2 Lehrer: 29 Jahre alt und schon Millionäre mit Immobilien. Sie reisen um die Welt


New York, 18. Oktober 2017

Joe und Ali Olson. Das Paar aus Las Vegas besitzt 15 Miet-Objekte in den USA. Die beiden ehemaligen Lehrer reisen um den Globus. Sie sind finanziell frei. Obwohl sie nur ein moderates Gehalt zur Verfügung hatten, haben sie ein kleines Imperium aufgebaut. Ihr Trick: Fleiß, Sparsamkeit und Hartnäckigkeit.

Joe und Ali Olson waren zwei Lehrer in Las Vegas. Sie hatten etliche Nebenjobs. Sie sparten massiv. Als die Immobilienkrise in Las Vegas wütete, begannen sie Wohnungen zu kaufen. Sie machten es so erfolgreich, dass sie sehr wohlhabend wurden. Das Paar ist mit 29 Jahren in den Ruhestand gegangen.

Beide zeigen, dass man mit einem kleinen Einkommen ein enormes Vermögen aufbauen kann. Sie haben in der Spitze jeweils nur 44.000 Dollar als Lehrer verdient. Der Trick: Mit einigen Nebenjobs polsterten sie ihr Einkommen auf. Ihre Sparquote erreichte 75 Prozent. So brachten sie den Cashflow wie einen Schneeball ins Rollen. Geld macht Geld. Heute haben sie 15 Miet-Objekte.

Sie reisen mit Kind und Kegel. Im laufenden Jahr erwarten sie 60.000 bis 70.000 Dollar an Mieteinnahmen. Ein paar Tausender soll der Handel mit einem Objekt unterm Strich einbringen (Kauf, Verkauf). Sie machen nebenbei Consulting und journalistische Arbeiten, was zusätzlich Geld in die Kasse spült. Alles in allem verdienen sie schätzungsweise 130.000 bis 145.000 Dollar im Jahr 2017 – ohne ins Büro zu müssen.

Die beiden Amerikaner erinnern mich an Christian Marchner. Der Polizist aus Bayern ist finanziell frei. Er besitzt massenweise Immobilien. Er schaffte es in jungen Jahren in die Freiheit. Es ist wirklich faszinierend, was manche Menschen aufbauen.

Mein Vorschlag: Bereite Dich in Deutschland auf die nächste Immobilienkrise vor. Vielleicht kannst Du ein Schnäppchen machen. Wer weiß? Sich darüber Gedanken zu machen, kann ja nicht schaden. Der Weg über Aktien ist ebenfalls möglich. Per ETFs oder Aktien in die Freiheit zu kommen ist mit weniger Arbeit verbunden.

Ich finde diese Menschen wunderbare Beispiele. Es zeigt: Man kann im Leben einiges erreichen. Selbst mit einem „normalen“ Einkommen. Mit Fleiß und Hartnäckigkeit. Natürlich ist es leichter gesagt, als getan. (Ich gebe zu: Selten äußern sich natürlich jene, die mit Immobilien oder Aktien auf die Nase gefallen sind. Die gibt es auch.) Trotzdem ist so etwas inspirierend:

Die beiden Lehrer reisen mit Baby Annabelle rund um den Globus. Sie genießen das bodenständige Leben. Sie planen dieses Jahr noch ein Wohnmobil zu kaufen. Die Fotos haben mir die beiden freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die Einnahmen, die sie mit ihrem Blog verdienen, spenden sie übrigens jedes Jahr.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „2 Lehrer: 29 Jahre alt und schon Millionäre mit Immobilien. Sie reisen um die Welt

  1. Thomas der Sparkojote

    Das sind sehr inspirierende Geschichten! Sie motivieren mich das Selbe Ziel zu erreichen! Man Mus einfach hart Arbeiten für den Erfolg, natürlich ist eine Portion Glück (Immobilien Preise) in diesem Beispiel auch nicht verkehrt.

    Der jährliche Verdienst durch Miteinnahmen ist nicht von schlechten Eltern, damit lässt sich gut Leben und Reisen.

    Grüsse
    Thomas

  2. ChristianChristian

    Ja, das sind sehr inspirierende Geschichten. Sie motivieren mich auch, allerdings frustrieren sie mich auch. Frustrieren deshalb, weil ich in einer Zeit anfange zu Sparen und zu Investieren, in der alles überteuert ist, Aktien oder Immobilien.

    Ich überlege derzeit, meine progressive Aufteilung zu mäßigen und statt dessen sukzessive meine Cash Quote auszubauen, um für etwaige Preisstürze bei Immobilien oder auch Aktien gerüstet zu sein (natürlich ohne meine ETF anzutasten, denn Verkaufen kommt für mich nicht in Frage).

    Meine progressive Aufteilung kommt daher, dass ich oft gelesen habe, dass Timing sowieso keinen Sinn macht. Aber macht es Sinn, in überteuerten Zeiten alles in irgendwelche Assets zu pumpen?

    Ich lese nämlich in letzter Zeit öfter von Leuten, die es geschafft haben vermögend zu werden durch Sparen in Aktien oder Immobilien, allerdings haben die auch fast immer günstige Preise abgepasst. Die haben, wenn ich von Ihnen lese, nicht stur und stetig ohne nachzudenken Monat für Monat ihr Geld in ETF gepumpt.

  3. Mattoc

    Das Problem ist, dass man nie vorher weiß, ob der Markt (Aktien, Immobilien) überteuert ist oder nicht und vor allen Dingen wann wir ggf. nochmal deutlich tiefere Kurse sehen werden.

    Es gibt auch Marktanalysten, die voraussagen, dass wir erst am Anfang einer sehr großen Aufwärtsbewegung stehen.

    Meine Vermutung ist, dass sich die Menschen zu jeder Zeit (vor 20 Jahren, heute und in 20 Jahren z.B.) die gleichen Fragen stellen. Ist der Markt überteuert? Sind wir oben oder unten? Es bringt leider nicht viel.

    Ich hätte auch viel lieber, wenn meine ETFs im Minus wären, dann würde ich nicht darüber nachdenken zu verkaufen. Aber so…ich ertappe mich täglich bei der Betrachtung meines schönen Depots bei dem Gedanken zu verkaufen.. hat da jemand Tipps, die dagegen wirken?

  4. Johannes

    @ Mattoc

    Ein Tipp, um dagegen zu wirken, wäre, dich zu fragen, was du mit dem mitgenommenen Gewinn anstellst. Wieder investieren? Und wohin? Wenn dir nichts einfällt, investiert bleiben 🙂

  5. Stefan Stulle

    @Christian

    Die Leute, die den Markt bei DAX 8.000 für maßlos überteuert hielten und warteten, bis Aktien endlich billiger würden, warten immer noch. Bitte einen Blick auf den Kursdax werfen, de hatte sein Hoch im Jahre 2015.

  6. Fit und Gesund

    @Mattoc,

    Aussteigegedanken,

    in den letzten Wochen hab ich mir auch manchmal verwundert die Äuglein gerieben, mein Depot ist ziemlich gestiegen, natürlich habe ich gut gespart und angelegt, dazu Kursgewinne und Dividenden, auf der einen Seite freut es mich, auf der anderen Seite weiss ich, das kann nicht von Dauer sein,

    der Gedanke zu verkaufen ist mir letzthin auch mal ganz kurz durch den Kopf geschossen, *lach*, aber wozu? was mach ich mit dem Erlös? zumal ich noch gut Cash geerbt habe und dieses Geld im Moment auch brach liegt,

    würde es dann zu einem Crash innert 1 Jahr kommen, wär ich wohl auf der Gewinnerseite, kommt der Crash aber nicht und es geht weiter aufwärts, so würde ich mich ärgern,

    mein Ziel ist es 600 CHF pro Monat an Dividenden zu bekommen, wenn das erreicht ist werde ich meine Sparrate beibehalten aber nicht mehr weiter in Aktien anlegen sondern das Geld dann auf einem Konto sammeln um es dann nur noch bei einem Crash einzusetzen,

    noch ist es nicht soweit, wir haben keine Glaskugel, man muss auch akzeptieren dass man nicht Alles in der Hand hat.

    Alternativ könnte man auch mal eine Zeitlang vielleicht nur 3/4 oder 1/2 der Sparrate investieren, ich weiss es nicht.

    Herrje….. schöne Probleme haben wir…..

  7. Andrea

    Ich gebe zu, dass ich mich bei den gleichen Gedanken ertappe, mindestens einen Tiel zu verkaufen, um die Gewinne zu sichern. Mein Depot, das ich im Januar letzten Jahres angefangen habe zu befüllen, ist jetzt mehr als 19 % im Plus, obwohl ich auch dieses Jahr einige Aktien dazu gekauft habe und diese teilweise noch im Minus liegen.

    Aber wenn ich dann ins Depot schaue und überlege, welche Aktien ich verkaufen könnte, fallen mir nicht viele Kandidaten ein. Einige geben wunderbare Dividende, wie BASF, Shell, Prudential usw., bei anderen gehe ich davon aus, dass noch einiges an Kurspotenzial vorhanden ist. Hmmh. Ich denke, ich werde einen Crash aussitzen und dann hoffentlich einiges dazu kaufen.

  8. ChristianChristian

    @ Mattoc

    Also es gibt doch schon Gewisse Indizien, meinst Du nicht? Z.B. Weiß man doch, dass der KGV des S&P500 über einen langen Zeitraum im Schnitt zw. 16 und 17 liegt. Wenn dann der durchschnittliche KGV bei 25 liegt, ist es doch teurer als sonst. Und je höher der KGV ist, desto geringer ist doch die Wahrscheinlichkeit eine starken Steigerung in den nächsten Jahren. Denn wo wären wir denn dann, wenn die Kurse überproportional zu den Gewinnen steigen? Also bei einem KGV von 30 bis 40 sind wir schon jenseits von gut und böse…

    Man kann auch andere Größen heranziehen, anstatt des KGV. z.B. die Dividendenrendite. Die ist aktuell bei 1.8% p.a. im S&P500. Das ist auch sehr wenig im Vergleich zu anderen Zeiten.

    Dieses Zahlen drücken ja auch was aus. So kann ich bestimmen, ab wie viel Jahren sich mein Einsatz durch Gewinne „amortisiert“ hat. Wenn ich bei einer Wohnung, die ich vermiete, 25 Jahre brauche um durch die Miete meinen Einsatz rauszubekommen, dann ist das doch „teurer“, als wenn ich ihn nach 15 Jahren schon raus bekomme.

    Natürlich kann es sein, dass die nächsten 10 Jahre die Preise nicht fallen…

    Ich habe mir eine Strategie überlegt, die ich gerne diskutieren würde:

    1. Ich überlege mir eine Aktienquote anhand meiner „Risikoneigung“, Z.B. 75% Aktien, 25% „Sichere Anlage“

    2. Ich ermittle den langjährigen durchschnittlichen KGV meiner Anlage am Anfang des Jahres (d.KGV).

    3. Ich ermittle den aktuellen KGV meiner Anlage am Anfang des Jahres (akt.KGV).

    4. Und dann ermittle ich die tatsächliche Cash-Quote für das Jahr wie folgt:
    25% + 2*(akt.KGV –   d.KGV)
     Wenn also meine eigentliche Cash-Quote bei 25% liegt, der Durchschnittliche KGV bei 16 und der aktuelle bei 26, dann würde ich eine Cash-Quote von
    25% + 2*(25-16) = 43%
    bekommen.

