürlich nichts dazu sagen wie es im Rest von Deutschland aussieht… Aber wahrscheinlich gehen die meisten Leute in dem Alter eben nach Malle und besaufen sich und sagen dann sie hätten ja garnicht die Möglichkeit zu sparen, das ist jedenfalls eher das was ich in der Realität erlebe….

    Aber wie weiter oben schon erwähnt wurde, führt diese „Diskussion“ wahrscheinlich zu nichts, da sowieso jeder eine etwas verzerrte Wahrnehmung durch seine persönlichen Erlebnisse und sein Umfeld hat…

    Alles nur meine Meinung,

    Gruß S.

  60. Slazenger

    S.

    also ich bin ende Fünfzig, seit mitte der neunziger an der Börse aktiv, und mich überrascht wie weit ein junger Mann mit 21 J. Sein kann, Respekt!

    ich würde gerne noch etwas mehr ,als du oben kurz angeschnitten hast , zum Potential lesen , das du bei Apple siehst, a. Weil ich auch in meinem Alter noch gerne dazu lerne und b. Weil ich Apple bislang nicht so auf der Watchlist habe !

  61. Lalucky

    @ obama

    Find ich ja klasse, dass dein Junior schon alleine die Aktien aussucht und kauft. Bei uns kaufe ich in Absprache mit ihm.

    @ S.

    Wie gesagt, du kannst stolz auf dein Erreichtes sein.

  62. Mattoc

    „In meiner Qualifikation als Führungskraft“…jetzt werden aber harte Geschütze aufgefahren. Ich muss weg, habe noch Hack im Auto.

  63. Jan

    Ja, das ist vielleicht etwas missverständlich formuliert, Mattoc. In unserem Unternehen müssen neue Führungskräfte eine Seminarreihe die knapp 2 Jahre geht besuchen. Das meinte ich mit „meiner Qualifikation“, also das Seminar. Ich meinte damit nicht meine persönliche Kompetenz. Siehe auch den restlichen Satz.

    Schöne Grüße

    Jan

  64. Sparta

    @Jan

    „Niemals diskutiert man über Werte, das führt ausschließlich zum offenen Streit.“

    Was ist so schlimm an einer Werte-Diskussion? Gegen unbewusste Überzeugungen kommt man argumentativ nicht bzw. so gut wie nie an, oder?

    Also immer den anderen erst bestätigen und dann versuche umzudrehen wie bei Carnegie? 😉

    @S.

    Von der Denkweise und Struktur bist Du echt weit für Dein Alter…  ich habe da in dem Alter rum gegrübelt, was wenn ich lange spare und investiere und dann ein dickes Depot habe, was nutzt es mir alleine, da ich ja auch immer noch ne nette Immo als zweiten Traum hatte. Ich wollte beides….

    Allerdings als soziale Wesen, die wir nun mal größtenteils sind, gegen das Umfeld in dem jungen Alter komplett sich ab- bzw. auszugrenzen, weil man kein Durchschnitt sein will… ist schon hart, bzw. scheinst Du lockerer zu nehmen als ich damals. Ich hatte damals schon Flausen und Dummheiten im Kopf. 😉

    Es gibt zudem einige Faktoren (Pro- und Anti-Promotoren für den Vermögensaufbau), die sich erst mit zunehmenden Alter zeigen werden.

  65. Wolle

    Herrgott, das sind ja teilweise Kommentare, die Du nur in vom Sozialneid durchsetzten Deutschland bekommen kannst.

    Schaut Euch mal als Gegenbeispiel die Bogleheads oder den neuen Blog von Dividend Mantra an.

    Von mir aus kann hier jeder Multimillionär sein. Bringt mich kein Stück weiter und schadet mir auch nicht.

  66. Pete

    Guten Morgen,

    da es in diesem Beitrag u.a. mal wieder um die Sparquote (SQ) geht, möchte ich gerne nach Eurer Meinung zur Berechnung / Definition dieser fragen:

    SQ =  (Summe Anlage in Aktien/ETF, Anleihen, Rohstoffe, REITs, etc., Tages-/Festgeld) / (Netto-Einkommen); mit mtl. oder jährl. Berechnungsgrundlage.

    Wie sieht das Ganze mit (zusätzlicher) Anlage in eine Fremdfinanzierte, vermietete Immobilie aus, mit Annuitäten-Darlehen, also Darlehenszinsen, Tilgung und Mieteinnahmen (vereinfacht ohne steuerliche Betrachtung):

    DL-Zinsen = Kosten, gehen nicht in die Berechnung ein

    Tilgung: Sparen, also als in den Zähler packen? Oder kein Einbezug, da die Immobilie ja noch der Bank gehört.

    (Netto-) Mieteinnahme: Betrag nach Abzug der DL-Zinsen als Summand in den Zähler packen?

    Oder läßt sich dieser ganze Vorgang nicht in der SQ unterbringen, sondern erst nach vollständiger Tilgung?

    Ich bin auf Eure Einschätzung und Meinung gespannt, da ich selber hier nicht so ganz klar sehe.

    Viele Grüße, Pete

  67. Claus

    Ich freue mich über Erfolgsberichte jeder Art.

    Es liegt in der „Natur der Sache“, dass erfolgreiche Menschen entweder bereits bestens verdienen oder verdient haben und hieraus ein Vermögen entwickeln.

    Nur von erfolgreichen Menschen kann man lernen, finanziell frei und unabhängig zu werden!

    Wer ein „normales Einkommen“ hat, wird von einem Hartz4-Empfänger sicherlich nichts lernen können, was ihn finanziell voran bringt.

    Erfolgreiche Menschen zeichnet aus, dass sie in jeder Situation immer wieder einen Weg finden, um ihren Erfolgskurs fortzusetzen.

    Gerade Menschen, die vielleicht nicht ganz so erfolgreich sind oder am Anfang ihres Vermögensaufbaus stehen, sollten daher für solche Berichte dankbar sein. Fast aus jeder Geschichte läßt sich etwas Positives für den eigenen Weg „mittnehmen“.

    Ich bin nun 58 und finanziell frei. Trotzdem lerne ich täglich dazu und verbringe einen grossen Teil des Tages damit, zu lesen und mich weiterzubilden. Hierin sehe ich auch den „Schlüssel zum Erfolg“.

    Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen. Nörgeleien und Gejammer gehören sicherlich nicht dazu.

    @ S

    Glückwunsch zu Deinem bisherigen Erfolg. Du wirst es weit bringen, wenn Du „geerdet“ bleibst.

    Dein Depot ist sehr ordentlich. Dennoch würde ich einige Werte „überdenken“:

    Apple:
    Die starke Übergewichtung würde ich (bei steigenden Kursen) abbauen und lieber einen/zwei weitere Werte hinzunehmen. Auch wenn Du von dem Unternehmen begeistert bist. Passe auf, dass Dir diese Aktie nicht Dein Depot ruiniert, besonders, wenn Du evtl. vorhast, hier noch weiter aufzustocken…

    Hugo Boss:
    Wäre nichts für mich

    Munich Re:
    Kann man haben, auf Dauer könnte es aber bessere Werte geben wie z.B. Aflac.

    Target:
    Würde ich verkaufen, enorme Konkurrenz (WalMart, Amazon…), Hohe Kosten, sinkende Margen in der Branche. Ich meide diese Branche und habe mich vor einer Weile von WalMart getrennt.

    Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und stets grüne Zahlen im Depot!

  68. S.

    @Claus:

    danke für Deinen Kommentar. Ich lese Deine Kommentare sehr gerne, man merkt, dass Du viel Erfahrung hast, ich denke von Dir kann man eine Menge lernen.

    Was Apple angeht, hier werde ich die Position erstmal so halten, aufstocken werde ich hier in nächster Zeit nicht, jedoch auch nichts verkaufen, da durch die monatlichen Käufe der Anteil am Depot sowieso reduziert wird. Die „extreme“ Übergewichtung kam vor allem auch zustande, durch die Monate lange Unterbewertung (Meiner Meinung nach) der Aktie. Konnte zu diesen Kursen einfach nicht widerstehen.

    Hugo Boss: habe ich zu durchschnittlich 55,xx Euro gekauft, nachdem sie von ca. 120 Euro kamen. Ist eine weltweit anerkannte Marke, die neue Strategie gefällt mir. Durch meinen „niedrigen“ Einstand habe ich mir eine relativ gute Divi-Rendite gesichert. Starkes Wachstum erwarte ich hier nicht, aber denke zum halten ist die Aktie ok, kann allerdings auch gut verstehen, dass sie nicht jedem gefällt. Die Modebranche generell finde ich auch nicht wirklich attraktiv, mein Investment in Hugo soll hier die Ausnahme bleiben.

    MunichRe: Hab ich eigentlich nur als stabilen Wert mit hoher Divi, da ich so viele Werte mit niedriger Dividende habe. Aflac habe ich mir noch nicht näher angeschaut, danke für den Tipp.

    Target: Finde hier nur, dass der Markt da etwas übertreibt. Alles was Du geschrieben hast stimmt zwar, aber: Die Konkurrenz ist doch schon immer relativ groß in dem Bereich und wahnsinnige Margen wurden hier noch nie verdient. Solange Target überlebt (wovon ich ausgehe) werde ich die Aktien einfach halten. Gerade durch Amazon denke ich wird das ganze Thema etwas gepusht, mal schauen was die Zukunft hier bringt.

    PS: Verstehe den ganzen Hype um Amazon sowieso nicht, für mich ist da auf den ersten Blick überhaupt keine Strategie erkennbar (habe mich aber auch nicht näher mit Amazon beschäftigt). Mir kommt es so vor, als ob die mit aller Gewalt auf jedem Markt mitspielen wollen, ob das der richtige Weg ist, ich weiss ja nicht…

     

    @Slazenger:

    Zu Apple kann ich vllt. später noch etwas mehr schreiben, muss jetzt erstmal weg.. 🙁

  69. Slazenger

    @Claus

    ich denke aktuell darüber nach mich von 3M zu trennen, obwohl ich das Unternehmen sehr schätze, und auch grundsätzlich von dem Geschäftsmodell überzeugt bin. Allerdings ist das KGV im Moment mit fast 22 sehr hoch und deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Wie denkst du grundsätzlich darüber? Einfach mal Gewinne mitnehmen, oder stures Buy and Hold betreiben wie Tim das macht?

    Wie siehst du aktuell Disney, KGV 16, Aussichten langfristig ganz gut,die Probleme mit der TV Sparte sind mir bekannt,  ist ja auch ein Burggraben Unternehmen alleine durch die Marke!

  70. Fit und Gesund

    Guten Morgen,

    ich möchte hier nur meine Meinung zum „Geld abgeben daheim“ darlegen,

    meine Eltern waren beide berufstätig, mein Vater früh verstorben, so bekam ich Halbwaisenrente, diese durfte ich vollumfänglich für mich selber verwenden, sprich Kleider oder Bücher oder sonstwas kaufen, für Essen musste ich nix abgeben, meine Mutter verdiente auch ganz gut. Mit 17 bin ich von zuhause ausgezogen, ich wollte in die weite Welt und schauen was es da so gibt. Ich bin aber immer wieder sehr gerne heimgekommen und hab mich dort von Muttern verwöhnen lassen (sie kochte 1A)

    Meine Mutter wollte mir während Jahrzehnten immer wieder was zustecken, ich lehnte das bis auf einmal strikt ab, ich verdiente mein eigenes Geld, sie verstand das oftmals nicht so, es bereitete ihr Freude mir was „Gutes“ zu tun,

    als meine Mutter älter wurde kümmerte ich mich dann um sie, es ist ein Geben und ein Nehmen, ich finde es super wenn die Eltern von S. ihrem Sohn einen tollen Lebensstart ermöglichen, ich bin sicher sie fänden es seltsam wenn der Junge nun anfinge und ihnen Geld zukommen lassen würde, sie haben vermutlich grosse Freude an ihrem Kind, er hat erst seine Lehre gemacht und studiert nun, sie werden sein Geld auch nicht brauchen. Für mich stimmt das völlig, eines Tages wird S. sich dann um seine alten Eltern kümmern (zumindest stell ich mir das so vor), dafür wird er dann auch kein Geld nehmen wollen.