    Habe ich in dem Jahr als mehr als 57% in Aktien, dann wird in diesem Jahr eher in „Sichere Anlagen“ gespart. Verkauft wird nix.

    Was haltet ihr davon?

  9. ChristianChristian

    @Stefan Stulle

    Das halte ich auch für eine schlechte Idee, den aktuellen Kurs an sich für zu hoch oder zu niedrig zu halten.

  10. Daniel

    So schön ich den Gedanken auch finde in der Krise mit dem hoffentlich noch vorhandenen Job + einer angesparten Cashreserve auf Immobilien-Schnäppchen-Einkaufstour zu gehen, so schwer fällt es mir mich mit dem Gedanken als Vermieter anzufreunden.

    Ich gehöre zu den Menschen die lieber am Samstag Überstunden schieben um anschließend vom Geld einen Handwerker kommen zu lassen der mir das fertig macht was zu erledigen ist. Also ein Mensch mit zwei linken Händen.

    Es wäre für mich unmöglich einen anrufenden Mieter mit einem Defekt in seiner Wohnung aus Eigenleistung wieder zufriedenzustellen. Es müsste also bei jedem „Schei*“ ein Handwerker bestellt werden den ich zwar absetzen kann aber dennoch meine Rendite massiv verhagelt. Das Ganze, inkl. vielleicht so einer Hausmeister Versorgung, rentiert sich halt erst richtig, wenn man mehrere Immos in der gleichen Gegend besitzt. Und hier halte ich es für relativ gewagt auf Kredit in der Krise auf große Shopping-Tour zu gehen bzw. es fehlt an ausreichend Eigenkapital um dies Bar zu bezahlen.

    Es wird also, völlig neidfrei, wohl darauf hinauslaufen, dass insbesondere wieder mal die wohlhabenden Menschen mit ausreichender Cash-Reserve sich die ertragreichen Immobilien-Perlen in der Krise unter den Nagel reissen.

    Ich sehe es eigentlich eher so, dass diese Krise die Chance ist den ohnehin geplanten Eigenheim-Kauf nachzuholen.

    Gruss Daniel

  11. Mattoc

    @Daniel

    Wenn es irgendwie erschwinglich wäre, würde ich gerne auf Dauer in möblierten Zimmern (hotelähnlich) wohnen. Ich brauche keine Immobilie, keine Möbel etc. und ich bin und bleibe gerne flexibel.

    Dieses Anschaffen von Gegenständen, die „mir gehören“, geht mir tierisch auf den Senkel. Mir reicht mein Depot, mein iPad und eine Tasche mit Kleidung. 🙂

    Leider lässt sich dieser Wunsch in Deutschland noch nicht gut (wirtschaftlich sinnvoll) umsetzen, so lange man standortgebunden berufstätig ist. Aber irgendwann setze ich das um…

    Und mir kommt es nicht in den Sinn, mich von Gebäuden und nervigen Nachbarn abhängig zu machen.

  12. Sparta

    @Tim

    Mit 29 Jahren – 15 Mietobjekte bei mäßigem Einkommen… geerbt oder finanziell frei mit 7 stelligen Schulden???

    Ich finde das mit den Immo-Investoren und gewaltigen Fremdkapitalhebel und dem „Optimalst-Szenario (Der Mieter zahlt alles ab)“ häufig etwas sehr blumig verklärt.

    Ähnlich wie bei Aktien ich schlage mal dauerhaft die durchschnittliche Rendite weil ich ein paar Kriterien reingebastelt habe…

    Sicherlich gibt es bei beiden Anlageformen ein paar lucky winner`s (ein paar ist jetzt aber optimistisch und die vielen loser beachten wir nicht…)!

    Nicht jeder hat das Wissen eines Dr. Zitelmann/Waffen Buffet`s und die meisten Menschen sind nur durchschnittlich motiviert und leistungsbereit alles andere hinten anzustellen. Von dem her zeigen die Nebenjob`s den Leistungswillen, aber die Menge der Wohneinheiten ist für mich nicht rational erklärbar ohne Hilfestellung oder gewaltigem FK-Hebel…???

    Schnell reich ist deutlich unwahrscheinlicher als langsam vermögender…

    @Mattoc

    Thx für Deinen Link noch!

    Schwierig Dir einen Rat zu geben, da Du ja Dich selbst besser kennst, als wir Dich! Auch Deine Depotzusammensetzung kennst Du besser.

    Wenn die Asset-Allocation passt (genügend Cash-Reserve dass man sich wohlfühlt) dann ist für mich persönlich buy & hold das allerbeste was man machen kann. Risikotragfähigkeit, Zeithorizont und persönliche Bedingungen sollten auch passen.

    Andere sehen das wieder anders und das ist auch ok so. Jeder ist selbst verantwortlich für seine Lebensleistung (in diesem Fall die monetäre).

  13. Rainer Zufall

    Mattoc

    Kann nur für mich sprechen, vor einem Verkauf würde ich Neukäufe auf 0 setzen. Und alle Ausschüttungen sowie die monatl. Sparrate auf dem Tagesgeld-Konto sammeln. Erst Mal für 6 Monate. Ggf. länger. Hat dann ja einen ähnlichen Effekt wie ein Verkauf – die Cashquote steigt.

    Christian

    „Also es gibt doch schon Gewisse Indizien, meinst Du nicht? Z.B. Weiß man doch, dass der KGV des S&P500 über einen langen Zeitraum im Schnitt zw. 16 und 17 liegt. Wenn dann der durchschnittliche KGV bei 25 liegt, ist es doch teurer als sonst.“

    Was, wenn ein KGV von 25 auf Grund der Nullzinspolitik das neue KGV von 16 ist? Könnte ja sein, dass sich die Bewertungsmassstäbe verschieben, oder schließt Du das aus?

  14. Matthias

    @ Mattoc und alle anderen, die Buy and hold machen wollen, aber regelmäßig ans Verkaufen denken:

    Kauft Aktien und vergesst euren Einkaufskurs. Schaut nicht ins Depot Macht keine Renditeberechnungen. Das hilft ungemein.

    Zu teuer?

    Vieles empfinde ich als teuer. In Relation zu mickrigen Zinsen stimmen die Preise aber halbwegs. Wenn Die Zinsen steigen, fallen die Preise. Ich gehe davon aus, dass das früher oder später passiert. Bei Konsumgüterherstellern ist das schon passiert. bis 2015 galten viele US-Riesen als „sichere Einkommensquelle“. Mittlerweile liegen in den USA die Zinsen wieder etwas höher; das Interesse an diesen Aktien ist wieder geschrumpft und die Kurse haben deutlich nachgegeben.

    @ Tim

    „Bereite Dich in Deutschland auf die nächste Immobilienkrise vor.“

    Wie bereitet man sich dafür am besten vor? Wissen aneignen und Geld anhäufen fällt mir dazu ein. Geld anhäufen widerspricht deinem Mantra alles direkt anzulegen (wovon ich nichts halte). Außerdem widerspricht der Tipp deinem Mantra, kein „Markettiming“ zu betreiben. Auch diesen Tipp sehe ich skeptisch, da das impliziert, dass man auch vollkommen überteuerte „Investitionen“ tätigen sollte, wenn alles teuer ist.

  15. ChristianChristian

    @Rainer Zufall

    Was, wenn ein KGV von 25 auf Grund der Nullzinspolitik das neue KGV von 16 ist? Könnte ja sein, dass sich die Bewertungsmassstäbe verschieben, oder schließt Du das aus?

    Na ich meine schon, dass es vermutlich wegen der Nullzinspolitik zu einer Verschiebung hin zu etwas zu teuer gegeben haben könnte. Was ich mich frage, wenn es auf Jahre keine wesentlichen Zinsanhebungen gibt, ob das dauerhaft bei diem Verhältnis von Kurs zu Gewinnen bleibt. Vermutlich schon. Eine plötzliche, starke Anhebung der Zinsen wird es wahrscheinlich nicht geben, so dass es bestimmt auch keinen größeren Einbruch in den Aktienkursen – aus diesem Grunde – geben wird. Spekuliere ich.

    Ich bin mir einfach seit einiger Zeit (seit dem meine Beträge immer größer geworden sind) nicht mehr sicher, ob so eine hohe Aktienquote von 80% so angebracht (für mich) ist. Dass ich mir nicht mehr sicher bin, ist bestimmt schein ein Anzeichen dafür, dass ich die Quote senken sollte.

    Vielleicht nach meiner obigen Formel? 😉

     

     

     

  16. ChristianChristian

    @ Matthias

    Wie bereitet man sich dafür am besten vor? Wissen aneignen und Geld anhäufen fällt mir dazu ein. Geld anhäufen widerspricht deinem Mantra alles direkt anzulegen (wovon ich nichts halte). Außerdem widerspricht der Tipp deinem Mantra, kein „Markettiming“ zu betreiben. Auch diesen Tipp sehe ich skeptisch, da das impliziert, dass man auch vollkommen überteuerte „Investitionen“ tätigen sollte, wenn alles teuer ist.

    Ja genau. Ich finde das auch ein bisschen widersprüchlich. Und in überteuerte Assets volle Kanne zu investieren, ist ev. wirklich nicht ganz vernünftig. Eher ein bisschen gemäßigter…

  17. Daniel

    Ja genau. Ich finde das auch ein bisschen widersprüchlich. Und in überteuerte Assets volle Kanne zu investieren, ist ev. wirklich nicht ganz vernünftig. Eher ein bisschen gemäßigter…

    Ein überteuertes Asset in Form von Aktien kann es fast nicht geben, niemand wird sagen können ob die Preise nicht einfach nur hoch sind. Wären sie überteuert würden die Aktien ja auch massiv verkauft weil derjenige der sie hält nicht mehr daran glaubt dass sie noch mehr wert sein könnten. Ansonsten ist die Zukunft, zumindest das, was bekannt ist, ja bereits im Kurs eingepreist.

    Wir erleben derzeit halt nur eine massive Geld-Umschichtung in Werte und weg vom Fiat-Geld. Das treibt Aktienkurse natürlich an. Die Frage ist und bleibt aber die gleiche: Glaube ich daran, dass die Kurse inkl. Inflation in 20-30 Jahren höher sein werden als jetzt? Wenn ja, dann alles investieren was die Allokation hergibt und wenn nicht: dann sollte ich gar nicht mehr an der Börse sein.

    Der Weg durch eine Krise kann nur mit einer sauberen Asset-Allokation gelingen die jeder für sich selbst definieren muss. Ich wäre mit einer Quote von 80% Aktien überfordert, es würde zu einem massiven Vermögenseinbruch kommen wenn die Kurse in den Keller stürzen. Also habe ich noch andere Assets.