    Müssten sich seine Eltern aber krummlegen damit S. studieren könnte, dann würde ich schon erwarten dass er 1. zackig sein Studium absolviert, 2. einen Nebenjob annimmt und dann wenigstens eine Art symbolischen Beitrag zum gemeinsamen Lebensunterhalt beitragen würde, danach sieht es aber bei S. eben nicht aus.

    In all diesen Geschichten hier erfahren wir doch nur einen Bruchteil vom wirklichen Leben der Menschen. Dies hier fand ich aber einfach eine besonders schöne Geschichte, ich selber war nicht so vernünftig in dem Alter.

  71. Mattoc

    Hallo zusammen,

    mir ist nicht ganz klar, warum viele so oft von der Sparquote reden. Tim macht das auch, aber ich kann den unmittelbaren Zusammenhang mit der finanziellen Unabhängigkeit nicht erkennen.

    Aus meiner Sicht müssen folgende Fragen unter Bezugnahme auf die FU beantwortet werden:

    1. Wie hoch sollte mein Depotstand sein, damit ich mich persönlich als finanziell unabhängig bezeichnen kann?

    Die Antwort auf die Frage ist höchst individuell, da es verschiedene Konzepte zur Nutzung des Depots in der Phase der finanziellen Unabhängigkeit gibt, z.B. 3%-Regel, 4%-Regel, Entsparen des Depots, Leben von Dividenden, verkaufen des Depots, Sofortrente (meistens schlechte Lösung), Kombination aus all dem, u.a.

    Außerdem sind die berufsbedingten Ausgaben für Transport, Wohnraum, Kleidung etc. oft wesentlich während der Ansparphase. Diese Kosten können aber in der FU-Phase teilweise oder vollständig wegfallen. Daher lässt sich meiner Meinung nach nicht gut über prozentuale Sparsumme auf den Zeitpunkt der FU rückschließen. Auch wenn alle mir bekannten Rechner das so tun.

    2. Wieviel Geld kann ich persönlich absolut im Monat sparen und investieren?Hier ist doch nur der absolute Betrag im Durchschnitt auf lange Sicht relevant. Mit dem prozentualen Wert, auch wenn ich ihn manchmal berechne, kann ich nicht viel anfangen, wenn es um meine persönlichen Ziele geht.

    3. Durch Division von 1. durch 2. ergibt sich (sehr vereinfacht und ohne Berücksichtigung der Depot-Performance) die Anzahl Monate bis zu meiner persönlichen FU.

     

    Ein Beispiel, das die Unbrauchbarkeit der Sparquote, also der prozentualen Angabe des monatlichen Sparbetrags unter Bezugnahme auf den Zeitpunkt der FU zeigt, ist die Geschichte von S.

    Sobald S. zuhause auszieht und die Entwicklungsaufgaben des Jugendalters nach Hurrelmann (Qualifizieren, Binden, Konsumieren und Partizipieren) abgeschlossen hat 🙂 (und ich bin zuversichtlich, dass er das locker schafft – Binden ist oft besonders teuer 🙂 wird die Sparquote deutlich sinken. Deshalb habe ich auch nicht verstanden, dass jemand kommentiert hat, S. wird die FU bis zum 35. Lebensjahr erreicht haben. Auf welcher Basis werden solche Vermutungen angestellt? Es fehlen aus meiner Sicht bei solchen Berechnungen die Angaben zum Zieldepotstand und zu den durchschnittlichen, absoluten (!) Sparraten auf Sicht der nächsten Jahre. Nur damit kann man den Zeitpunkt der FU vernünftig prognostizieren, wenn man das überhaupt möchte.

     

  72. chaostrader

    Nur weil die Sparquote nicht für jeden Sonderfall 100%ig taugt heisst noch lange nicht, dass sie als Daumenregel nicht ganz gut geeignet ist, um die Zeit bis zur FU ganz grob abzuschätzen. Wer es genauer wissen will, kann ja gern die aktuelle und zukünftig erwartete Börsenentwicklung, aktuelle und zukünftige erwartete Lebenshaltungskosten, benötigtes Spielgeld etc. in Excel reintippen und gucken ob was anderes dabei rauskommt. Mir langts erstmal zu wissen, ob ich noch ca. 10 oder eher Richtung 25 Jahre bis zur FU brauche.

  73. Andrea

    S, ich mag deinen Kommentar zu amazon. Mir ist amazon geradezu unsympathisch, da sie anscheinend die „Weltherrschaft“ im Verkauf anstreben. Deshalb kaufe ich dort nur das Allernötigste. Schon jetzt kriegt man fast alles woanders preiswerter, deshalb verstehe ich den Hype umso weniger. Es ist etwas für bequeme Menschen! Zu denen gehöre ich nicht generell. Ich kaufe immer noch gerne vor Ort, und wenn ich im Internet bestelle, dann gibt es auch noch ca. 50.000 andere Läden. Ich unterstütze dann lieber die kleineren oder stark spezialisierten Läden oder einen Marketplacehändler direkt über dessen Webseite.

    Ich kriege auch eine Krise, wenn ich lese, dass Internetshops Algorithmen haben, die Leuten mit Applegeräten höhere Preise anbieten. Wird also angenommen, dass einem als Applekunde die Preise komplett egal sind? Ich verstehe die Logik dahinter überhaupt nicht. Ich behaupte – aus meinen Beobachtungen heraus -, dass es etliche Hartz-IV-Empfänger gibt, die ein iPhone besitzen.

     

  74. Kia

    Das ist eine tolle und freakige Geschichte. Und wohl eher die totale Ausnahme.  2500€ netto mit Hauptschulabschluß und Ausbildung sind nicht wie hier suggeriert, der Normalfall, auch nicht im Süden. Und nach abgeschlossener Ausbildung noch zu Hause wohnen wohl auch kaum. Viele verlassen ja schon gerade wegen Ausbildung und Studium ihre Heimat und sind dann mit eigenem Gehalt auch darauf bedacht ihr Leben selbst zu finanzieren.

    Eine Sparquote von 90% ist auch Augenwischerei wenn andere die Lebenshaltungskosten zahlen. Demnach hat er die FU bereits jetzt erreicht.

    Natürlich werden Eltern die wohlhabend sind auch von ihrem erwachsenen Sohn kein Geld fordern. Aber diese Selbstgefällige Einstellung wäre mir Zuviel:

    „was bringt es ihnen denn jetzt, wenn ich ihnen jeden Monat 400 Euro überweise, dann sparen sie anstatt 300 Euro 700 Euro und ich eben 400 Euro weniger, wow!“

     

     

  75. Andrea

    Mattoc, in den meisten Fällen sagt die Sparquote etwas darüber aus, wann jemand die finanzielle Unabhängigkeit erreichen wird. Wer eine höhere Sparquote hat, gibt auch einen geringeren  Anteil des Ersparten aus, so dass sich durch die Erhöhung der Sparquote ein doppelter positiver Spareffekt ergibt. S. Fall ist hier insofern eine Ausnahme, weil sich seine Lebensumstände sicherlich noch ändern werden und er dann höhere Ausgaben haben wird. Aber im Moment kann er den „Sparturbo“ durch das Wohnen bei seinen Eltern doch noch nutzen.

     

  76. S.

    @Kia:

    Ok, habe mich da vielleicht etwas unglückilch ausgedrückt, ich wollte schreiben bis zu 2.500 Euro. Das ist dann aber wirklich schon ein Top-Monat, mit Nachtschicht und guter Prämie (Bei uns im Betrieb bekommt man jeden Monat abhängig von der Stückzahl eine Prämie). Zwischen 1800 und 2200 Euro Netto ist wohl eher der Normalfall. Hängt natürlich auch von vielen Faktoren ab, vor allem der Unternehmensgröße, ich bin übrigens nicht bei einem der großen Autobauer vor Ort (Daimler/Porsche).

    Bei mir im Lehrjahr hatte einer mit 15 seine Ausbildung begonnen (Hauptschulabschluss), d.h. er ist mit 18 fertig, ich bezweifel, dass die meisten mit 18 schon ausgezogen sind. Die meisten haben mit 16 angefangen (Realschulabschluss), die waren dann eben mit 19 fertig.

    Vielleicht haben wir hier im Süden wirklich einfach Glück, dass wir viele große Konzerne direkt vor der Haustüre haben (Daimler, Porsche, Bosch, viele Maschinenbauer, und etliche andere mittelständische Industrieunternehmen), das war mir bis jetzt eigentlich noch garnicht so bewusst. Ich bin hier aufgewachsen, für mich war das eigentlich immer normal. Aber Du hast recht, es gibt auch sehr viele Menschen die vllt. erstmal Umziehen müssen, um Arbeit zu finden, von dem her hatte ich wohl wirklich etwas Glück, hier auf die Welt gekommen zu sein.

     

  77. Claus

    Amazon…

    Für mich ein typischer „Modewert“, der Hype ist auch mir unverständlich, die Bewertung anhand der 2016er Bilanz teilweise sehr ambitioniert:

    KGV 200,5
    KCV 28,9
    KBV 5,7
    KUV 3,5

    Netto-Gewinn 1,7%
    (Gewinnentwicklung unkonstant, Vorjahr nur 0,5%, davor negativ)

    EK-Rendite 12,3%
    EK-Quote 23,1%

    Sicherlich gibt es auch positive Aspekte, für mich überwiegen allerdings die negativen. Hohe Kursverluste erscheinen mir hier wahrscheinlicher, als weitere deutliche Gewinne.

    Einige „Börsengurus“ haben nach dem Erreichen der 1.000 USD-Grenze bereits 2.000 USD genannt…

    Das erinnert mich stark ans Jahr 2000, als ein „Börsenguru“ und Fondsmanager (Bernd Förtsch) in einem Interview bei NTV die Morphosys-Aktie beim Kurs von ca. 250 EUR empfahl, da diese im Vergleich zu US-Werten völlig unterbewertet sei. Kursziel sei 1.000 EUR. Wie es mit dem Kurs weiter ging, kann jeder mit ein paar Klicks selbst herausfinden…

  78. Skywalker

    Ich hatte damals einen Bekannten, der in seiner Dummheit einfach Morphosys gekauft hat als einzige Aktie, und zwar im Alter von 16 für 10.000 Mark (oder Euro?!)

    Zwischenzeitlich war sein nicht sehr diversifiziertes Depot (1 Wert *hust*)  auf 300.000 Mark angestiegen. Er hielt es eisern, dabei kannte er Timschäfer damals sicherlich noch nicht. Leider hat er nicht verkauft, er war ein verdammt reicher 17-jähriger. Mit 21 war er wieder „arm“ wie wir alle 😉

  79. Felix

    Finde es prima, wenn über konkrete Unternehmen diskutiert wird. Unter den Tech-Giganten: Apple, Google (Alphabet), Facebook, Microsoft und Amazon ist letzteres das Unternehmen, das am stärksten digitale und reale Welt miteinander verknüpft.