    Deswegen finde ich Tims Aussage nicht zwangsweise widersprüchlich. Voll investieren ist statistisch neben dem idealen Kaufzeitpunkt (den niemand erreicht) die zweitbeste Option. Die Frage ist eben bis zu welcher Quote man Aktien haben will und nicht zu welchem Kurs man z.B. einen ETF kauft. Habe ich derzeit 10% Aktien im „Gesamt-Depot“, und strebe 30% an dann habe ich erstmal auch voll in den Markt zu investieren. Bricht der Kurs ein muss ich eben nachkaufen um die Quote zu halten oder aber ggf. verkaufen oder andere Assets besparen.

    Und es müssen ja auch nicht zwangsweise hohe Bargeldsummen gehalten werden, man kann auch in liquidere Anleihen gehen die zwar weniger Rendite abwerfen aber den beruhigenden Teil des Depots darstellen, sofern man nicht im High-Yield Bereich unterwegs ist.

    Gruss Daniel

  18. Fit und Gesund

    und was ich noch sagen wollte :

    Claus hat sich gestern dann wohl sehr gefreut, ich freu mich für ihn, vermutlich brütet er schon längst wieder was Neues aus….

    IBM ist gestern wie eine Rakete nach oben geschossen 🙂

    gratuliere!

     

  19. ChristianChristian

    @Daniel

    Ein überteuertes Asset in Form von Aktien kann es fast nicht geben, niemand wird sagen können ob die Preise nicht einfach nur hoch sind. Wären sie überteuert würden die Aktien ja auch massiv verkauft weil derjenige der sie hält nicht mehr daran glaubt dass sie noch mehr wert sein könnten. Ansonsten ist die Zukunft, zumindest das, was bekannt ist, ja bereits im Kurs eingepreist.

    Ist das wirklich so? Warum trifft das nicht auf Immobilien zu? Man könnte doch sagen, Immobilien sind solange nicht überteuert, solange man glaubt, sie könnten noch teurer werden. Warum würden Immobilien nicht verkauft, weil derjenige der sie hält nicht mehr daran glaubt dass sie noch mehr wert sein könnten. Also warum trifft das auf Aktien, aber nicht auf Immobilien zu? Das verstehe ich nicht.

  20. Slazenger

    Fit und Gesund

    darauf musste der Claus aber wirklich lange warten, aber man sieht Geduld zahlt sich dann auch aus! Ähnlich könnte es bei H&M laufen!

    Church&Dwight sehe ich gute Kaufkurse bei ca. 35€

  21. Sven

    @Christian

    „Also es gibt doch schon Gewisse Indizien, meinst Du nicht? Z.B. Weiß man doch, dass der KGV des S&P500 über einen langen Zeitraum im Schnitt zw. 16 und 17 liegt. Wenn dann der durchschnittliche KGV bei 25 liegt, ist es doch teurer als sonst. Und je höher der KGV ist, desto geringer ist doch die Wahrscheinlichkeit eine starken Steigerung in den nächsten Jahren. Denn wo wären wir denn dann, wenn die Kurse überproportional zu den Gewinnen steigen? Also bei einem KGV von 30 bis 40 sind wir schon jenseits von gut und böse…“

     

    Im Juni 2009 lag das KGV des S&P500 bei 122. Es waren seitdem also gar keine Gewinne möglich. Wer etwas anderes behauptet, ist wohl einer Fata Morgana erlegen.

    Von 1991 bis 2011 betrug das durchschnittliche KGV des S&P 26. Es war also seitdem zu teuer.

    Quelle: Wikipedia S&P500

    Was besagen nun Deine „Indizien“?

  22. Schwaberle

    Guten Abend,

    Mir fällt es aktuell auch sehr schwer einfach stur und stetig weiter zu investieren. Die Vorstellung von einer kräftigen Korrektur und günstigem Einstieg ist so verlockend.

    Allerdings wären mir die letzten 12-18 Monate echt einiges an Dividenden und Kursgewinnen (Buchgewinne) entgangen.

    Ich bleibe weiter unschlüssig.

    Mein vorübergehender Plan:

    Meinen Cashbestand halte ich wohl und die monatliche Sparsumme investiere ich zum Großteil weiter in meine ETFs.

      Gruß Schwaberle

  23. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    So viele Menschen haben zig Tausende in Sparbüchern, Bausparverträgen, Festgeldern gebunkert. Für sie wäre es hilfreich, wenn die Immobilienkrise/-korrektur kommt, sich umzuschauen. Vielleicht in der Nachbarschaft, wo sie sich gut auskennen.

    @ Sparta

    Die beiden haben ihr Vermögen innerhalb eines guten Jahrzehnts nach und nach aufgebaut. Das war nicht über Nacht. Diese zwei sind extrem ehrgeizig und sparsam. Sie sind eine Ausnahmeerscheinung. Klar. Während der Finanzkrise waren sie mit ihren Immobilien eine zeitlang im Minus. Sie hatten aber den Biss und die Geduld, das auszusitzen.

  24. Matthias

    @Sven:

    „Im Juni 2009 lag das KGV des S&P500 bei 122. Es waren seitdem also gar keine Gewinne möglich. Wer etwas anderes behauptet, ist wohl einer Fata Morgana erlegen.“

    Sich in einer Krise an das KGV zu klammern sagt nicht viel aus, wenn die Gewinne stark fallen. Würde eine Aktie einen negativen Preis annehmen, wenn das Unternehmen Verluste schreibt? Nein. Gewinne über den Durchschnitt der letzten Jahre zu glätten ist da sinnvoller.

  25. ChristianChristian

    Man kann ja die Frage mal ganz allgemein stellen:

    Kann man für eine Aktie sagen, ob sie teuer oder billig ist?

    Falls ja: wie könnte man das herausfinden, ob sie teuer, normal oder billig ist?

    Und falls ja, könnte man das auch für einen Aktienkorb?

  26. AlexanderAlexander

    Ich habe keine Lust mehr auf Immobilien. Zu viel Arbeit und Ärger. Kauft man sich ein paar REITs, dann hat man seine Ruhe und die Dividenden sind teilweise höher als bei einer Direktinvestition.

    Ich fahre eine Aktienquote von 100 %, ich kaufe auch jetzt jeden Monat nach. Vielleicht steigen die Kurse noch um 30 % und wenn es dann zum Crash von 50 % kommt, dann wäre man gerade mal mit 35 % im Minus. Kauft man weiter nach, dann ist man relativ schnell wieder im Plus. Ich habe genug Beispiele durchgerechnet, wenn man regelmäßig investiert, dann geht das recht schnell.

  27. Fit und Gesund

    @Alexander,

    ich habe auch eine Aktienquote (eigenes Geld) von über 95%, solange ich jeden Monat nachkaufen kann passt es, auch wenn ein Crash käme, das sehe ich ähnlich. Im Moment behalte ich mein System genau so bei. Bis zum vorgezogenen Rentenbeginn möchte ich deshalb auch die 600 CHF/Monat an Dividenden haben + nochmal ein wenig Cash für’s erste Jahr.

    Mit den Immobilien sehe ich es ähnlich, hier steht ein Mieterwechsel an, kostet Rendite, kostet Zeit und kostet Nerven, aber auch hier, ein Verkauf wäre zwar gut möglich, nur dann wieder die Frage, wohin mit dem Geld ?,

    also mit bisschen Geld hat man auch so seine Probleme, kaum zu glauben *lach*

     

    @ Slazenger,

    ja, Church and Dwight wäre eine gute Aktie, ich warte auf bessere Preise, erzwingen kann ich es nicht.

  28. ChristianChristian

    @Alexander und Fit und Gesund

    Das ist konsequent! Wahrscheinlich bin ich noch nicht lang genug dabei. Deshalb bin ich auch noch von den 30% Kursgewinnen (Dividenden unberücksichtigt) weit entfernt. Und deshalb meine Gedanken gerade, ob es auch jetzt noch ein guter Zeitpunkt ist, voll zu investieren, oder doch einen Teil auf Seite zu parken. (Weil dann stehen bei 50% Crash eine -40 bei mir da).

    Außerdem habe ich mich beim Brexit und der Trump Wahl ziemlich geärgert, dass ich nichts parat hatte.

  29. Ruben

    Es ist toll, was dieses Paar geschafft hat und sie verdienen meinen höchsten Respekt. Dennoch denke ich zu so einer außergewöhnlichen Leistung ist auch das richtige Marktumfeld und ein gewisses Talent erforderlich.

    Es ist jedoch nicht immer so eindeutig wie bei diesem Paar. Es ist zwar letztlich immer wieder eine individuelle Geschichte, aber es würde mich doch interessieren, welches Networth in in welchem Alter als gut angesehen werden kann, Sondereffekte nicht aus eigener Leistung wie Erbschaften einmal ausgenommen.

    Welche Sparziele sollte man im Optimum mit welchem Alter wenigstens oder im besten Fall versuchen zu erreichen? Beispiel: mit 30 Jahren wenigstens 50k, im besten Fall 100k, mit 40 Jahren wenigstens 150k, im besten Fall die 300k usw. Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber mich interessiert das Thema.

  30. Daniel

    Ist das wirklich so? Warum trifft das nicht auf Immobilien zu?

    Die Argumentation ist berechtigt. Meine Gedanken dazu:

    Man könnte doch sagen, Immobilien sind solange nicht überteuert, solange man glaubt, sie könnten noch teurer werden.

    Das würde ich auch in Ballungsgebieten so unterschreiben. Genau das erklärt auch warum teilweise Immobilien leerstehen aber nicht verkauft werden. Weil derjenige noch glaubt, dass die im Wert weiter steigen werden.

    Warum würden Immobilien nicht verkauft, weil derjenige der sie hält nicht mehr daran glaubt dass sie noch mehr wert sein könnten. Also warum trifft das auf Aktien, aber nicht auf Immobilien zu? Das verstehe ich nicht.

    Werden sie doch. Ich kenne einige Bekannte die genau zum jetzigen Zeitpunkt ihre Zweitwohnung verkauft haben. Sie haben mir gesagt dass sie nicht davon ausgehen, dass der Wert bzw. der Preis den Menschen derzeit bereit sind für die Immo zu zahlen sich über die nächsten Jahre halten wird.

    Ich weiss auch nicht ob man Aktien und Immos direkt miteinander vergleichen kann.

    Die gängigen Aktien werden täglich tausendfach von vielen Experten bewertet, alle Mängel und Zukunftsaussichten sind in Form von Geschäftsberichten in den Kurs eingepreist. Würdest Du das auf Immos (flächendeckend) übertragen wollen? Wird wirklich jede Immobilie egal ob auf dem Land, im Speckgürtel oder in der Stadt täglich von 10 Bauexperten untersucht, neu bewertet und anschließend von Forschen die sich mit Land/Stadtflucht auseinandersetzen bewertet ob das Haus gute Zukunftsschancen hat was den Standort angeht, oder ist es nicht vielmehr so dass ein aktuell ein Haufen Laien oder Halb-Experten momentan blauäugig bei der Bank Kredite einholt und etwas kauft weil es grade alle kaufen? Oftmals mit einem Bruchteil an Eigenkapital?