    Amazon ist Einzelhändler, Verlag, Medienunternehmen, Logistikunternehmen, Cloudanbieter, Soft- und Hardware-Hersteller, Streamingdienst, Finalnetzbetreiber, Marktplattform usw. All das wird durch über die eigene digitale Infrastruktur abgewickelt. Das gibt für Big Data und KI Synergieeffekte wie sie kein anderes mir bekanntes Unternehmen hat.

    Die Aktienkursentwicklung spricht Bände und ist keine Eintagsfliege. Natürlich wird es enttäuschte Gewinnerwartungen geben und entsprechende Einbrüche beim Kurs. Dann werde ich nachkaufen. Bin aber jetzt schon über 200 % im Plus.

    Ich bin gespannt auf eure Meinungen dazu.

     

  80. Delura

    @claus

    Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen. Nörgeleien und Gejammer gehören sicherlich nicht dazu.

    Für diesen Satz bekommst Du von mir den „Pulitzer-Preis“. Das sagt mehr als tausend Worte, einfach machen, einfach mal anfangen – wenn ich hier so manche Geschichten lese, habe Summe X – weiß nicht was ich machen soll, was denkt Ihr darüber ??

    Habe ich 10 T€ gespart kann ich im ersten Monat eine Aktie (die ich mir vorher ein bisschen angeguckt habe, deren Produkte ich kenne und schätze, die eine Marktkapitalisierung z.B. > 10 Milliarden Dollar hat und ein KGV was „normal“ ist sowie mindestens 25-30% Eigenkapital hat, KAUFEN.

    Beispiele: Caterpillar, Shell, Procter & Gamble, PepsiCo, Apple, McDonalds, Allianz, Johnson & Johnson, 3M, BMW, Imperial Brands, Novartis, Sanofi, Inditex, Novo-Nordisk, Scotiabank usw.

    Bei den gerade genannten Beispielen habe ich schon 13 verschiedene Branchen und 8 verschiedene Länder einbezogen. Und dann fange ich an die Schritt für Schritt über Monate, Jahre und Jahrzehnte zu „besparen“ – zum Beispiel immer im gleichen Tempo (Angangs ggf. quartalsweise – später vielleicht monatlich) und fertig ist der Dividendenmix.

    Das entspricht erstens dem „Reinheitsgebot“ – keine Vermischung mit irgendwelchen Derivaten, Aktienanleihen oder Zertifikaten und auch keine ETF. Ich traue den „Dingern“ nicht, im übrigen sind mir die auch viel zu langweilig. Ich möchte „meine“ Firmen im Alltag sehen, ich möchte Ihre Produkte kaufen und nutzen – Beispiel:Früher habe ich immer mit Persil (Henkel) gewaschen, ich habe aber Procter Aktien, seitdem wasche ich mit Ariel und Persil kommt mir nicht mehr ins Haus 🙂

    Dann macht das Aktiensparen auch noch richtig Spaß – Glück Auf an alle !

  81. Claus

    @ Delura

    …danke für den Preis (lach).

    Du sprichst mir aus der Seele. Beim Einkaufen unterstütze ich möglichst auch immer „meine Firmen“. Kleines und sicherlich lächerliches Beispiel:

    Als P & G-Aktionär kaufe ich natürlich immer Blend-a-med-Zahnpasta. Als ich Nachschub brauchte, gab es die -warum auch immer- gerade nicht. Im Regal war eine Lücke. Also kaufte ich mal Colgate. Als die Tube so 3/4 leer war, kam nix mehr raus… Ich hab sie dann mal aufgeschnitten und siehe da… hier trickst Colgate enorm (man könnte es auch ganz anders formulieren…):

    An der Tubenöffnung ist innen ein Rohr angebracht, das so ca. 2 cm in die Tube hineinragt, so dass immer eine grosse Restmenge in der Tube verbleibt. Das Rohr ist überflüssig und hat nur einen Sinn, den ich hier sicherlich nicht näher auszuführen brauche…

    Unsere Global-Player sind garantiert alle keine Saubermänner, doch das war ein weiterer Grund, warum Colgate nicht den Weg in mein Depot finden wird.

  82. Obama

    Bzgl. Amazon teile ich nicht die kritische Meinung von einigen hier an Bord.

    Der Vergleich mit Morphosys kommt hier für mich überhaupt nicht in Frage.

    Selbst Warren Buffett hat auf seiner letzten Hauptversammlung bereut, dass er Amazon nicht frühzeitig erkannt hat. Er sprach in diesem Zusammenhang, wenn ich es richtig verstanden habe, von einem wahnsinnigen Burggraben, dass Amazon aufgebaut hat.

    Jeff Bezos ist ein Visonär und transformiert ähnlich wie Alphabet und Apple unser Leben.

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/uebernahme-von-whole-foods-amazon-verabschiedet-sich-vom-reinen-online-modell/19944678.html

    Aber wie immer an der Börse: Mr. Market wird uns in den nächsten Jahren zeigen, wer Recht hat und jeder muss für sich entscheiden, wo er sein Geld arbeiten lässt.

    Simon Betschinger (einige durften ihn ja auf einem Treffen mit Tim kennen lernen) hat schon vor längerem ein interessantes Video zum Thema auf YouTube gestellt:

    https://www.youtube.com/watch?v=QhllFKLsY3g

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende !

     

  83. M

    @Obama

    das Stimmt, Buffett bereut, dass er Amazon DAMALS nicht gekauft hat, würde er das Unternehmen heute kaufen zu den Daten die weiter oben genannt wurden kgv 200 etc?

    ich denke nein.

    Das gleiche glaube ich auch bei Coca Cola. Er hat das Unternehmen immernoch, da er in den 80ern eingestiegen ist und er jetzt jedes Jahr mehr Cash bekommt wie er damals eingezahlt hat, heute zum jetzigen Preis und Zukunftsaussicht glaube ich nicht, das er Zukaufen wird. Da er das Unternehmen liebt, hätte er es vermutlich schon komplett übernommen und in Berkshire integriert….Geld genug wäre ja da, wenn die Zukunftsaussichten/Wachstumsaussichten Heute noch ideal wären und Buffett kann das bestimmt relativ genau berechnen, ob es sich lohnt bei so langer „Betriebszugehörigkeit“

    Manche Aktien finde ich einfach zu gehyped – Amazon, Tesla zB. Also es müssen ja keine schlechten Unternehmen sein, aber alles Zahl ich nicht dafür, um „dabei“ zu sein Hauptsache ein fancy Unternehmen zu besitzen. Am Ende gibt es doch auch 1000 andere Unternehmen die vlt günstiger bewertet sind und auch eine tolle Rendite bringen bei weniger Risiko aufgrund aktuel niedriger Bewertung.

    -M

  84. Felix

    @ M

    Zum letzten Satz: Beispiele wären schön und der Diskussion wert. Ich finde es interessant, die Sicht anderer Investoren auf bestimmte Unternehmen zu hören. Nicht nur ein paar hingeworfene Namen wie J&J, Nestle, und Microsoft, sondern  eine Einschätzung der aktuellen Lage und der Perspektiven.

  85. Obama

    Ich kann die kritischen Meinungen zu Amazon nachvollziehen, da ich diese auch hatte. Jedoch teile ich diese, wie ich schon geschrieben hatte, nicht mehr. Das KGV hat meiner Meinung nach nicht mehr die Bedeutung. Das hat auch Warren Buffett im Laufe der Zeit immer mehr gemerkt.

    Hierzu empfehle ich das nachfolgende Buch:

    https://smile.amazon.de/Wie-man-Aktien-Geld-verdient-ebook/dp/B00W5NA30W/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1497772573&sr=8-1&keywords=canslim

    Gute Unternehmen bekommt man leider selten preiswert. Seht Eucht z. B. auch eine Adobe an.

    Aber ich will hier niemanden von Amazon überzeugen, sondern lediglich meine Meinung mitteilen. Jeder muss die Anlageentscheidung treffen, mit der er gut schlafen kann.

    nd am Ende entscheidet dann Mr. Market, ob man  hier richtig lag oder nicht.

    Warren Buffets Äußerungen bzgl. Amazon:

    http://www.cnbc.com/2017/05/08/warren-buffetts-one-word-answer-for-why-he-hasnt-purchased-amazon-shares.html

     

    Ein Zitat hieraus:

    „I was impressed with Jeff early. I never expected he could pull off what he did … on the scale that it happened,“ Buffett said Monday. „At the same time he’s shaking up the whole retail world, he’s also shaking up the IT world simultaneously.“

     

    Wünsche allen einen schönen Sonntag. Genießt das Top Wetter in Deutschland.

     

     

     

     

     

  86. S.

    @Slazenger:

    Du wolltest ja nochmal meine Einschätzung zum Potential von Apple hören, im wesentlichen waren die oben genannten Punkte auch die wichtigsten.

    1: Das Service Geschäft (hier für mich vor allem ApplePay und der AppStore interessant). ApplePay ist in 18 Ländern vertreten und selbst in diesen 18 Ländern oft nur mit bestimmten Banken und Kreditkartenanbietern. (Zum Vergleich, Visa ist laut eigenen Angaben in über 200 Ländern vertreten). ApplePay steht nicht nur für kontaktloses bezahlen in irgendwelchen Läden, sondern mittlerweile kann man auch Online, im AppStore und in den Apps selber mit ApplePay bezahlen. Auf der letzten WWDC wurde sogar das „bezahlen“ von P2P vorgestellt.

    Klar, es muss sich noch zeigen, ob sich kontaktloses bezahlen überhaupt durchsetzten wird, aber ich bin da relativ optimistisch, sehe keinen Grund, warum es langfristig nicht kommen sollte.  (In Deutschland vllt. etwas später als in anderen Ländern, da die Deutschen wieder rum heulen wegen Datenschutz und blablabla). Es wird zwar vermutlich noch viele Jahre dauern, bis ApplePay wirklich weltweit auch flächendeckend vertreten sein wird, aber so ein Prozess geht eben nicht innerhalb von 1-2 Jahren über die Bühne.

    Übrigens betont Apple ja immer wieder, wie wichtig die Service Umsätze sind. Immerhin sind das wiederkehrende Einnahmen, die besser vorhersehbar sind und man wird dadurch unabhängiger von den physischen Produkten.(Es wird ja immer die große Abhängigkeit vom iPhone kritisiert). Bis 2020 will Apple seine Serviceumsätze verdoppeln! (Zur Info: letztes Quartal hat Apple ca. 7 Mrd. USD Umsatz mit Services gemacht, ist also keinesfalls nur ein kleines Nebengeschäft!). Durch die extreme Anzahl an aktiven Geräten die Apple in der Welt verbreitet hat, sollte da noch viel zu holen sein mit Service Umsätzen. (Über 1 Mrd. aktive Apple Geräte!) Man muss auch mal überlegen, welche Datenmengen diese ganzen Geräte Tag für Tag produzieren… Bares Geld für Apple.