    Dann muss auch noch zwischen Invest und Eigennutzung unterschieden werden. Eigennutzung lassen wir mal ganz weg, weil das ist ja nicht mit einer Aktie vergleichbar, sondern das wären eher Vermietungs-Objekte. Ist es wirklich so dass hier Immos und Aktien vergleichbar sind? Eine Aktie eines Unternehmens von dem ich (und der Markt) überzeugt sind, kann über viele Jahre im Depot gehalten werden. Es kostet mit nichts und ich muss nichts weiter tun.

    Eine Immo nutzt sich in jedem Fall ab. Das wäre so als ob die Aktie pauschal jedes Jahr 2% Verlust macht, egal wie die Wirtschaftslage ist. Retten tut dich in dem Fall eben nur der Standort der Immobilie.

    Ich würde fast dahingehen und eine Immobilie zur Eigennutzung mit Gold vergleichen (der Kurs schwankt, man kann Glück haben dass es mal rauf geht oder auch mal runter) aber es gibt keine laufenden Gewinne.

    Und eine vermietete Immobilie würde ich eher mit einer Anleihe vergleichen die zwar regelmäßig ausschüttet (Mieten), die aber je nach Wirtschaftslage als Kurs massiv rauf oder massiv runtergehen kann.

  31. Gurki

    Ihr schreibt immer ihr findet solche Geschichten „inspirierend“. Ich finde sie irgendwie ernüchternd. Man (ich) spart sich einen Ast und sieht nur minimale Erfolge.

    Ich habe vor zwei Jahren angefangen und mein Depot selbst steht bei +5,xx%. Die einzigen Positionen die grün sind, sind meine ETF und Nestle. Alles andere war bisher „ein Griff ins Klo“. Gut, mal abwarten was weiter passiert. 🙂

     

  32. mentalmarkt

    @ Sven

    Den Ton in dem Du hier postest kommentiere ich mal nicht (auch wenn ich Lust dazu hätte), Deine Ansichten zur angeblichen Gleichgültigkeit des KGV schon:

    „Im Juni 2009 lag das KGV des S&P500 bei 122. Es waren seitdem also gar keine Gewinne möglich.“

    Letzteres hat niemand behauptet, wer es nötig hat einen (auf bayerisch) „Watschenmann“ aufzubauen hat wohl keine sonderlich tollen Argumente, und sich auf die Momentaufnahme des (nicht Shiller-) KGVs eines Monats zu stürzen [wenn’s denn stimmt] und daraus abzuleiten, dass es egal ist führt zu keiner besonders saubere Analyse.

    „Von 1991 bis 2011 betrug das durchschnittliche KGV des S&P 26. Es war also seitdem zu teuer.“

    Du möchtest hier ironisch sein, solltest IMHO aber lieber weniger über Stilmittel und mehr über die angeführten Charts nachdenken: Der Durchschnitt ist deswegen so hoch, weil in der Zeit vor dem 2000/2001-Crash das KGV so hoch war, danach gab’s aber halt den Crash – zu hohe KGVs können also vielleicht anders als Du behauptest schon ein Warnzeichen sein. Hat mich ca. 1 Sekunde Blick auf das Chart gekostet, das vernünftig zu interpretieren.

     

    @ Christian:

    obwohl KGVs (insb. Shiller-KGVs) im meiner Meinung nach nicht egal sind weiß halt niemand, wie lange die hoch bleiben auch wenn sie bestimmt mal wieder korrigieren. Ich investiere daher stur weiter, aucn wenn ich nicht nicht all-in gehe (wenn der Crash kommt kann ich immer noch überlegen, ob ich Tagesgeld reinwerfe und auslaufende Festgelder an die Börse trage). Aber ich verkaufe nicht und höre auch nicht auf nachzukaufen.

     

     

  33. Sparta

    @Ruben

    „Es ist toll, was dieses Paar geschafft hat und sie verdienen meinen höchsten Respekt. Dennoch denke ich zu so einer außergewöhnlichen Leistung ist auch das richtige Marktumfeld und ein gewisses Talent erforderlich.“

    15 Immo`s oder Wohneinheiten mit 29 und durchschnittlichem Gehalt… sorry, mir fehlen da richtig harte Fakten.

    Entweder Hilfestellung von außen/Eltern und/oder noch ein gewaltiger Schuldenberg wo dieser positive Cashflow mit aufgebaut worden ist… dieser Schuldenberg geht dann in der Mehrheit der Fälle schief und ein paar wenige profitieren vom survivorship bias und werden dann als neue „Helden“ präsentiert… „Man muss sich einfach nur genügend anstrengen“ dann schaffst auch Du das! 😉 Wenn nicht, viel Glück und wir wollen/werden nichts mehr von Dir hören…

    Apropos Glück: Dobelli schreibt, dass Glück & Zufall einen viel größeren Einfluss haben, als es manche gerne wahr haben wollen. Im Prinzip glauben aber „Macher“ immer/überwiegend an die Selbstbestimmtheit des eigenen Schicksals.

    Was man in welchem Alter haben sollte? Das ist wirklich sehr individuell und auch nicht zuletzt vom Zufall / Elternhaus / Schicksal (Erbe/ Erziehung/ Gewohnheiten des Elternhauses & Bildung/ Gesundheit/ Krankheit/ Pflege/ richtiger Standort zur richtigen Zeit) bedingt.

    Zudem ist es auch stark abhängig von der Marktphase, wenn es ne fette Aktienquote ist.

    Ich fand die Jungs mit Anfang 20 und 100 k schon sehr gut (glaube 1-2 Schweizer und der eine Junge aus dem Stuttgarter Raum). Allerdings sieht das Leben mit Anfang 20 auch anders aus als in der 30ern und in den weiteren Lebensabschnitten werden auch noch ein paar Lebens-Krisen auf jeden von uns warten…

    Manche demotiviert das, andere spornt es an…

    Ich wage es zu bezweifeln, dass es für die schnell reich Variante (<10 Jahre) eine hohe Wahrscheinlichkeit bzw. Garantie gibt bzw. es nur an der Motivation / Willen liegt, so das praktisch reproduzierbar ist, wenn man nur gewisse Grundsätze einhält.

    Ich bin aber geistig offen, wenn es jemand hier garantieren kann! *g*

  34. yankee

    @Gurki und die anderen ETFler, was habt ihr so für ETF’s in euren Depots ? Ganz normal das Weltportfolio abgebildet (70/30 Welt/EM) oder mit noch paar Midcaps… evtl sogar was komplett anderes ?

    Bei mir sind drin

    Welt/EM (UBS)

    Stoxx Europe 600 (iShares)

    Asia Pacific Dividend (iShares)

    UK Dividend (iShares)

  35. Gurki

    Momentan MSCI World und EM. EVentuell kommt noch ein Stoxx Europe 600 dazu.

    Dazu dann ein paar Einzelaktien.

  36. Rainer Zufall

    Yankee

    Small und Midcaps habe ich nicht. Momentan siehts bei mir so aus:

    -Monatl. Sparplan:

    iShares MSCI World UCITS ETF
    iShares MSCI EM UCITS ETF
    DK MSCI EUROPE

    -Ergänzend aber kein regelmäßiger Sparplan:

    iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF (ca 5%, wird noch auf 10% ausgebaut)
    DK IBOXX EO LIQ.CORP.DIV. (ca 5%)

    -Einmalanlage nach Auflösung von Riester:

    UBS MSCi World (LU0340285161)
    UBS MSCi EM (LU0480132876)
    ISH.STOX.EUROPE 600 U.ETF

    Wenn die 100K im Depot erreicht sind werde ich vermutlich noch einen ETC mit aufnehmen. Das wird aber noch ein bisschen dauern.

     

  37. ZaVodou

    Ich denke, dass sich der Kauf im Supermarkt nicht gr0ß vom Kauf an der Börse unterscheidet. Im Supermarkt kaufe ich vor allem, wenn etwas im Angebot ist, wenn es billig ist. Wenn nichts im Angebot ist, kaufe ich nicht.

    Ich denke aber, dass es einen Unterschied macht, ob man ganze Märkte kauft oder einzelne Aktien. Ich habe mich dazu entschlossen einzelne Aktien zu kaufen, einerseits, weil es für mich eine geistige Herausforderung darstellt gute Aktien zu finden, andererseits, weil es mir die Chance eröffnet auch in teuren Gesamtmärkten immer mal wieder Aktien zu finden, die einigermaßen günstig zu haben sind. Buffett (übrigens mit doppel f und doppel t, weil ich den Namen immer wieder falsch geschrieben sehe) sagt auch, dass man sich keine großen Gedanken über die Märkte machen soll und diesen Vorherzusagen, sondern man  soll  sich mehr auf die Aktie an sich konzentrieren. Also welche Aktie und zu welchem Preis.  Ist die Aktie eher günstig oder eher teuer.

    Wie bekommt man aber heraus, ob eine Aktie günstig ist? Hier unterscheidet sich der Kauf einer Aktie dann doch etwas von einem Stück Butter, weil eine Aktie eine Rendite abwirft.
    Dazu wurden viele Modelle entwickel. Im Zeitalter des Internets gibt es aber auch viele Dinge, die einem dabei helfen sich eine Meinung zu bilden. Mir gefallen FAST-Graphs von Chuck Carnevale und der Aktienfinder von Torsten Tiedt sehr gut. Beide stellen auch Videos ins Netz (youtube).

    Weil ich nicht weiß, wie sich die Märkte entwickeln, verkaufe ich mein Depot nicht. Da bin ich ganz Dividendeninvestor. Ein Bäcker verkauft auch nicht gleich seinen Laden, wenns mal eins, zwei Jahre nicht so gut läuft

  38. ZaVodou

    @Sven

    Zitat: „Im Juni 2009 lag das KGV des S&P500 bei 122. Es waren seitdem also gar keine Gewinne möglich.“

    Das KGV von 122 sagt ja nur aus, dass es eher ein schlechter Zeitpunkt wäre zu kaufen, obwohl es im Nachhinein betrachtet ein recht guter Zeitpunkt gewesen wäre einzusteigen. Schauen wir aber nur mal ein Jahr weiter. So um das Jahr 2010. http://www.multpl.com/
    Hier fiel das KGV auf 16-17. Und war damit in der Nähe des langjährigen Mittels. Der Einstieg war zwar nicht der günstigste, aber hätte auch eine ganz nette Rendite gebracht und man konnte sich einigermaßen sicher sein, nicht zu teuer gekauft zu haben.

  39. Sven

    @mentalmarkt

    „Du möchtest hier ironisch sein…“

    Puhhh, wenigstens Du hast das erkannt. Ich hatte schon befürchtet, das bemerkt niemand.

    „Der Durchschnitt ist deswegen so hoch, weil in der Zeit vor dem 2000/2001-Crash das KGV so hoch war…“

    Wozu ist es von Bedeutung, weshalb das KGV wann hoch war? Durchschnitt ist eben Durchschnitt.

    „obwohl KGVs (insb. Shiller-KGVs) im meiner Meinung nach nicht egal sind weiß halt niemand, wie lange die hoch bleiben auch wenn sie bestimmt mal wieder korrigieren. Ich investiere daher stur weiter, aucn wenn ich nicht nicht all-in gehe…“

    Wir halten also fest, dass das KGV (insb. Shiller-KGV) nicht egal ist! Und nun investieren wir stur weiter. Was genau nützt uns denn jetzt das KGV oder Shiller-KGV, wenn Du es selbst ignorierst?