    2: Indien! Tim Cook betont immer wieder, wie wichtig Indien für Apple in Zukunft sein wird. Hierzu sollte man wissen, dass Apple bis jetzt in Indien keine iPhones (und andere Produkte) selber verkaufen darf, sondern nur über indische Partner vor Ort. Es gibt nämlich in Indien ein Gesetz, welches sagt, dass 30% der Komponenten der Produkte, welche in Indien verkauft werden sollen, auch in Indien hergestellt werden müssen. Das war bei Apple bis jetzt nicht der fall. Doch Tim Cook hat in letzter Zeit intensive Gespräche mit der Indischen Regierung geführt und auch ein App-Entwicklungszentrum eröffnet. Man will auch anfangen in Indien zu produzieren.

    Das muss man sich mal vorstellen, ein Land mit 1,3 Mrd.(!) Einwohnern, in dem Apple bis jetzt quasi nicht Präsent ist. (Marktanteil ca.2%) Ich weiss, Indien ist ein extrem armes Land, nur ein Bruchteil der Bevölkerung wird sich Apple Produkte leisten können. Aber auch hier, der Fokus von mir ist langfristig und ich denke dass auch in Indien der Wohlstand langfristig eher steigen wird.(Die Indische Regierung gibt sich viel Mühe mit der Initiative „Made in India“). Übrigens ein Trend, der generell zu beobachten ist, China ist fast schon wieder zu teuer zum produzieren lassen, viele Firmen weichen schon aus auf Kambodscha, Laos, Vietnam.

    3: Ich bin einfach generell positiv eingestellt, es wird immer mehr Menschen geben, die sich Apple Produkte leisten können. Die Marke ist extrem stark, man grenzt sich von allen anderen Herstellern ab. Wer weiss, was mit VR und AR noch auf uns zu kommt, auf der WWDC wurde da einiges gezeigt, Tim Cook spricht viel über AR! Vllt liefert Apple in Zukunft auch Software fürs Autonome fahren… In wenigen Monaten kommt ein komplett neues Produkt, der HomePod, mal schauen wie es damit läuft… Und man darf auch nicht den Geldberg vergessen, auf dem Apple sitzt, sollte Trump wirklich die Möglichkeit bieten, dieses Geld steuergünstig in die USA zu holen, wäre das für die Aktionäre sicherlich nicht schlecht. 🙂

    Gruß S.

  87. Pametan

    @Claus

    Unabhängig davon, ob Amazon zum jetzigen Zeitpunkt ein günstiges und gewinnbringendes Investment ist, hinkt Dein  Vergleich mit Morphosys doch gewaltig.

    Das war, wie Du weisst, einer der (marktengen) Werte die „Mr. Dausend“ (Bernd Förtsch) und seine Kulmbach-Connection in hoher Regelmäßigkeit gepusht hat (heute noch die Herausgeber von „Der Aktionär“ und allen dazugehörigen Services und Miteigentümer der FinTech Group mit u.a. Flatex).

    Diese Masche fährt Förtsch heute noch, nur heissen die „Morphosys“ eben anders.

     

  88. S.

    @Slazenger:

    Du hast zwar nicht mich gefragt wegen 3M, aber ich finde Du hast Dir die Antwort doch schon selber gegeben:

    „ich denke aktuell darüber nach mich von 3M zu trennen, obwohl ich das Unternehmen sehr schätze, und auch grundsätzlich von dem Geschäftsmodell überzeugt bin. Allerdings ist das KGV im Moment mit fast 22 sehr hoch und deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.“

     

    Ich würde ein Unternehmen niemals verkaufen, nur weil das KGV über dem Durchschnitt der letzten Jahre ist. (Es sei denn, es ist wirklich eine extreme Übertreibung, die deutlich zu erkennen ist..) Ich frage mich, bevor ich mir Gedanken über einen Verkauf mache, hat sich irgendwas an den Gründen, die ich für den Kauf hatte geändert? Wenn nicht, dann denke ich schon gar nicht mehr über den Verkauf nach, meiner Meinung nach sollte ein Verkauf niemals aus Gründen wie: „KGV ist höher als das Durchschnitts KGV“ oder „Jetzt habe ich schon XX% Gewinn gemacht, ich verkaufe lieber mal wieder“ geschehen, es sei denn, dies war von Anfang an so festgelegt und somit Teil der Strategie, dies ist aber bei Dir offensichtlich (Anhand der Frage) nicht der Fall.

    Aber wie immer, am Ende musst Du das selber entscheiden.

     

  89. Slazenger

    @ S.
    Ich danke dir zu deinen Ausführungen über Apple, ich als alter Hase habe leider mit der neuesten Technologie nichts am Hut, trotzdem interessiert es mich irgendwie, da ich es ja bei meinen Kids und bald auch bei meinen Enkelkindern hautnah miterleben darf! Bei Apple scheiden sich einfach die Geister, darum hat mich auch dein Statement mal interessiert, auch weil du ja ein junger Kerl bist und mittendrin in der Materie was neue Technologien betrifft!

    @ all
    Amazon mag Zukunft haben, aber das KGV spielt keine Rolle, war einer der größten Irrtümer der Technologieblase 2000!!!!!

    Nice Sunday

  90. Claus

    @ Obama + Pametan

    … da habt Ihr mich wohl falsch verstanden. Ich habe nicht Amazon mit Morphosys verglichen, das wäre ja völliger Unsinn.

    Ich habe lediglich zeigen wollen, wie Kurse „gehypt“ werden. Das kommt häufiger vor, bei guten und weniger guten Unternehmen aller Branchen.

    Amazon halte ich auch nicht für ein „schlechtes Unternehmen“. Sie machen vieles richtig, wie Amazone Prime, um regelmäßige Gebühren zu generieren.

    Ich würde Amazon sogar kaufen, wenn, frei nach Kostolany,  „das sehr weit voraus geeilte Hündchen“ mal umdrehen und deutlich „hinter seinem  Herrchen“ her laufen würde.

    Für mich geht es stets darum, Chancen und Risiken abzuwägen. Überwiegen aus meiner Sicht (momentan) die Risiken, kaufe ich (momentan) nicht. Nur so gelingt es, den Depotwert insgesamt laufend zu steigern.

    Es nützt leider nichts, ein tolles Depot zusammenzukaufen, wenn man überteuerte Einzelwerte erwibt. Im besten Fall kann es lange dauern, den Einstandskurs wieder zu sehen. Wahrscheinlicher ist aber, in der Krise entnervt aufzugeben und mit grossen Verlusten zu verkaufen. Warum sonst verlieren ca. 90% aller Börsianer?

    Wir können ja mal ein Musterdepot anlegen und alle heutigen „Lieblingsaktien“ hineinlegen. Es wäre interessant zu sehen, ob dieses Depot ein Depot mit „normal“ bewerteten Aktien längerfristig schlägt. Falls ja, hätte ich sofort eine neue Börsenregel:

    „Kaufe nur gehypte und völlig überteuerte Aktien“.

    @ S

    Sehr guter Kommentar zu 3M

  91. Wolle

    @Claus

    Gute Idee. Nennt sich Momentum-Faktor und gibt’s auch als ETF:-)

    Ich habe das übrigens tatsächlich gemacht und habe seit einiger Zeit ein FANG-Musterdepot. Schlägt nicht nur den Nasdaq um Längen.

    Oder wie wäre es mit dem Vergleich Hype (Amazon) vs Out (H&M)?

  92. -M

    @Claus

    „Die Kunst über Geld nachzudenken“ für mich das beste und erste Buch das ich über Börse gelesen habe. Einfacher erklären kann man Börse nicht 🙂

    -M

     

     

  93. Claus

    @ Wolle

    Vergleiche bei Einzelaktien machen nur innerhalb der gleichen Branche Sinn…

    „Gehypte“ Werte können lange Zeit alles „schlagen“. 2000 wollte z.B. niemand „langweilige Konsum-Aktien“ haben, die sind ja sowas von „out“… Das war einmal. „IT-Aktien“ waren „in“. Und wie ist es bis heute gelaufen:

    Aktie, Kurs 03.01.2000, Kurs 16.06.2017, Kursentwiclung

    IT-Aktien:
    Microsoft, 55,75. 62,39, +11,9%
    Intel, 42,40, 31,41, -26,1%
    IBM, 110,20, 138,39, +25,6%

    Konsum-Langweiler-Aktien:
    Nestle, 17,85, 76,59, +429,1%
    Unilever, 17,80, 49,90, +280,3%
    Gen. Mills, 16,90, 52,71, +311,9%

    Alle Kurse in EUR.

    Natürlich gibt es in allen Branchen auch Ausreisser. Sind nur ein paar Beispiele, die ich spontan gefunden habe.

    Wünsche allen viel Erfolg, auch mit „gehypten“ Aktien.

  94. Obama

    „Wir können ja mal ein Musterdepot anlegen und alle heutigen „Lieblingsaktien“ hineinlegen. Es wäre interessant zu sehen, ob dieses Depot ein Depot mit „normal“ bewerteten Aktien längerfristig schlägt. Falls ja, hätte ich sofort eine neue Börsenregel:

    „Kaufe nur gehypte und völlig überteuerte Aktien“.“

    Für Amazon & Co kann man es theoretisch zurückrechnen, siehe z. B. nachfolgendes Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=JBgMJSCkLwg

    Auch interessanter Vortrag zum Thema:

    https://www.youtube.com/watch?v=4q54ghRF7M8

    Um mich nicht falsch zu verstehen, ich habe in meinem Depot z. B. auch eine Allianz liegen. Aber ich bin der Meinung, dass man die größten Gewinne verpasst, wenn man Trends wie Alphabet, Amazon,…. erst kauft, wenn diese in angemessene Bewertungen hinein gewachsen sind.

    Aber wie gesagt: Ist wirklich nur meine Meinung, die ich auch erst im Laufe meines „Anleger-Daseins“ entwickelt habe. Und ich kann verstehen, wenn man die Finger von Amazon & Co lässt.

    Wünsche Euch einen schönen Sommerabend !

  95. -M

    Wäre Tesla mit 15Mrd bewertet, dann würde ich auch ein Investment überdenken in eine Aktie die Verluste erwirtschaftet, aber potentiell mal ein klasse Unternehmen werden kann, besonders mit Musk. Nur mit ???60Mrd??? Oder was die zur Zeit aufgerufen werden, sorry da bin ich raus.

    Frei nach Buffett – „you can throw at me any kind of stocks, I decide when I want to swing“ oder so ähnlich.

    Das schöne ist ja, das wir nicht veröffentlichen müssen welche Aktien wir kaufen. Ein Fondsmanager MUSS ja die ganzen Modeaktien drin haben,  sonst würde er wahrscheinlich gesteinigt werden.

    -M

    p.s. Ein Forum wo wir uns mal über Aktien Bewertung austauschen könnten wäre ja schon irgendwie klasse. Glaube vom Ansatz her, ticken wir ziemlich alle gleich und man hört auch mal andere Meinungen zu bestimmten werten.

  96. Value

    Weil hier so viel über Amazon geschrieben wird, mal eine kleine Anekdote am Rande von mir.

     

    Ich habe mir Amazon Anfang des Jahrtausends für ca. 45€ ins Depot gelegt, hab mich nicht all zu sehr mit den Zahlen beschäftigt (war halt ein Hype) und mich anderen Werten die ich auch gut einordnen konnte, zugewandt. Das platzen der Dotcomblase hat natürlich mein Depot damals ziemlich mitgenommen, Amazon hat da keine Ausnahme gemacht und ich habe für mich entschieden mich zukünftig schwerpunktmäßig nur noch Valuewerten zuzuwenden.