  40. Ralf

    15 Immobilien mit Durchschnittsgehalt….

    Ganz ehrlich: Das macht in D keine Bank einfach so mit aufgrund immer mehr geforderter Sicherheiten bei der Kreditvergabe. Die Kreditrichtlinien wurden drastisch verschärft. Habe ich kürzlich mitbekommen, als wir uns mal wegen eines Hauskaufs bei einer Bank haben beraten lassen. Da müssen irgendwelche Sicherheiten da gewesen sein (Erbschaft etc.) die nicht näher erwähnt wurden. Von den ganzen hohen Kaufnebenkosten (Grunderwerbssteuer, Notar, Makler) ganz zu schweigen.

    Zu den Aktien und dem Markt allgemein: Eine gewisse Bargeldquote für Rücksetzer an den Börsen ist sicherlich nie ein Fehler. Korrekturen werden kommen.

  41. Mattoc

    Hallo ZaVodou,

    ich habe mir deinen Blog angesehen. Sehr interessant, besonders auch die Verlinkung zum Dividendgrowthinvestor.

    Gibt es aktuell Aktien, die deiner Meinung nach „günstig“ sind? Ich bin bei diesem Thema zwar sehr skeptisch und glaube nicht, dass es günstige oder teure Aktien gibt. Der Markt bestimmt den Preis.

    Aber mich würde interessieren, welche Aktien du aktuell weshalb für günstig hältst. Vielleicht kannst du ja ein oder zwei Beispiele nennen?!

    Danke!

  42. ChristianChristian

    Sven,

    glaubst Du, ich habe auf diese Art Spaß daran, mit Dir zu diskutieren?

    Wenn Dir das egal ist, würde ich Dich bitten, mir kurz mitzuteilen, dass es Dir egal ist.

  43. Max

    Leute Leute….. was für ein Pessimismus?
    was macht ihr erst, wenn die Kurse wirklich mal purzeln? Gurki ist in einen Bullenmarkt vor zwei Jahren als NewComer eingestiegen und beschwert sich über magere 5%. Was machst du erst bei einem Crash um 30%?
    Schomal drüber nachgedacht, dass Tagesgeld im Vergleich zu deinem Portfolio nach Abzug der Inflation jeden Tag weniger wert wird?
    Also immer fleißig weiter investieren, Blue Chips im Auge behalten (IBM, GE, GIS, T, TGT, …) und nicht zu viel vom Markt erwarten und keine Wetten an der Börse eingehen. Ihr verliert immer, weil ihr nicht intelligenter wie der Markt (Alle Marktteilnehmer zusammengenommen – dich) seid!

  44. Sven

    @Christian

    „glaubst Du, ich habe auf diese Art Spaß daran, mit Dir zu diskutieren?“

    Nein, natürlich nicht! Ich denke auch nicht, dass „Spaß haben“ der vorrangige Zweck einer Diskussion ist. Ich möchte Euch nur ein wenig aus Eurer „mit-25 Jahren-Millionär-Filterblase“ herausholen.

    @Max

    „was macht ihr erst, wenn die Kurse wirklich mal purzeln? Gurki ist in einen Bullenmarkt vor zwei Jahren als NewComer eingestiegen und beschwert sich über magere 5%. Was machst du erst bei einem Crash um 30%?“

    Ich vermute, er macht dasselbe, was er bereits 2015/2016 gemacht hat, als die Märkte um 22% zurückgingen.

  45. ChristianChristian

    Max,

    es ist doch kein Pessimismus ausgebrochen. Es geht doch um die Frage, ob vielleicht derzeit nicht nur Immobilien etwas überteuert sind, sondern evtl auch Aktien. Auf gar keinen Fall denke ich daran, meine ETF zu verkaufen, das habe ich mir tausendfach eingebleut. Ich überlege mir nur, ob ich nicht mein Verhältnis Aktien zu „sicheren Anlagen“ etwas zugunsten des Cash Bestands korrigieren sollte.

    Vielleicht nach meiner obigen Formel 😉

     

  46. mentalmarkt

    @ Sven

    sorry, aber das angeblich an mich gerichtete Posting  ist der Mühe nicht wert sich damit länger zu beschäftigen; netterweise aber trotzdem kurz die Erläuterung, warum das nicht satisfaktionsfähig ist:

    Du hast versucht, die Bedenken von Christian wg. der aktuell hohen KGVs ins Lächerliche zu ziehen und dabei selbst (!) auf eine Darstellung verwiesen, die seine Meinung stützt (!), Deine widerlegt (!), Deine Unfähigkeit selbst einfachste Charts zu interpretieren zeigt (!) und kapierst das noch nicht mal, wenn man Dich drauf hinweist und es Dir erklärt (!). Das ist etwas zu anstrengend und sinnlos.

    Überdies: wenn Du die Darstellung zu meinem aktuellen Investitionsverhalten nicht sinnenstellend kürzt merkst Du auch inwiefern ich KGVs berücksichtige (und inwiefern eben nicht); bei anderen Postern würde ich bei so einer Art zu „zitieren“ sogar Böswilligkeit vermuten, bei Dir halte ich andere Gründe für ebenso plausibel (was fast noch schlimmer ist).

    Aber bitte gerne weiterposten, ist irgendwie ja doch lustig – nicht freiwillig aber ist für die Leser ja egal :-). Vielleicht erreichst Du ja noch Zeninvestor-Niveau, der war sagenhaft.

  47. Sven

    Es nützt ja nun einmal nichts Leute:

    Wenn ich glaube, dass die Kurse steigen, dann investiere ich. Wenn ich hingegen der festen Überzeugung bin, dass sie fallen, dann ist die logische Konsequenz alles zu verkaufen (und nichts anderes). Was ihr da herumschwurbelt ist mir rätselhaft.

    Sagt mir wann der Cräsch kommt, wie stark er sein wird, wie lange er andauern wird, und dann fange ich an zu überlegen. Alles andere bringt niemanden etwas!

  48. Ex-Studentin

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in nächster Zeit einen massiven Crash gibt. Sobald die Kurse fallen, kaufen Leute fleißig nach. Aufgrund der niedrigen Zinsen gibt es keine wirkliche Alternative. Es müssten schon Arbeitsplätze verloren gehen, wenn größere Firmen pleite gehen oder Rohstoffe ausgehen. Dann bricht vieles zusammen, wenn Leute ihr Haus nicht mehr zahlen können, ihr Depot liquidieren müssen etc. Aber abwarten. Ich investiere weiter und wenn eine Krise kommt, dann hoffe ich, dass ich nicht arbeitslos werde. Denn so lange jeden Monat weiter Geld ins Haus kommt, macht ein fallendes Depot mir nicht so viel aus. Es geht irgendwann ja auch wieder bergauf.

    @Ruben

    Ich habe mir bis 30 die 100k vorgenommen. Danach mal sehen, weil sich durch Geburt & Tod in der Verwandtschaft einiges im Leben ändern kann.

  49. Goldhamster

    @Ruben

    „Welche Sparziele sollte man im Optimum mit welchem Alter wenigstens oder im besten Fall versuchen zu erreichen? Beispiel: mit 30 Jahren wenigstens 50k, im besten Fall 100k, mit 40 Jahren wenigstens 150k, im besten Fall die 300k usw. Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber mich interessiert das Thema.“

    Mit einer Formel (aus dem Buch «The Millionaire next door») lässt sich errechnen, wie gut mit dem bisherigen Einkommen gewirtschaftet wurde. Gemäss dieser Faustregel sollte das Vermögen mindestens dem Lebensalter dividiert durch 10, multipli­ziert mit dem aktuellen Brutto-Jahreseinkommen entsprechen (inkl. Mieteinnahmen und Kapitalerträge). Für eine 50jährige Person mit 50’000.- Brutto-Jahresein­kommen bedeutet dies: 50 Jahre : 10 x 50’000.- =  250’000.-

  50. Mattoc

    Wenn ein 25 jähriger, der nach dem Studium seinen ersten Job antritt und 40.000 Euro brutto verdient, dann müsste er ein Vermögen von 25 Jahre geteilt durch 10 mal 40.000 Euro haben. Das sind 100.000 Euro. Wenn das so Standard wäre, könnte Tim seinen Blog schließen. 🙂

  51. ChristianChristian

    Goldhamster,

    coole Formel eigentlich. Der Finanzwesir hatte auch mal eine Formel vorgestellt. Ich wollte sie für Ruben raus suchen, habs aber nicht gefunden.

    Mit dieser und auch mir der vom Finanzwesir habe ich aber ein Problem: ein dreißig jähriger, der bis vor kurzem Student war und jetzt mit 50k eingestiegen ist, müßte

    30/10*50000 = 150000

    gespart haben. Das geht aber nicht. Und mit jedem Jahrzehnt kommen dann „nur“ 50000 dazu, bei gleichem Gehalt.

  52. ChristianChristian

    Icke hab mer ’ne Formel ausjedacht!

    Anzahl der Berufsjahre multipliziert mit dem Brutto * 0.2.

    Warum 0.2? Weil die Hälfte vom Brutto geht weg, macht 0.5. Dann 50% Sparquote, macht 0.25. Und die restlichen 0.05 gehen weg, weil wir dieses Jahr mehr verdienen als früher, macht 0.2.

    Nee, noch genauer ist:

    ( Anzahl Jahre * Brutto * 0.2 ) + Erbe + sonstige Schenkungen

    Was haltet ihr von der Formel?

  53. Claus

    Fit und gesund

    IBM… danke, aber es ist noch etwas zu früh zum Feiern.  Hält IBM Wort und bei den nächsten Zahlen bestätigen sich die heutigen Prognosen, wird sich der Aufwärtstrend wohl auch im Kurs stabilisieren. Es kann aber auch umgekehrt laufen und man hätte die momentanen Gewinne lieber schnell einstreichen sollen…

    Deshalb habe ich ein neues Kto. bei Captrader eröffnet, denn man kann durchaus gelegentlich etwas mit kürzerfristigen „Trades“ dazuverdienen. Mal sehen, ob sich das lohnt. Mein Ziel: 2% mtl. vom Captrader-Kapital. Die Plattform macht einen sehr guten Eindruck (TWS), benötigt aber etwas Einarbeitungszeit. Testen und gefahrlos spielen kann man im „Papertrading-Modus. Handeln kann man hier alles, was die Börse so hergibt. Mich interessieren aber nur „meine“ Aktien.

    Meine Langfristdepots bleiben natürlich unangetastet. Gute Neu- und Zukäufe waren dieses Jahr Novo-N., IBM, Shell. Immerhin leicht positiv die kürzlich gekauften Hormel und der H & M-Nachkauf.

    C&Dw: Gestern kurz angesehen, mein Fazit: Warten… Dto. Reckitt-B., die sich wohl aufspalten werden (ist aber noch nicht ganz sicher).

    Werde übers Wochenende mal sehen, was man in der nächsten Woche so anstellen könnte. Walgreens könnte eine kürzerfristige Idee sein. Auch Starbucks, Nike und Harley schaue ich mir mal näher an, wenn die Zeit reicht.

    Richte gerade noch meinen neuen Rechner für das ganze ein und teste div. Software. Hoffentlich lohnt sich der ganze Aufwand, aber es macht ja auch Freude.

    LG + ein schönes WE

  54. Ex-Studentin

    @Christian

    Deine Formel gefällt mir besser! Das Ersparte sollte von den Berufsjahren abhängen, nicht vom Alter. Was ich mir denke: Als Akademiker in der Wirtschaft sollten 1000 Euro Sparrate jeden Monat möglich sein. Bei geringem Verdienst ist das natürlich schwieriger. Letztlich ist alles gut, was jedes Jahr mehr wird.

  55. Goldhamster

    @ Christian und Ex-Studentin

    Ich finde Christians Formel echt gelungen – sie trifft meine Situation übrigens nicht schlecht. Vielleicht ist Christians Formel für deutsche Verhältnisse auch tatsächlich besser geeignet.  Dennoch lohnt es sich, sich auch mit der von mir eingebrachten „amerikanischen“/“internationalen“ Formel  auseinander zu setzen.

    Mir ist bewusst, dass diese Formel nur eine Faustregel ist. Insbesondere funktioniert sie nicht für Berufseinsteigende. Auch für die späte Phase einer gelungenen Vermögensbildung funktioniert sie übrigens nicht, weil dann der Zinseszins zuschlägt und die Minimalbeträge eher klein werden. Ich habe auch absichtlich die Quelle angegeben, damit klar, wird, dass diese Faustregel ev. nicht 1:1 auf Deutschland übertragen werden kann. Ich denke, das ist generell ein Problem von Tims Blog, dass Situationen/Erfahrungen aus den USA auf Deutschland übertragen werden, was nur teilweise funktioniert.

    Dennoch sind diese Impulse äusserst wertvoll! Ich bin Schweizer und habe deshalb ebenfalls einen etwas anderen Blick auf die deutschen Verhältnisse/Finanzblogs. Bitte nehmt es mir nicht übel, wenn ich aus dieser Perspektive gerade heraus schreibe, was mir durch den Kopf geht:

    Verschiedenen Blogs entnehme ich, dass in Deutschland wohl sehr hohe Steuern/Sozialabgaben bezahlt werden müssen – das beeinträchtigt den Vermögensaufbau der Bürger. Das Gegenmittel heisst „Direkte Demokratie“. Das bedeutet, dass man nicht nur alle paar Jahre eine Regierung wählt, sondern dass jedes einzelne von der Regierung erlassene Gesetz vom Volk per Referendum zu Fall gebracht werden kann und dass das Volk von sich aus Initiativen starten kann (d.h. das Volk kann Unterschriften für eine Verfassungsänderung sammeln). Dann können alle über die eingebrachte Initiative abstimmen und bei einer Annahme hat die Regierung die angenommene Initiative in einem Gesetz umzusetzen, zu dem allenfalls wieder ein Referendum ergriffen werden kann….  Nicht, dass da alles Gold wäre, was glänzt, aber die direkte Demokratie zähmt die Regierung beim Eintreiben von Steuern, weil  das Volk durchaus realisiert, dass die Staatsausgaben von irgendwem finanziert werden müssen. Als mittlerweile finanziell freier Familienvater bezahle ich übrigens meine Steuern/Sozialabgaben sehr gern, denn ich bekomme dafür eine echt tolle Gegenleistung vom Staat. Aber nur weil wir direkt oder indirekt immer wieder über die Höhe der Steuern usw. abstimmen können, läuft das nicht aus dem Ruder.

    Ausserdem denke ich, dass da etwas schief läuft, wenn Menschen erst mit 30 ins Berufsleben eintreten. Deshalb finde ich es gar nicht soooo schlecht, wenn diese Formel auf dem Alter und nicht auf den Berufsjahren basiert. In der Schweiz haben wir ein duales Berufsbildungssystem. Nur eine Minderheit von ca. 20% macht hier Abitur (Matura). Die Zulassung zur Universität kann aber auch über Berufsausbildung (z.B. Berufsmatur und „Passarelle“) erworben werden. Beispiel: Mit 20 hatte ich eine fertige Berufsausbildung und verdiente gutes Geld, das ich z.T. an der Börse anlegte. Mit 22 habe ich dann mein Arbeitspensum etwas reduziert und neben der Arbeit ein volles Universitätsstudium durchgezogen – bis zum Doktorat. Ja, das war Vollgas! Als ich mit  gut 30 Jahren das Doktorat hatte, war ich schon seit 10 Jahren an der Börse und hatte einen guten Teil des Vermögensaufbaus bereits hinter mir. Easy – aber immer mit Vollgas! Wenn man bis 30 „nur“ studiert, dann hat man sich das Leben in den ersten 30 Lebensjahren vielleicht etwas zu leicht eingerichtet und darf dann nicht erstaunt sein, dass die Formel in einem solchen Fall nicht funktioniert. Dann ist auch schon etwas viel Zeit verstrichen, die für die Entwicklung des Zinseszinses wichtig gewesen wäre. Daran liegt es wohl, dass sich einige hier im Blog wundern, dass der Vermögensaufbau nicht so locker funktioniert. Für mich hingegen ist das nicht so verwunderlich, wenn man erst mit 30 ernsthaft mit dem Vermögensaufbau beginnt. Ich weiss, dass das viele nicht gerne lesen werden, aber es lohnt sich in den Spiegel zu schauen bzw. darüber nachzudenken.

    Dies ein paar Gedanken eines Aussenstehenden, der manchmal mit einem gewissen Befremden mitliest…

  56. Gurki

    @Max: Bei einem Crash von 30% würde ich mich freuen und mein Polster aufbrauchen und investieren. Ich warte ja nur darauf. Ich ärgere mich noch heute, 2009 nicht schon „losgelegt“ zu haben. Das Interesse und Geld war da… Dann würde ich mich wohl auch nicht über die mageren +5,xx% beschweren 😉

  57. K.

    Christians Formel finde ich gut, aber auch nicht ganz treffend.

    Ich habe viele Berufsjahre nur marginal investiert, abgesehen von 1-2 Einamlanlagen, die aber nicht ins Gewicht fallen. Erst in den letzetn 2-3 Jahren habe ich sehr viel mehr investiert als bisher. Trotzdem passt Christiansformel vom Ergebnis auf meine aktuelle Situation.

    Aber: Wenn ich das Ergebnis von Christians Formel mit nur 2-3 Jahren investieren (ohne das es extrem wurde) aufholen kann, dann hätte ich, wenn ich nach Ausbildungsende „nur“ mit einer monatlichen Sparrate investiert hätte (und damals wäre ohne Familie sogar noch mehr möglich gewesen), heute sehr sehr sehr viel mehr, so das Christians Formel ggf. untertreibt, vom Ergebnis her.

    => Zufall das es gerade passt. Und mein interner Zinsfuss ist nach 2-3 Jahren nicht der Burner, da man am Anfang ja auch etwas ausprobiert, bis man seinen Weg bzw. seine Strategie findet.
    Die Dividenden können sich aber im Verhältnis sehen lassen und es ist nicht wirklich was High-Yield-mäßiges dabei in meinem Buy&Hold-Depot.

    Wie gesagt, wie kalkuliert man ein wann jemand mit dem Sparen anfing, das macht halt schon unterschiede. Abgesehen von manchen jungen Lesern hier, werden das (leider) die wenigsten direkt nach Beginn des Berufslebens anfangen konstant und langfristig zu  investieren (nur mit sparen ist es ja nicht getan).

    Durchhalten und ggf. eine extra Meile an Aufwand (Firmengründung, Überstunden für mehr Geld,..) wird bei den US-Millionären sicher auch mit rein spielen. Klar, bei den deutschen Firmengründern sicher auch. Aber vermutlich anders und nicht jeder gründet eine Firma und schafft es so ggf. Werte zu erschaffen. Und hat Erfolg damit.  Zitat: „Die Vermögen entstehen in den Zwanzigern.“ bzw. „Die Vermögen werden in den Zwanzigern gemacht.“ (Quelle des Zitates fehlt mir gerade)

    Das Zitat bezieht sich vermutlich auch mehr aufs Geschäftliche. Wobei ich auch „späteren“ bzw. „älteren“ Firmengründern nicht die Möglichkeit des Erfolges absprechen will. Je jünger um so mehr Zeit für Fehlschläge, Ausprobieren und dem Ausbügeln/Aufholen von Fehlern hat man halt. Wie an der Börse auch.
    Und weniger familiäre Verpflichtungen oder Absicherungsbedürfnisse. Als Single kann ich mehr Risiken eingehen und mehr Arbeiten. Als Haupternährer und Familienvater sieht das für ca. 20 Jahre oder so dann erstmal anders aus.

    In Bezug auf die o.g. Immonilienbesitzer, wäre es sicher interessant zu wissen wie stark der Fremdkapitalhebel ist und das Eigenkapital bzw. wieviele Kredite oder Restschulden aktuell trotz „Vermögen“ noch da sind.
    1 Million in Aktien und zeitgleich 2 Millionen an noch zutilgenden  Kreditschulden ergeben unterm Strich nämlich ein negatives Ergebnis. Das kann gut gehen, muss aber nicht. Glück spielt wie immer mit rein.

    Das sieht man ja auch historisch be i manchen Ideen/Firmengründern. Die Idee war super und sie war (später) weltverändernd und durchschlagend, aber zu Lebzeiten des Firmengründers war sie ggf. einfach zur falschen Zeit und interessierte damals noch keinen ausreichend genug. Dazu gibt es eine schöne Story von einem US-Gummi-Erfinder. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Goodyear#Werk )

    Jetzt ein Facebook gründen wird auch keinen Intressieren. Zu Zeiten als es Herr Zuckerberg getan hat, sah das anders aus. Er hat den Nerv der Zeit getroffen, bzw. konnte die potenziellen Nutzer davon überzeugen das sie FB „brauchen“ und nutzen.

    (Ich habe seit Jahren ein FB mehr, da vieles dort für mich nur ABM-Maßnahme war und „nachlesen“ wenn man mal länger als einen Tag nicht online ist, schwierig wird, egal ob in der Timeline und in Gruppen. Ohne lebt es sich stressfreier und ich vermisse seit Jahren nichts. Man kann auch ohne FB kommunizieren, wenn man dann will. Für manche gibt es leider nur noch FB als Kommunikationsbasiss, was ich schade und einengend finde. Plus die Datenschutzdiskussionen dazu. Geheuchelte Geburtstagsgrüße, da FB einen daran erinnert und ein gewisser Gruppendruck aufgebaut wird, brauche ich übrigens auch nicht. Viele der Gratulanten würde mir so im echten Leben nie gratulieren. usw usw.)

    Schönes Wochenende,

    K.

  58. Ex-Studentin

    @GoldhamsterMan sollte die Formel beim Alter von 18/20 beginnen lassen. Vorher wird man in Deutschland kein Geld verdienen. Ich bin froh, dass ich mit 21 ins Berufsleben gestartet bin. Habe allerdings „nur“ einen Bachelor. Viele meiner Freunde fangen erst mit 26/27 an zu arbeiten. Sofern man mit einem gutem Einstiegsgehalt (50k) startet, ist das an sich schon mal gut. Aber manchmal lohnt sich das Studium nicht wie erhofft. Gerade mit Kinderwunsch ist der späte Berufseintritt von Nachteil, denn man hat es schwieriger, wieder im Beruf einzusteigen, wenn man z.B. Teilzeit arbeiten will, aber kaum Berufserfahrung hat.