    Gesagt getan, Langweiler ins Depot gelegt und immer fleißig nachgekauft wenn ich flüssig war . . . . . .  nur war das damals nicht immer der Fall weshalb ich für mich entschieden habe die Tech- und Dotcomwerte/Leichen die, die Kurfe nach meiner Auffassung niemals mehr kriegen würden, zu verkaufen. Als Amazon nach einer rasanten Abwärtsfahrt eeeeendlich wieder meinen Kaufkurs erreichte hab ich die Reisleine gezogen und den „Krempel“ aus dem Depot gekehrt . . . . . . . . . . .puh, noch mal mit einem blauen Auge davongekommen:-)

    Das ist jetzt mindestens 15Jahre her und ich hatte das schon vergessen, nun kommt mein Sohn kürzlich mit einer grandiosen Idee an und will sich Amazon ins Depot legen und würde gerne meine Meinung dazu wissen.  Ich bin erstmal auf die aktuellen Kennzahlen eingegangen (@Claus, wir sind da einer Meinung) und hab ihm dann die Story von damals erzählt. Natürlich hat er sich eine andere Antwort gewünscht, gekauft hat er aber noch nicht, was ihn aber viel mehr umtrieb war der „entgange“ Gewinn, weil ich zugegebenermaßen leider viel zu früh ausgestiegen bin.

    Sicher, das wäre heute eine enorme Stange Geld, aber in der Summe bin ich nicht unglücklich mit meiner Entscheidung da ich zu der damaligen Zeit die Weichen in meinem Depot auf langweilige Dividenden- und Valuewerte umgestellt habe und bin bis heute sehr gut damit gefahren, kommt auch meinem Naturell sehr nahe. Wer weis wie ich heute investieren würde wenn ich bei Amazon weiter investiert geblieben wäre ? hätte ich nochmal solch einen Kracher gelandet oder wäre der Gewinn bei Amazon in anderen Investitionen untergegangen?

     

  97. Value

    @Obama, ich habe meinem Sohn was Aktien und Wertpapiergeschäfte angeht, in allem frei Bahn gegeben. Wir besprechen selbstverständlich jede einzelne Investition, aber jeder für sich trifft seine eigenen Entscheidungen, denn selbstverantwortliches handeln ist me bzw. unsere oberste Prämisse.

  98. Björn

    @ Mark85: Ja, bin bei der Diba. Das ist natürlich richtig, dass die 1,75 % Gebühr nur einmal auf den monatlichen Sparbetrag abgezogen wird. Ich denke so langsam darüber nach, dieses System umzusetzen und die Gebühren in Kauf zu nehmen aufgrund deiner Argumente. Höhere Dividenden erziele ich damit ja auch schneller als wenn ich nur einmal investieren würde,

  99. Claus

    @ Obama

    Hier kurz die Amazon-Zahlen:

    Kurs 13.12.1999: 104,- EUR

    Kurs 01.10.2001: 6,40 EUR

    Die Aktie ist mal eben 93,8% gefallen…

    Kurs 09.04.2010: 104 EUR

    Es dauerte fast 9,5 Jahre, um wieder auf „0“ zu kommen. In dieser Zeit hätte man nichts verdient. Das Risiko die Aktie bei tiefen Kursen zu verschleudern, weil man die Position im Depot nicht mehr sehen will, ist riesig, siehe Bericht von @Value.

    Solche Einbrüche können jederzeit wiederkehren, auch wenn sich das niemand vorstellen kann, „weil ja heute alles ganz anders ist“, als damals…

    Ich möchte hier keine Angst schüren und niemanden abhalten auch die teuersten Werte zu kaufen. Aber man sollte sich stets im Klaren darüber sein, welche Risiken man sich mit solchen Aktien ins Depot holt und eine „Ausstiegs-Strategie“ für den Notfall bereits vor dem Kauf festlegen (und, falls sie eintritt, auch umsetzen!).

     

  100. Jan

    @Claus, es ist schon ein Unterschied.

    Man kann Amazon damals (Umsatz<4Mrd.) nicht mit heute vergleichen. Damals war Amazon ein Online-Shop mit Potential, mehr nicht. Heute dominiert Amazon den gesamten Online-Handel der westlichen Welt. Darüber hinaus stellt er vieler Orts den stationären Einzelhandel in Frage und drängt durch seine Marktmacht immer wieder in neue Geschäftsbereiche. Der heutige Umsatz liegt bei über 135Mrd.

    Natürlich ist AMZ extrem hoch bewertet keine Frage. Wir befinden uns seit 8 Jahren in einer Hausse und dein Wert war wahrscheinlich das Minimum der DotCom-Blase. Worauf ich aber hinaus will. AMZ von 2001 ist nicht annähernd vergleichbar mit AMZ 2017.

    Das gilt übrigens für viele „Online-Unternehmen“ einige wenige sind aus der Blase 2000/2001 als Gewinner hervorgegangen. Tausende sind pleite gegangen. Die Gewinner sind allerdings heute zu einem großen Teil solide Unternehmen.

    Ich glaube das Problem ist, dass vielen die Vorstellungskraft fehlt was diese Unternehmen für Wettbewerbsvorteile haben. Ich ärgere mich, dass ich leider viel zu spät den wahren Wert von FB oder Alphabet erkannt habe. Auch Apple ist ein starkes Unternehmen mit einem unglaublichen Burggraben, nicht vergleichbar mit Nokia von vor 15 Jahren. (Btw. Apple hat mehr Cash als alle deutschen Autobauer Marktkapitalisierung !)

     

    VG

  101. Fit und Gesund

    Guten Morgen,

    bei den Fang-Aktien steige ich nicht ein, ich habe ETF’s und da sind diese schon mit drin, also das muss reichen,

    und auch ich sehe es so, heute ist auch nicht Alles anders als früher, ich erinnere mich schon noch an den Neuen Markt, ich war da niemals mit dabei, aber meine aktiv gemanagten Aktienfonds hatten damals ziemlich Federn lassen müssen.

    jetzt unabhängig davon, meine morgendliche Nachrichtentour hat dies gezeigt:

    wollte doch letzthin Jemand wissen was Jim Rogers so meint..

    http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/Jim-Rogers-Uns-steht-der-groesste-Crash-unseres-Lebens-bevor-1002098447

     

    und noch was Anderes, wie teuer Singles eigentlich leben *hüstel*, ist jetzt nicht speziell ernst gemeint von mir…   🙂

    http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Sechs-Gruende-warum-Singles-teuer-leben-article19891667.html

    wünsche Euch einen sonnigen Tag

  102. -M

    Hat einer von Euch mal Rational analysiert? Habe mir mal die Margen und Marktstellung angesehen. Das scheint ein richtig gut geführtes Unternehmen zu sein tolle Wachstumsraten, wenig Schulden und ein gutes Geschäftsmodell was überall auf der Welt benötigt wird.

    Ich kam bisher nur noch nicht zur DCF Analyse, ob der aktuelle Preis für mich in Frage kommt.

    Was sagt Ihr (Einzelwerte Investierer)?

    besonders interessant wäre wenn jemand schon den DCF berechnet hat, bei welchem Kurs er gelandet ist nach Abzug der Margin of Safety 🙂

    Grüße

    -M

  103. Michael

    Hallo zusammen,

    eure Amazon-Diskussion fand ich spannend, da will ich mit einsteigen^^

    Klar kann man einfach nur auf die KGV schauen und dann entscheiden, Amazon nicht zu kaufen, allerdings macht man sich dann meiner Meinung nach nicht genügend Gedanken über das Unternehmen. Ja, aktuell ist der Kurs teuer und aktuell würde ich wahrscheinlich auch nicht einsteigen (bin bis jetzt auch nocht nicht arg im Aktiengeschäft drinnen), aber Amazon hat sehr viele Facetten und Standbeine.
    Als sehr IT-affiner Mensch finde ich Amazon natürlich hochspannend und die folgende Betrachtung ist natürlich rein subjektiv, aber Amazon hat in meinen Augen einiges zu bieten:

    – Zum einen binden sie den Großteil ihrer Kunden mit ner Prime-Mitgliedschaft an sich, da man diese recht fix „refinanzieren“ kann. Ein paar versandkostenfreie Käufe im Jahr und man hat den Betrag wieder „eingespart“. On Top of that kriegt man kostenfreien Zugriff auf ne riesige Online-Videothek und benötigt somit schon kein Netflixx-Abo mehr (außer man steht auf Netflixx exclusives), was ebenfalls in die Kalkulation für den Abschluss eines Prime-Abos fließen kann.
    – Die Gebühr für Marketplace-Verkäufer beträgt im Durchschnitt 10%
    – Die schnelle Lieferung ist auch ein Grund für Amazon. Wenn ich irgendwo online kaufe, kaufe ich tatsächlich (nüchtern betrachtet) meist direkt bei Amazon. Weil es einfach verdammt bequem und superschnell ist. Außer natürlich es gibt zu anderen Anbietern einen signifikaten Preisunterschied.
    – Amazon Instant in ausgewählten Städten beliefern dich innerhalb einer Stunde, ohne dass du das Haus verlassen musst. Wie wenn du in einen lokalen Shop gehen würdest, nur ohne Anstehen und unter Umständen schneller
    – Amazon Web Services sind die Services mit dem Größten Marktanteil und dem schnellsten Wachstum (https://www.geekwire.com/2017/aws-maintains-sizable-lead-as-public-cloud-market-grow-42-in-q1/). Das ist besonders interessant, wenn man sich überlegt, wo sich die Gesellschaft aktuell hin entwickelt. Inzwischen sind ja bereits Kühlschränke(!) am Internet angeschlossen, das Smarthome schon länger und die Kaffeemaschine braucht wahrscheinlich auch nicht mehr lang für diesen Schritt (verzeihung, diese technische Innovation!). Diese Geräte erzeugen alle Daten, die die Unternehmen nun gerne für sich nutzen, und daraus Gewinn erwirtschaften möchten. Für diese Datenmassen benötigen sie eine eigene Infrastruktur und diese ist teuer. Preis-/Leistungsmäßig sind hierfür AWS, Azure Cloud, etc… deutlich profitabler für diese Unternehmen, als sich selbst eine Infrastruktur aufzubauen, stetig zu warten und auch noch zu erweitern. Also wird diese Sparte (AWS) stetig wachsen, denn es werden ja nicht weniger, sondern immer, immer, mehr Daten anfallen. KFZ-Versicherungen mit Telemetrie-Verträgen, das smarte Auto das über die App geöffnet wird (und den Standort stets an seinen Hersteller mitteilt), die von Fitness-Trackern erhobenen Daten, Die Liste ist sehr lang – ihr seht worauf ich hinaus möchte.
    – Weil der Lebensmittelmarkt nicht lief, haben sie mal eben die weltgrößte Bio-Supermaktkette (whole Foods) gekauft, um langfristig auch diesen Markt zu durchdringen (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazon-kauft-weltgroesste-Bio-Kette-Whole-Foods-fuer-13-7-Milliarden-US-Dollar-3745738.html)
    – Und letzt hat Amazon seinen ersten Supermarkt (in amerika glaub ich) eröffnet.

    Die Marktdurchdringung der Sparten, in denen Amazon bereits vertreten ist, ist deutlich spürbar. Und ich finde man sieht, dass Amazon stetig neue Sparten erschließt (instant video, Music Unlimited, Lebensmittellieferung, direkte Supermarktkette,…)
    Bin gespannt, wann sie ihre KI gegen Gebühr zur Verfügung stellen^^

    Amazons Marktmacht ist nicht zu unterschätzen und ich denke, dass Amazon auch in 10 Jahren noch existieren wird. In meinen Augen ist Amazon ein sehr zukunftsträchtiges und trotz seiner Größe beachtlich flexibles Unternehmen (im Gegensatz zu den deutschen Autobauern z.B.). Ob der Kurs aktuell überbewertet ist, vermag ich nicht zu entscheiden. Allerdings teile ich die vorherrschende Ansicht, AMZ sei hoffnungslos überbewertet definitiv nicht.

    Zu Facebook: Diese Aktie fände ich eher überbewertet. Einziges Geschäftsfeld Werbung und Datenverkauf und die Mitglieder steigen (subjektiv) auch nicht mehr wirklich (habe mich jetzt nicht mit den Zahlen auseinander gesetzt…). In der heutigen Jugend ist das schon wieder nicht soo cool, man hat ja jetzt Snapchat (und nutzt es als Messenger, wie whatsapp – versteh einer diese Leute 😉 ).

    Könnte ich mir Alphabet leisten, würde ich Alphabet kaufen, ganz klar.

    Apple hat auch nur den Hypetrain der Statussymbol-Jünger, aber zumindest in meinem Umfeld probieren viele eingefleischte Apple-Leute inzwischen eine Samsung-Alternative aus, weil das Handy ohne das neue Update nicht mehr anständig funktioniert und das neue Update ist für diese Gerätegeneration natürlich nicht mehr vorgesehen.
    Andererseits hat Apple die Grafiker-Sparte, das ist nicht zu verachten. Aber warten wir mal ab, was da noch für Konkurrenz auftaucht^^

    @S: Starke Leistung, bin auch fast ein bisschen neidisch, aber es sei dir gegönnt! Ein bisschen im Konsum möchte ich auf der anderen Seite aber auch leben (manchmal ins Kino, wochenends (günstig) feiern,…) 🙂

  104. Obama

    @Michael: Alphabet ist doch preiswerter als Amazon !:;)

    Ich spare beide per Wertpapiersparen an und besitze mitlerweile 3,58129 Alphabet Aktien (knapp 20% im Plus) und  7,44587 Amazon (knapp 46 % Plus) .

    An der Börse wird die Zukunft gehandelt !

     

    Alles Liebe und einen schönen Sommerabend !

  105. Andrea

    Michael, „Ja, aktuell ist der Kurs teuer und aktuell würde ich wahrscheinlich auch nicht einsteigen“ schreibst du selber über amazon.

    Ich denke auch, dass es amazon in 20-30 Jahren noch geben wird. Bei facebook bin ich da nicht so sicher, bei meinen Schülern ist es schon nicht mehr cool. Apple-Geräte hingegen sind bei ihnen sehr angesagt (jedenfalls iPhones).

  106. S.

    @Michael:

    Danke, sehr interessanter Beitrag zu Amazon!

     

    Was mich bei der ganzen Sache mit Amazon stört ist folgendes: Amazon wird mit 475 Mrd. Dollar bewertet. Gewinn letztes Jahr: 2,3 Mrd. Dollar. Ich weiss, KGV ist kein geeignetes Kriterium für solche Werte, aber Amazon hat noch nichtmal bewiesen, dass sie nachhaltig Gewinne erwirtschaften können.

    Am Ende des Tages interessiert mich bei einem Unternehmen nur eins: Gewinn!

    Nun die Frage die ich mir stelle: Warum macht Amazon keinen Gewinn? Ihr werdet wahrscheinlich argumentieren, dass sie alles Geld in neue Projekte stecken, soweit so gut. Doch das macht Alphabet auch, Unterschied:

    Alphabet Umsatz: 90 Mrd. USD Gewinn: 19,5 Mrd. USD!

    Amazon: Umsatz: 135 Mrd. USD Gewinn: 2,3 Mrd. USD!

    Übrigens: Eigenkapitalquote Amazon: ca.22% ; Alphabet: ca. 83%!!

    Die aktuelle Bewertung Amazons basiert meiner Meinung nach auf zu viel Fantasie und Hoffnung, was alles kommen KÖNNTE! Für mich ist Amazon nichts weiter als ein neues Walmart, nur online ( Die Amazon Jünger werden mich nun vermutlich steinigen 😀 ). Extremer Umsatz, relativ wenig Gewinn, da geringe Marge.

    Gerade diese ganze Geschichte mit den AWS usw. warum sollte denn das Google oder Microsoft oder sonst wer nicht auch können?

    Fakt ist, in Zukunft muss Amazon liefern! Und zwar auch beim Gewinn! Mag sein, dass es noch ein paar Jahre hoch geht, auch ohne dass sie Gewinne einfahren, doch das geht meiner Erfahrung nach meistens nur eine begrenzte Zeit gut, irgendwann erwartet die Börse Gewinne, dann wird es drauf ankommen, schafft es Amazon innerhalb kurzer Zeit richtig profitabel zu werden oder ist doch alles nur ein Luftschloss? Falls sie es nicht schaffen, ist die Aktie schneller wieder 50% billiger als ihr schauen könnt, es gibt an der Börse nichts schlimmeres als enttäuschte Erwartungen! Und die Erwartungshaltung scheint aufgrund der ambitionierten Bewertung Amazons enorm zu sein!

    Fazit: Ich würde die Aktie nicht Kaufen und würde eine Alphabet z.B. DEUTLICH bevorzugen!

    Aber wie schonmal gesagt, ich habe mich nicht intensiver mit Amazon auseinander gesetzt, das ist nur so mein Eindruck von Amazon. Die Zukunft wird zeigen was aus der Aktie wird, ich bin gespannt! 🙂

    PS: Finde es auch Klasse wenn mehr über einzelne Unternehmen geschrieben wird, da sich jeder auch mit anderen Unternehmen beschäftigt denke ich, dass man so viel lernen kann und ein guter „Wissens-Austausch“ entsteht.

    Gruß S.

     

  107. Obama

    @Andrea

    Bei den Schülern ist momentan Instagram sehr angesagt. Microsoft halte ich sowieso für sehr aussichtsreich und gehört zu meinen größeren Positionen. Das Gute ist, selbst wenn Instagram in 10 Jahren uncool sein sollte, wird es Microsoft mit Sicherheit nocht geben. Ein erstklassiges Burggrabenunternehmen.

    Bei Facebook, Tesla und Netflix bin ich eher auch skeptisch und würde nicht mehr einsteigen. Tim kann man zu seinem Investment bei Netflix beglückwünschen.

    Aber – um mich zu wiederholen – bei Amazon, Alphabet und Apple sehe ich das ganz anders. 3 Firmen, die bei der digitalen Transformation der Gesellschaft weltweit ganz oben mitspielen. Ich gehe davon aus, dass die Auswirkungen dieser „digitalen Revolution“ (die sich in den nächsten Jahren in Themen wie KI; VR; autonomes fahren,…..manifestiert) niemand vorhersagen kann. Und in allen Entwicklungen steckt exponentielles Wachstum (der Zinses-Zins-Effekt findet sich überall wieder:;)), so dass man meiner Meinung nach mit diesen 3 Firmen auf Sicht der nächsten 10 Jahre nichts falsch machen kann.

    Falls es Tims Blog hoffentlich auch noch in 10 Jahren gibt, können wir ja zum Spaß mal zurück blicken :;)))

    Schönen Sommerabend. Werde mir jetzt ein Weizen ´gönnen :;))

  108. Andrea

    Ja, können wir ja dann in 10 Jahren machen … Wer weiß, was in der Zwischenzeit alles passieren wird, eine Glaskugel haben wir alle nicht.

    Ich habe einige Apple-Aktien (bei 93 Eur gekauft) und einige Tencent-Aktien (bei knapp 25 Eur gekauft), sozusagen mein facebook.  Ich habe über Netflix nachgedacht, die Aktie ist anscheinend auch bei meinen Schülern beliebt, aber angesichts der auch hohen Bewertung habe ich dann doch keine gekauft.  Tencent gefällt mir, weil sie so vielseitig aufgestellt sind.

    Habe eben den Artikel gesehen:

    https://www.fool.com/investing/2017/06/17/forget-fang-buy-bat-baidu-alibaba-and-tencent.aspx?source=iedfolrf0000001

    Von Alibaba hätte ich auch noch gerne ein paar Aktien. Zu viel Geld würde ich aber in diese Aktien nicht investieren (meine Meinung).

  109. -M

    @S

    schöner Vergleich von Amazon und Alphabet, sehe ich genau so.

    Was für eine super Marge von Alphabet! Ein Unternehmen, welches einfach eine cashmaschine ist gefällt mir total. Und das mit einer riesigen EK-Quote, Anlegerherz was willst du mehr? Nette Zukunftsaussichten gibt es obendrauf.

    Apple das gleiche. Selbst wenn mal ein phone floppt… da steckt. Ich so viel mehr hinten dran und die massigen Cashbestände helfen doch auch sicherlich um up to Date zu bleiben falls ein anderes Unternehmen durch eine Übernahme interessant wäre.

    -M

  110. S.

    @-M:

    Exakt meine Meinung, wow!

    Apple z.B. macht jedes Quartal soviel Cash, das ist unglaublich! Aktienrückkäufe, Dividenden und der Cashbestand steigt von Quartal zu Quartal trotzdem noch…

    Ja die Marge bei Alphabet ist einmalig, was ich hier immer wieder krass finde: Die wachsen trotz der enormen Größe trotzdem noch jedes Jahr im deutlich zweistelligen % Bereich. 15-25% Wachstum sind hier keine Seltenheit, sondern eher die Regel. Und das bei der Unternehmensgröße.

    Ich bin und bleibe bei beiden Investiert, Cash ist eben doch auch ein bisschen King… 😉

    S.

  111. -M

    Man sollte es vlt auch von dem Standpunkt sehen, wenn man selbst der Inhaber einer solchen Firma wäre…

    …mit jeder Umsatzsteigerung steigt mein Gewinn und das mit einer hohen Marge und selbst noch nach vielen Jahren auf hohen Niveau. Mein hohes Wachstum! finanzier ich fast komplett aus dem Cashflow welcher durch die Decke geht. Cash liegt massig im Tresor rum und warten darauf für egal was genutzt zu werden. Jedes Jahr kommen Milliarden dazu.

    Wer will so ein Unternehmen nicht besitzen?

    Frage ist nur: welchen Preis bezahle ich?

    Apple ist nach meiner Analyse gerade fair bewertet mit Sicherheitsmarge -> heute gekauft und es wird weiter aufgestockt so lange es unter meiner Bewertung liegt. Zielgröße im Depot  ca. 15% (ich konzentriere sehr stark ca 10 Werte) werde evtl auch meine Daimler reduzieren, da ich von Apple zukünftig mehr Rendite erwarte (Opportunitätskosten!).

    Alphabet kaufe ich erst bei ca 10-15% Kursverlust, dann liegt es in meiner Bewertung. Da bin ich eisern, da man sich ohne Regeln an nichts hält.