  59. K.

    Jenny / Ex-Studentin kann ich nur zustimmen bzw. ich sehe es ähnlich.

    Statistisch und im Durhschnitt kann sich ein Studium finanziell und karrieretechnisch schon lohnen. Das kann man nachlesen. Aber man braucht das „richtige“ Studium und die richtige Branche dazu.

    In meinem Umfeld sehe ich, manche bei denen es sich rentierte. Aber auch viele die trotz Studium gleich viel bzw. sogar weniger verdienen. Man bekommt Leitungspositionen nur mit Studium. Mehr Geld gibt es unterm Strich nicht.
    Man bekommt ggf. 150 EUR brutto Leitungszuschlag pro Monat. Dafür hat man dann einen („9-5“)-Bürojob, so das einem oft die Schichtzulagen fehlen, da man dann nicht mehr im Schichtsystem arbeitet oder ggf. weniger (zuschlagsreiche)  Nachtdienste machen kann. Das führt unterm Strich zu weniger Geld als vorher. Vielleicht ist es besser für den Biorhytmus. Sofern man nicht so viel zu tun hat, das man auch „zu Hause“ per Telefon weiterarbeitet um zeigen zu können, man schafft das schon irgendwie….

    Und zumindest im Gesundheiteswesen ist es die letzten Jahre keine Freude eine Leitungsposition zu haben. Vorallem wenn man patientenorientiert und ggf. mitarbeiterorientiert denkt. Damit hat man no chance und „nur ärger von oben“, da man die wirtschaftlichen Interessen umsetzen soll.
    Egal wie die Versorgung der Patienten dann ist und egal welche Langzetkomplikationen bei den Patienten daraus resultieren. Das die Langzeitkomplikationen dann den z.B. Krankenhausaufenthalt verlängern und somit unterm Strich mehr kosten als mehr Personal oder bessere Rahmenbedingungen, interessiert in der kurzfristigen wirtschaftlichen Rechung nicht. Ist ja ein anderer „Topf“ bzw. eine andere Kostenstelle. Da zählen nur Köpfe und Personalkosten. Qualität oder gar Qualifiaktion sind leider oft zweitrangig, dabei wären sie so nötig und setzen sich in besserer Arbeit fort. Das dies Folgekosten in x-facher Höhe zu den Personalkosten einspart ist in manchen Entscheidungsbereichen (immer) noch nicht angekommen. Dabei gibt es genug Studien und Erfahrungen dazu. Man muss sich nur mal international die Personalschlüssel im Verhältnis zur Patientenzahl im Pflegebereich anschauen.

    Ich kann es gut verstehen, wenn Personen die für eine Leitungsposition von Ihrer Kompetenz und Ihrer Art her gut geeignet wären (auch ohne vorhandenes Studium), sagen das sie deshalb diese nicht anstreben. Letzten Endes kommt es auf die Person drauf an und deren Art, das Studium ist nur das Handwerskzeug dazu bzw. ein notwendiger „Zettel“. Aber nur durch ein Studium per se wird man keine gute Leitung oder kein guter Arzt, kein guter Ingenieur oder ähnliches. Da gehört mehr dazu.

  60. Sparta

    Ich kann mit der pauschalen, simplen Formel wenig anfangen.

    Wenn es das individuelle Ziel: „Finanzielle Unabhängigkeit“ sein sollte, wären die individuellen Lebenshaltungskosten (+ Inflationsausgleich) zu ermitteln und ggf. sich ändernde Lebensumstände zu berücksichtigen (soweit plan- und beeinflussbar) und darauf dann eine SWF-Rate von ca. 3 % (abhängig von Aktienquote/sonstigen Einnahmen/Zeithorizont).

    Dann kann man sich eine theoretische Tabelle mit Spalten und Lebensalter & vorgestelltem Depotwert basteln und jährlich soll & ist vergleichen und wenn nötig und möglich gegensteuern, wenn es nicht so läuft wie es die theoretische Tabelle vorgibt. 😉

    Aber… es ist verdammt wichtig sich einen schriftlichen Plan zu machen und es ist auch verdammt gut sich höhere Ziele zu setzen!

    Jährliche Zwischenziele, die Anstrengung erfordern, aber nicht komplett demotivierend sind halte ich auch nicht für ganz verkehrt.

    PS: Zu lasche Zielsetzungen sind beim Ziel finanzielle Unabhängigkeit dann zu wenig Motivation für dieses Ziel…

  61. Mattoc

    Absolute Zustimmung, Sparta!

    Wenn es um Finanzen geht, setze ich mir sogar wöchentliche, teilweise tägliche Ziele, die sich aus den jährlichen bzw. monatlichen ableiten. So ein theoretischer Jahresplan mit finanziellen Zielwerten, die in 8 bis 15 Jahren oder noch später liegen, ist schnell erstellt. Die Investitionsvehikel sind sowieso klar. Das ist alles kein Problem.

    Problematisch ist das „Tagesgeschäft“:

    Es ist beispielsweise leicht, in ein Excelsheet theoretisch einzutragen, dass die persönlichen Lebenshaltungskosten 450 Euro im Monat nicht übersteigen werden (so mache ich es) und auf dieser Basis dann irgendwelche Zielzeiträume zu berechnen, in denen dann bestimmte finanzielle Ziele erreicht werden. Aber wenn man „nur“ 450 Euro in einer deutschen Großstadt mit Freunden, „Möglichkeiten“, Wünschen und Konsumversuchungen zur Verfügung hat, dann sieht man schnell, wie wenig das doch ist. Und da braucht es die von Tim immer wieder propagierte Disziplin, um das auch durchzuziehen. Und das macht am Monatsende sehr glücklich. 🙂

    Ich behaupte aber, dass die meisten nicht an Excel sondern am Tagesgeschäft scheitern.

    Wenn dann noch Familie dazukommt, die bedürfnis- und konsumgeprägt ist und nicht von Anfang an mitzieht, ist es sehr schwierig.

  62. ZaVodou

    @Mattoc

    Weil Du mich gefragt hast: Ich finde eine WPP Plc. (Werbedienstleister) zurzeit recht interessant.
    Weshalb? Ich nehme dazu mal die Daten aus dem Aktienfinder von Torsten Tiedt.
    Die Dividendenrendite liegt bei 4,35 % und wurde seit 21 Jahren jährlich gesteigert. Die Ausschüttungsquote liegt dabei bei 43,9 % bezogen auf den Gewinn und bei 50,5 % bezogen auf den FCF. Die Dividende wird also verdient und liegt gut im mittleren Bereich. Die Gewinne sind in den letzten 10 Jahren mit  13,6 % recht ansehnlich gewachsen und das bei einer Korrelation von 0,89. Die Gewinne sich also nicht irgendwie im Zick-Zack gewachsen, sondern ziemlich konstant. Das KGV liegt dabei bei 10,1. Wohingegen das KGV10 bei 14 liegt.
    Wermutstropfen: Der Gewinn pro Aktie liegt zurzeit bei 136 p. Lt. Finanzen.net wird der Gewinn pro Aktie wie folgt für die kommenden Jahre von den Analysten abgeschätzt: 2018e=128 p, 2019e=136 p, 2020e=139 p.

    Meiner Meinung nach besteht hier trotzdem eine Chance auf 40 % Kurssteigerung in den nächsten paar Jahren. Nämlich, wenn das KGV v0n 10 wieder auf das Normalmaß von 14 steigt. In der Zwischenzeit kassiert man eine Dividendenrendite von 4,35 %.

    Ich halte die Werbebranche für eine recht zukunftssichere Sache, da es wohl immer der Werbung bedarf, um Produkte besser verkaufen zu können, weswegen man hier auch Buy-and-Hold betreiben könnte.

    Eine andere Aktie wäre J.M. Smucker. Dazu gibt es ein Video von Chuck Carnevale, dem Mitgründer von FAST Graphs auf youtube:
    https://www.youtube.com/watch?v=s43leX-RVmo&t=38s

  63. Mattoc

    Noch eine Ergänzung zum Thema „Sparen mit Excel im Vergleich zum wirklichen Leben“:

    Ich mache es inzwischen (!) so, dass ich strikt zwischen dem, was ich spare, und dem, was ich investiere, trenne. Bedeutet: Ich spare für einen bestimmten Zeitraum auf ein Tagesgeldkonto, und danach erst investiere ich den angesparten Betrag. Grund ist, dass sich bei zunehmender Depotgröße die monatliche Sparrate nicht mehr spürbar sichtbar auf die Depotgröße auswirkt. Wenn das Depot beispielsweise 100.000 Euro beträgt und man hat ein Sparziel von monatlich 1500 Euro, dann würde ich die 1500 Euro nicht mehr monatlich investieren, sondern als jährliches Sparziel auf dem Tagesgeldkonto 20.000 Euro schriftlich festlegen (etwas höher als 1500 Euro mal 12)  und nach einem Jahr dann die 18.000 Euro bis 20.000 Euro investieren. Das hat folgende „mentale“ Vorteile für mich:

    1. Ich sehe konkret meine monatliche Nettosparleistung und ggf. vorhandene Abweichungen, ohne dass sie durch Depotschwankungen „verwaschen“ wird.

    2. Ich kann ganz einfach meine jährliche Depotperformance messen.

    3. Durch die jährliche Einmalinvestition sieht man das Depot wachsen bzw. kann im Fall eines Crashs sichtbar nachkaufen

    4. Ich brauche keine gesonderte Cash-Reserve mehr, da ich diese jährlich anspare.

    Nachteil:

    Es widerspricht dem Prinzip, dass verfügbares Geld möglichst immer sofort investiert werden sollte.

  64. Mattoc

    Hallo ZaVodou,

    vielen Dank. Ich werde diese Aktien aus rein theoretischem Interesse in meine Watchlist packen. Deine Auswahlkriterien sind ja vergleichbar mit denen, die der Dividendgrowthinvestor hat, wenn ich das richtig sehe.

  65. Sparta

    @Mattoc

    450,- € Lebenshaltungskosten? Dachte Du hast Familie?

    Das ist echt schon sehr ambitioniert…

  66. Mattoc

    Sparta, meine Familie ist „groß und aus dem Haus“. Ich wirtschafte alleine.

    Meine Rechnung ist wie folgt:

    Summe meiner monatlichen Zahlungseingänge abzüglich eines großzügigen monatlichen Fixbetrags für die Familie, die damit eigenverantwortlich umgeht, ergibt mein Nettogehalt.

    Ausschließlich dieses Nettogehalt betrachte ich.

  67. Raphael

    @Mattock: Mit 20.000€ auf dem Tagesgeld entgehen dir überschlagen aber bereits 1000€ Rendite in einem Jahr (realistisch etwas weniger) und du hast durchschnittlich 400€ Wertverlust durch Inflation.