     

  112. Jan

    @Michael:

    Facebook ist nur der Verkauf von Werbung. Ja, das ist richtig. Facebook eröffnet allerdings eine ganz neue Dimension der Werbung weil sie alles über dich wissen und die Technologien der Bilder- und Gesichtserkennung unglaublich voran treiben. FB kann nicht nur die Werbung targetieren sondern davor sogar noch deine Stimmung beeinflussen. Das gab es in dieser Form noch nicht annähernd. Stell dir vor, du gehst in ein Geschäft und bei FB wird dir zeitgleich ein 10%-Gutschein für diesen Laden angezeigt. Das sind alles Punkte die längst real sind.

    Als Werbetreibender habe ich die Möglichkeit die Zielgruppe genau zu definieren. Männer zwischen 30-35 die gerne Sport machen, aus München kommen, Fan des FC Bayern sind, gerne Urlaub auf Mallorca machen und sich letzte Woche im Online-FanShop für den FCBayern Sonnenschirm interessiert haben, ihn aber nicht gekauft haben. Mit FB geht das!

    VG

  113. Michael

    @Jan:

    ich weiß, was facebook kann, hab mich lange damit auseinandergesetzt. Aber der Punkt den ich sehe: Hast du keine Nutzer, kannst du auch nicht deren Stimmung analysieren und ihnen Werbung andrehen 😉

    zu amazon und Alphabet: Alphabet hat nicht so hohe laufende Kosten, kein Wunder dass sie mehr Gewinn machen: amz unterhält Logistik Zentren und Rechenzentren, Alphabet lediglich Rechenzentren. Klar haben sie es dadurch leichter. Aber im großen und ganzen Stimme ich euch zu, eher Alphabet als amazon… Nichtsdestotrotz würde ich amazon weiter beobachten. Tesla haben bei 150€ auch alle kleingeredet (und ich habe nicht nachgekauft 🙁 )…

  114. EasyWISA

    Hallo Tim,

    sehr interessanter Beitrag, was man v.a. auch anhand der Anzahl und Qualität der Kommentare erkennen kann. Der Leser S., um den es im eigentlichen Beitrag ja geht, beweist dort durch seine Antworten, dass er offensichtlich kein Fake ist. Seine Einstellung scheint insgesamt extrem gesund und er kann stolz auf das bisherige Ergebnis sein. So wie ich es sehe, erfolgt die Auswahl seiner Investments schon auf dem richtigen Wege (ausgehend von Geschäftsberichten). Sein aufgelistetes Portfolio zeigt mir zumindest, dass er scheinbar auf Qualität zum richtigen Preis Wert legt. Da er offensichtlich die richtigen Bücher liest (ich kannte Warren Buffett mit 16 z.B. noch nicht) und sich auch mit Börsenpsychologie befasst, scheint mir die Chance zusätzlich relativ hoch, dass er im Falle eines Rückschlags an der Börse nicht in Panik verfallen wird.

    Wenn man solche Beitrage/Lebensläufe anschaut, vergleicht man sie ja immer zwangsläufig mit der eigenen Vita. Ich machte beispielsweise keine Ausbildung, sondern studierte nach dem damals noch Pflichtjahr bei der Bundeswehr. Den Sold sparte ich auch zum Großteil und kaufte mir davon ein Auto. Damit pendelte ich täglich zur FH. Da ich vom Dorf komme, ging es leider nicht anders. Der ÖPNV war und ist dort nicht so der Burner und jeden Tag je 35 km hin und zurück mit dem Rad war nicht so meins… Während des Studiums kam mein Vater bewusst für Kost und Logis auf. Extraausgaben für Klamotten, Auto, Ausgehen etc. waren meine Sache. Dafür überwies er mir das Kindergeld, welches er noch bekam. Dies machte er, damit ich mich auf das Studium konzentrieren konnte und nicht nebenher arbeiten MUSSTE. Da ich allerdings nebenher arbeiten KONNTE (an erster Stelle stand immer das Studium), hatte ich auch eine relativ hohe Sparquote. Die 90 % erreichte ich damals sicherlich auch. Heute spare ich absolut gesehen wesentlich mehr, prozentual gesehen allerdings wesentlich weniger. Das wird bei S. im Normalfall irgendwann auch passieren, wenn er mal ne eigene Wohnung, Frau, Kinder etc. hat. Dass das bisher noch nicht der Fall war, und aktuell nicht der Fall ist, ist ja nicht seine Schuld. Niemand sollte sich dadurch auf den Schlips getreten fühlen, nur weil er/sie es nicht so hinbekommen hat oder das Elternhaus es sich nicht leisten konnte/wollte. Im Prinzip geht es ja darum, selbst eine gesunde Einstellung zum Geld zu finden und zu erkennen, dass eigentlich fast jeder (irgendwann) Geld zum investieren hat. Und je früher man damit anfängt, desto besser.

    Seinen Kommentaren entnehme ich zusätzlich, dass er kein Soziopath ist (trifft sich mit Freunden; geht weg, mag es halt nur nicht). Von daher ist ja alles in Ordnung. Er scheint auf dem richtigen Weg zu sein und verdient von meiner Seite aus für seinen bisherigen Weg auf jeden Fall Respekt.

  115. Obama

    @S.

    Du hast Recht, hatte es auf die Schnelle mit Linkedin verwechselt.

    Aus der Sicht wäre ja FB doch wieder interessant :;)))

  116. S.

    @EasyWISA:

    Sehr guter Kommentar! Gerade der letzte kleine Absatz ist für mich sehr interessant, denn eigentlich ist es ja schon vorprogrammiert, dass jemand wie ich mit anderen Leuten eher nicht so klar kommt, da meine Einstellung, egal zu welchem Thema, doch eher extrem ist.

    Ich habe zum Glück das Glück, dass ich mich in andere sehr gut hineinversetzen kann und ich denke, dass ich die meisten Leute ziemlich gut verstehen und durchschauen kann. So konnte ich mich immer so verhalten, wie es die anderen Leute erwarteten und wurde somit nie zum „Aussenseiter“ oder „Freak“. Das ging auch sehr lange Zeit gut, doch irgendwann, bin ich selber damit nichtmehr klar gekommen, da ich merkte, dass ich einfach zu verschieden bin und so wie ich bin eigentlich garnicht in diese Gesellschaft passe, zu dieser Zeit ging es mir sehr schlecht.

    Das paradoxe daran ist ja, dass die Leute um mich rum davon nichts mitbekommen haben, mir ging es immer schlechter und keiner merkte es, da ich mich wohl exzellent angepasst habe und alles überspielt hatte, ich wollte ja kein Aussenseiter werden.

    Naja jedenfalls habe ich heute einen guten Mittelweg gefunden um kein Aussenseiter zu sein, aber auch nicht alles mitmachen zu müssen, was die gleichaltrigen machen. So wissen zum Beispiel meine Freunde ganz genau, dass sie mich garnicht fragen brauchen, wenn sie in einen Club feiern gehen, für mich ist das absoluter Horror, viele Menschen, Laut, es passieren eigentlich nur irrationale Dinge, kein Ort an dem ich mich wohl fühle. Da treffe ich mich lieber mal so mit den Leuten zum grillen oder ein Bierchen trinken, da hat man seine Ruhe und kann sich auch Unterhalten.

    Insgesamt kann man schon sagen, dass ich wohl eher ein Exot in dieser Welt bin, aber da mein Umfeld das mittlerweile auch erkannt hat, akzeptieren sie das auch, auf Leute die mich nicht kennen wirke ich vllt. ersteinmal etwas merkwürdig (sehr Introvertiert- ein Kopf-Mensch eben), aber damit kann ich (mittlerweile) sehr gut Leben. Allgemein habe ich festgestellt, dass ich mit älteren Leuten deutlich besser klar komme, als mit gleichaltrigen. Meine Interessen haben einfach NICHTS mit denen der anderen Leute in meinem Alter zu tun, ich komme zwar mit diesen Leuten sehr gut klar, aber wirklich mal ernsthafte Gespräche zu führen, über Themen die auch mich interessieren ist da natürlich nicht möglich. (Übrigens ein Grund, warum ich nun auch hier geschrieben habe, in der echten Welt habe ich in 21 Jahren keinen einzigen Menschen kennen gelernt, der ähnlich tickt wie ich und die selben Interessen hat. O.o) Und wenn man doch mal mit gleichaltrigen über interessante (auch für mich) Themen spricht, merke ich sehr schnell, dass die Leute davon keine Ahnung haben und es meistens sehr oberflächliche, von Vorurteilen und gängigen Meinungen geprägte Gespräche sind.

    Warum schreibe ich das alles hier? Ganz einfach, damit schließt sich für mich ein Kreis. Ich denke, dass die Börse der perfekte Ort auf dieser Welt ist(für mich). Hier spielt es keine Rolle, wer du ist, woher du kommst, wie alt du bist, welchen Schulabschluss du hast, das einzige was zählt, ist Deine Leistung! Gleichzeitig hilft mir mein Verständnis und Interesse für Zahlen hier enorm. Ausserdem finde ich es extrem spannend wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und mich in komplexere Themen einzulesen. Zudem spielt die Psychologie eine riesige Rolle (oft sehr unterschätzt), dabei hat sie direkten Einfluss auf kurz-mittelfristige Schwankungen an den Börsen (siehe Monate lange Unterbewertung von Apple, durch kurzzeitige „Probleme“, völlig irrational!). Und indirekt hat sie natürlich auch Einfluss auf die Börse, bzw. eher auf die Unternehmen, da man die Leute verstehen muss, um die Unternehmen gut einschätzen zu können. Ich finde sowieso, dass all diese Themen viel stärker vernetzt sind, als man auf den ersten Blick vermutet. Die meisten denken wohl garnicht so tiefgründig darüber nach, aber es gibt unendlich viele Zusammenhänge, die langfristig teils von enormer Wichtigkeit sein könnten.

    Für mich ist die Börse kein Ort, an dem man Papiere handeln kann, für mich ist die Börse eine Lebensphilosophie! Man muss sich mit dem System beschäftigen, eine Leidenschaft dafür haben!

    Nun gut, ich hoffe ich bin jetzt nicht zu weit vom Thema abgeschweift … es gibt einfach soviel zu schreiben, da könnte man glatt Bücher mit füllen… 😀

    Gruß S.

  117. S.

    @-M:

    Also bei Apple und Alphabet sind wir ja schonmal absolut einer Meinung! Auch Deinen Ansatz eines konzentrierten Depots finde ich sehr gut. Habe ja geschrieben, dass ich mein Depot eigentlich schon fast als zu „verstreut“ empfinde, bei der aktuellen Größe und der Anzahl an Titeln. Jedoch will ich auch keine Titel verkaufen, deswegen werde ich wohl in Zukunft so vorgehen, dass ich einfach nur noch die 7-10 Werte mit (aus meiner Sicht) größtem Potential aufstocke (Bis mein Depot etwas größer ist). Danach kann ich ja eventuell die anderen Aufstocken. Insgesamt sollen es jedoch nicht über maximal 20 Werte werden.

    Würdest Du vielleicht schreiben, welche anderen 7 Aktien Du in Deinem Depot hältst? Fände ich sehr interessant.

    S.

  118. Slazenger

    @S.

    ein sehr sehr guter Kommentar, über deine Person, ich kann dir nur raten mach weiter so, und tue was dir gefällt und nicht das was möglicherweise von dir erwartet wird, und wenn du schon gerne schreibst, dann versuchs doch mal mit einem Buch, zutrauen würde ich es dir nach allem was du hier über dich geschrieben hast! Meinen Respekt hast du!
    In meinem Depot befinden sich 24 Firmen, und es gibt sicher noch das ein oder andere das ich gerne hätte, aber mein Focus liegt eher darin, in 2-3 Jahren eine Exit Strategie zu entwickeln um dann mit meiner Familie den Ruhestand möglichst (finanziell) sorgenfrei genießen zu können. Die Dividenden alleine werden mir dafür leider nicht reichen!

  119. S.

    @Sparta:

    Ich habe keine spezielle-geheim Formel, falls Du das meinst, aber:

    Im Juni 2016 lag die Marktkapitalisierung im Tief bei etwa 504 Mrd. USD. Zu diesem Zeitpunkt hatte Apple Cash 232 Mrd – 85 Mrd. Debt = 147 Mrd.

    Zieht man davon nochmal 30% ab (Steuern, da das meiste im Ausland lagert), hatten sie nach Schulden und Steuern(die bei einer Repatriierung anfallen würden) immerhin noch ca. 103 Mrd. Cash. Zieht man diese 103 Mrd. von der Marketcap ab, so war diese bei nur ca. 400 Mrd. Dollar.

    Im Jahr 2016 hat Apple 45,7 Mrd Gewinn gemacht. 400/45,7 = KGV ca. 8,75 …(!) Und das zu einer Zeit, in der Konzerne mit Null bis wenig Wachstum wie Cola o.ä. mit enormen KGV bewertet waren. Die Aussichten für Apple habe ich nun ja schon ein paar mal geschrieben, ein KGV von 8,75 ist da keinesfalls gerecht gewesen! (Vor allem wenn man sich im Vergleich dazu den Gesamtmarkt, aber auch die anderen Tech-Konzerne) angeschaut hat.

    Die Kommentare zu Apple waren in dieser Zeit nur negativ und absolut absurd. Es gab keine einzigen positiven Stimmen zu Apple. Manche sahen schon den Untergang, nur weil die iPhone Verkäufe kurzfristig zurück gingen…

    Wie Du siehst, berechne ich eigentlich gar keinen „Fairen-Wert“, sondern schaue eher wo ich Potential bei dem Unternehmen sehe, wie groß dieses ist und vergleiche das dann mit den alternativen Investments. Bei Apple war die Lage meiner Meinung nach damals natürlich ziemlich eindeutig (auch wenn die Masse das anders sah), so eindeutig ist es meistens natürlich eher nicht, deswegen muss man immer abwägen..

    S.

  120. -M

    @S

    ich verfolge den Ansatz noch nicht so lange. Ich habe davor auf Dividendenwerte gesetzt und halte mich auch an Mr. Buffett.

    Der Ansatz der mich begeistert an einem konzentrierten Portfolio sind die Opportunitätskosten!

    Ich mache mir jetzt noch mehr Gedanken vor einem Investment.

    Wenn ich bereits ein paar Werte im Depot habe, und ein neuer soll dazu, frage ich mich, was dieser neue mir denn bringt?? Ich habe doch bereits einige von denen ich überzeugt bin, wieso dann einen neuen und nicht die alten aufstocken? Bringt der neue Wert mir deutlich mehr Rendite (laut Analyse) dann verkaufe ich einen der im Depot befindlichen Werte, weil ich kein „2. klassiges“ Investment möchte. 7-10 tolle reichen. Davon Übergewichte ich die „besten“ 2 nochmal zu den anderen.

    Depot nach Gewichtung im Moment noch:

    RDS

    IBM

    Kraft Heinz

    Phillips 66

    BASF

    ———– ca75%

    Apple

    Daimler

    Fresenius

    ——ca25%

    Apple und Fresenius sind neu dazugekommen, Daimler habe ich reduziert. Die Problemkinder RDS,IBM,P66 werden nicht mehr aufgestockt. Waren halt auch Teil meiner Divi Strategie. Bringen jedoch auch Cashflow ins Depot der in Wachstum gesteckt wird. Bei der Marge die Apple verdient und so wie Fresenius wächst, werden die zwei Werte weiter gekauft und Depotgewichtung dieser ausgebaut.

    Fielmann, Henkel und Fuchs Petrolub sind noch Kandidaten. Mir aber im Moment noch ca 10% zu teuer.

    Gruß

    -M

  121. Didi

    @S

    *sensationell*

    Deine Einstellung und Offenheit. Auch die Gabe Zusammenhänge an der Börse zu erkennen und zu verstehen ist Gold wert. Hut ab!

    Hab eine Frage zu Deiner Strategie im Crash. Deine Generation hat ja noch keinen Crash erlebt. Buy and hold ist ja schon logo…wenn es rauf geht jahrelang…but, was wenn es jahrelang runter geht?

    Mein erster erlebter Crash war im Nikkei…nach 50% minus bin ich mit Optionsscheinen long gegangen bei 20000 Punkten…mit meinem ersten Ersparnissen….waren so umgerechnet 5000€ die plötzlich Futsch waren weil es halt doch noch weiter runter ging 🙂

    Seit dem ist Risikomanagement an erster Stelle bei mir. Hat mich bei der Dotcomblase und 2008 vor schlimmeren Verlusten bewahrt.

    Versuchst Du Dein Depot abzusichern? Oder doch die Durchhalteparole mit stetigem Nachkaufen in einen fallenden Trend hinein? Wie planst Du da – wobei für Dich sprechen die Jahre und der Zinseszins… 🙂

    Apple schön und gut, aber im Crash landet Apple dort wo Du eingestiegen bist…die ETFs werden den Abwärtstrend verstärken, weil plötzlich die Nerven blank liegen werden…gerade bei Deiner Generation – ohne Erfahrung…von dem her meine o.a. Frage?

    In meinem Fall würde ein 50% Crash bedeuten:  5 Jahre länger arbeiten und nix ist es mit dem Vorruhestand – von dem her buy and hold mit ggf. Absicherung bei Bedarf 🙂

    Good luck!

     

     

     

     

  122. Didi

    @S

    Eines noch…was haltest Du vom Bitcoin?

    Deine Generation wächst ja gerade mit dieser neuen Idee auf…ist das für Dich eine buy and hold Thematik bei diesen hohen Kursen oder wie siehst Du da das Thema?  Gibt ja dzt. um die 7MIO User. Bei einer Marketcap. von dzt. 30MRD ist da ein User ja mit 4200$ bewertet. Verglichen mit den Börsengängen FB oder Twitter ja schon mal 20x höher…von dem her eher eine Bubble but von der Idee her eine mögliche Absicherung/ Diversifikation parallel zum Gold im Crash ??

     

  123. S.

    @Didi:

    einen wirklichen Crash habe ich in meiner „aktiven“ Börsenzeit tatsächlich noch nicht erlebt, deswegen kann ich dazu natürlich nicht soviel sagen. Mein „Plan“ für den „Crash“ bzw. vllt auch eher einen Jahrelang andauernden Bärenmarkt ist: so weiter machen wie bis jetzt. Jeden Monat kaufen.

    In meiner jetzigen Situation sehe ich für mich keinen Sinn mein Depot irgendwie abzusichern. (Wüsste ehrlich gesagt auch garnicht wie? Wenn der Markt mal richtig bebt wird sowieso alles unter die Räder kommen.) – Ich weiss, es gibt auch Produkte mit denen man an fallenden Kursen verdient oder ich könnte Stop-Loss-Orders platzieren und was es da nicht alles für anderes Zeugs gibt. Ich finde allerdings der beste „Schutz“ vor einem „Crash“ wird durch Prävention erreicht – indem man schon bei der Auswahl der Unternehmen auf: 1. Stabiles Geschäftsmodell und 2. Den Einstandskurs achtet.

    Wie sieht Dein „Risikomanagement“ aus, das Dich 2000 und 2008 geschützt hat?

    Didi: „Apple schön und gut, aber im Crash landet Apple dort wo Du eingestiegen bist…die ETFs werden den Abwärtstrend verstärken, weil plötzlich die Nerven blank liegen werden…gerade bei Deiner Generation – ohne Erfahrung…von dem her meine o.a. Frage?“

    Mir ist es eigentlich relativ egal, wo der Kurs landet, die Frage ist, Kaufen die Leute keine iPhones mehr? Keine Macs? Keine iPads? War zu beginn mit Apple auch 30% oder so im Minus und habe in der Zeit 4 mal nachgekauft, denke also nicht, dass es bei 50, 60% anders sein wird. (Obwohl, vllt kann ich dann 5 mal nachkaufen? 😉 )

    Zum Thema Bitcoin kann ich Dir leider überhaupt gar nichts sagen, da ich mich damit bis jetzt exakt 0 Minuten beschäftigt habe und mich auch nicht damit beschäftigen werde. Einerseits schreibst Du, dass eine 50% Korrektur bei Dir bedeutet, dass Du 5 Jahre länger arbeiten müsstest, und andererseits beschäftigst Du Dich mit Sachen wie Bitcoin. „Never change a running system“ ist da eher mein Motto, Aktien haben langfristig bewiesen, dass sie in der Lage sind Geld sehr effizient zu vermehren, warum sollte ich mich da mit Bitcoin beschäftigen?

    Oft ist es besser den „einfachen“ Weg zu gehen und nicht zu versuchen mit irgendwelchen neuen Produkten zu versuchen noch mehr raus zu holen, habe bis jetzt noch keinen gesehen, der damit irgendwas erreicht hat. Oft machen wir Menschen es uns selbst einfach viel zu kompliziert, da wir denken, dass nur mit komplexen Strategien und „hochwissenschaftlichen Chartanalysen“ wirklich Geld verdient werden kann an der Börse. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall, es reichen die 4 Grundrechenarten und ein wenig Verständnis für Zusammenhänge aus um an der Börse weit zu kommen. Wie sagte Buffett mal so schön: „Its simple. But it´s not easy.

    S.

  124. Didi

    Interessante Antwort! Gefällt mir.

    Die Frage die sich mir stellt ist die, wohin wandert die Kohle im Crash. Deswegen Bitcoin, Gold bzgl. Absicherung. Die Dividendenstrategie geht sich bei mir nichr mehr aus zu 100% – heißt Kapitalabbau vor der Rente und deswegen muß ich auch auf Kapitalerhalt achten. Trading ist Wahnsinn da bin ich bei Dir 🙂

    Weiterhin das Allerbeste!

  125. -M

    Wenn man auf das Geld angewiesen ist, sollte man eine niedrigere Aktienquote akzeptieren. Zumindest auch auf sehr defensive Werte setzen. Ich wollte mir die Rente jetzt nicht kaputt machen, nur weil ich total im Aktienmarkt drin bleibe, aber eigentlich das Geld benötige zum Verzehr.

    Zitat Kosto: Wer Viel Geld hat kann spekulieren…

    Wer wenig Geld hat (darauf angewiesen ist, für Familie etc), DARF NICHT spekulieren…

    wer kein Geld hat, muss spekulieren …

    da steckt viel Wahrheit drinnen

    -M

  126. Skywalker

    Geld ist nichts mehr wert leider. Der Preis für Geld ist der Zins, dieser ist so niedrig wie nie.

    Daher ist es nicht sinnvoll, Cash zu halten. Auf 12 bis 24 Monate vielleicht, aber niemals mittel und langfristig. Vermögenswerte mit positivem Cashflow braucht man, das ist es. Alles andere, also ohne Cashflow, kann steigen, wenn es knapp ist. Z. B. Gold, bitcoin  oder herausragende bordeaux Weine…

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