    Mathematisch macht es Sinn immer sofort zu investieren. Der Erwartungswert, dass die Börse steigt ist höher als dass sie fällt.

  68. Mattoc

    @Raphael

    Ja, das habe ich als Nachteil notiert (siehe oben):

    Allerdings sind es ja nicht 20.000 Euro. Es sind übers Jahr betrachtet im Durchschnitt 10.000 Euro, denn die 20.000 Euro werden ja erst bestenfalls am Jahresende erreicht und dann wieder investiert. Außerdem habe ich keine separate Cashreserve. Die Cashreserve müsste nach üblichen Standards bei mir über 10.000 Euro liegen.

    Insofern ist deine Aussage grundsätzlich richtig, sie betrifft mich aber nicht. 🙂

  69. Garnix

    @Mattoc: Mein Depot ist seit kurzem sechsstellig. Die Schwankungen sind damit auch entsprechend größer. Dass ein „Verwaschungseffekt“ monatliche Sparrate vs Schwankungen psychologisch doof sein kann, ist mir auch aufgefallen.

    Ich habe aber eine für mich ganz passable Lösung gefunden: ich freue mich immer wie ein König, sobald mein Depot den nächsten 10.000er Schritt gemacht hat. Tatsächlich halte ich auch fest, wie lange diese Schritte jeweils dauern – mit dem Begleitumstand, dass ich gerne so viel und so schnell wie möglich Geld Richtung Depot transferiere.

    Manchmal kommt es natürlich auch vor (so wie gestern), dass man den nächsten 10.000er Schritt geschafft hat und das Depot dann aber wieder ein paar Tausend zurückkommt. Das spornt mich aber nur zusätzlich an.

    Fazit: kleinere Ziele setzen. Meine 10.000er Schritte brauchen aktuell im Schnitt 37 Tage. Ich würde empfehlen, die eigenen Ziele so anzupassen, dass man normalerweise nicht länger als 30 Tage dafür braucht. Das hält die Motivation oben. 🙂

  70. Mattoc

    Wenn dein Depot alle 37 Tage um 10.000 Euro wächst, hast du Sparraten von 8000 Euro bis 9500 Euro monatlich. Da ist der Verwaschungseffekt doch nicht so groß und du bist erst max. 1 Jahr dabei. 🙂

  71. Garnix

    Habe am 01.09.16 angefangen. 72.000 Euro sind Einlagen/Sparraten von rund 5.500 Euro monatlich. Gestern standen netto (ohne Lombard) 110.000 Euro auf der Uhr. Interner Zinsfuß ist gerade bei 104 %. Dahinter stecken neben viel Glück und einem 50.000 Euro Lombard-Hebel aber auch rund 2.000 Stunden Recherche-Arbeit (locker 5 Stunden am Tag). Ich habe so viel gelesen, dass meine Augen gefühlt bald schlapp machen. Ich kann bestätigen, dass die ersten 100.000 ein bisschen Kraft kosten. 🙂

    Wenn ich weniger sparen könnte, würde ich natürlich kleinere Ziele verfolgen.

  72. Ralf

    Interessant aber auch nicht ganz ohne Risiko! Hebelgeschäfte sind immer Risikogeschäfte. Je nach Konstellation kann sogar mitunter eine Nachschusspflicht drohen. Daher genau die gewählte Art bzw. Konstruktion beobachten.

  73. Garnix

    Das waren keine Hebelgeschäfte oder Derivate. Alles Aktien (Nebenwerte). Als es ganz gut lief, konnte ich nur nicht widerstehen, einen Lombard-Kredit zur Hilfe zu nehmen. 🙂

  74. Ralf

    Ach so. Ich hatte weiter oben was von 50.000 Euro Lombard-Hebel gelesen. Daher die Annahme. Gehebelte Geschäfte sind aussichtsreich aber eben auch risikoreich. Gelegentlich spiele ich selbst mit Hebelpapieren allerdings nur zur Spekulation.

  75. Fit und Gesund

    @Claus,

    bin froh habe ich Reckitt Benckiser nicht gekauft, da gilt es abzuwarten, Nike und Church & Dwight warte ich auch noch, muss lernen bisschen geduldiger zu sein 🙂

    Dein Captrader-Konto hört sich ja interessant an, ein kleiner Zock mal hier und da kann ich mir auch vorstellen, hab ich aber bis jetzt noch nicht gemacht, ich beobachte bisschen Barrick Gold, aber die müssen noch ordentlich weiter sinken, dann kauf ich eine ganz kleine Portion, wenn es klappt ist gut, wenn nicht, dann nicht, soooo versessen bin ich nun auch nicht drauf.

    Wünsche Dir ein schönes WE, ich muss noch bis Ende Oktober durchhalten, dann hab ich 1 Woche Ferien und 1 Woche Frei 🙂

  76. Garnix

    @Sparta: Ich sperre mich ein, recherchiere non-stop bis weißer Rauch aufsteigt und ich einen Nebenwert mit ordentlichem Burggraben und beispielsweise 60 % Marge und 60 % Umsatzwachstum gefunden habe. Dann baue ich eine kleine Position auf, recherchiere alles noch mal und alles noch gründlicher. Dann schlage ich zu, bis kein Gras mehr wächst. Will sagen: ich habe kein Problem damit, 100.000 Euro in einen totalen Nebenwert zu investieren. Aktuell bin ich voll investiert und hänge mit 160.000 Euro in drei Nebenwerten. Die meisten würde das als aggressiv und bekloppt abtun. Kann man gerne machen – verstehe ich. Aber ich fühle mich damit pudelwohl. Frei nach Herrn Buffet: „Diversifizieren ist ein Schutz gegen Unwissen. Es macht wenig Sinn für diejenigen, die Bescheid wissen.“ Oder ausführlicher:

    Warren Buffett: …Meine beste Dekade waren die 50er. Ich verdiente Renditen von 50% und mehr mit kleinen Kapitalbeträgen. Mit kleinen Kapitalbeträgen könnte ich heute das gleiche tun. Es wäre vielleicht sogar einfacher so viel Geld zu machen in der heutigen Umgebung, weil Informationen leichter zugänglich sind.

    Man muss eine Menge Steine umdrehen, um diese kleinen Anomalien zu finden. Man muss Unternehmen finden, die außerhalb der Landkarte sind – weit außerhalb. Vielleicht findest du kleine lokale Unternehmen, an denen kein Haken ist. Ein Unternehmen welches ich fand, Western Insurance Securities, wurde für 3$/Aktie gehandelt, als es 20$/Aktie verdiente! Ich versuchte so viel davon aufzukaufen wie ich konnte. Niemand wird dir von solchen Unternehmen erzählen. Du musst sie selbst finden.

    Anderes Beispiel: Genesee Valley Gas, ein Versorger mit einem KGV von 2, GEICO, Union Street Railway of New Bedford gehandelt für 30$ als 100$/Aktie Cash im Unternehmen war, Junk Bonds im Jahr 2002. Niemand erzählt dir von solchen Ideen, du musst sie selbst finden.

    Die Antwort ist auch heute noch ja, dass man außergewöhnliche Renditen auf verhältnismäßig kleine Kapitalbeträge verdienen kann. Zum Beispiel müsste ich nicht immer weiter Hochzinsanleihen kaufen. Viel Geld zu haben zwang Berkshire, Investments zu kaufen, die weniger attraktiv waren. Mit weniger Geld hätte ich alles in die attraktivsten Werte gesteckt und hätte richtig abgesahnt.

    Ich weiß heute mehr über Unternehmen und Investments, aber meine Renditen sind seit den 50ern immer weiter gefallen. Viel Geld begrenzt die mögliche Performance. Bei der Größe von Berkshire gibt es nicht mehr als 200 Unternehmen weltweit in die wir investieren könnten, wenn wir einen Investmentfonds oder etwas in der Art führen würden.“

    (http://simple-value-investing.de/blog/warren-buffett-50-rendite-pa-mit-small-caps)

    Fazit: Warren, der ja nicht unbedingt als Schwätzer abzutun ist, hält – mit kleineren Beträgen – ernsthaft Renditen von 50 % für realistisch. In den letzten 12 Monaten hat das bei mir auch ganz gut geklappt. Du machst dir aber KEINEN Begriff, wie viel Arbeit das ist. Habe inzwischen einen eigenen Server installiert und schiebe jede Woche große Datenmengen hin und her. Jetzt drücke ich mir selbst die Daumen, dass das in den nächster Zeit auch noch klappt mit der Rendite.

    Übrigens gibt es eine neuere Langzeit-Studie, die mit SmallCaps (Marktkapitalisierung < 50 Mio) mit einem Piotroski Score > 5 und einem „Negative Enterprise Value“ über Jahre hinweg mehr als 60 % Rendite p.a. eingefahren hat.

     

  77. Thomas der Sparkojote

    @Garnix

    Wir kennen uns ja bereits 😉  Deine Strategie klingt interessant, auf was achtest du den genau bei deiner Unternehmens auswahl und durch was für ein Tool schiesst du die ganzen Infos? Ist das selbst programmiert oder ein kaufliches Tool?

    Ist das Zitat von Buffet aus seiner Biografie, die lese ich gerade?

    Grüsse
    Thomas

  78. Sparta

    @Guru

    Thx für die Antwort. Stefan`s Blog kenne ich und auch Buffett`s Aussage.

    Gibt es für die neuere Langzeit-Studie nen Sreener?

    Nach welchen Kriterien steigst Du denn bei den Micro`s wieder aus?

  79. Garnix

    @Thomas: Hallo! Die Bitcoins verdoppeln sich ja nur so. Danke noch mal. 🙂

    Das Zitat stammt aus einer Q&A Session mit Studenten: http://boards.fool.com/buffettjayhawk-qa-22736469.aspx?sort=whole#22736469

    Meine Daten stammen aus insgesamt fünf Quellen und umfassen rund 23.500 Aktien mit allen dazugehörigen und gängigen quantitativen Kennzahlen. Meine Hauptquelle ist kostenpflichtig und teuer. Alle Daten werden auf wöchentlicher Basis konsolidiert, veredelt und historisiert. Das gibt mir die Möglichkeit, ein eigenes Backtesting zu fahren. Letztlich reden wir einfach von ein paar Tabellen und rund 80 Finanzkennzahlen pro Wert. Die Datenbank habe ich mir selber zusammengebastelt. Wie weit das dann wirklich trägt, muss man halt sehen. Ich teste verschiedene Modelle in verschiedenen virtuellen Depots. Beispiele:

    1) Hoher Piotroski-Score + günstiges KBV + positives 5-Monats-Kursmomentum ergibt seit Mitte Januar eine Rendite von 38 %,

    2) Mein Negative-Enterprise-Value-Experiment, das seit 20.08.2017 und aus 19 Werten besteht (gibt nicht so viele Unternehmen mit NEV) liegt aktuell 22 % im Plus.

    Gibt dutzende sehr ordentliche Modelle – oft ganz einfache, die mit einem positiven Preismomentum und irgendeinem zweiten Kriterium arbeiten und die den jeweiligen Benchmark seit Jahrzehnten um 20 % p.a. outperformen. Wenn du dich einlesen willst: zum Einstieg immer Levermann und danach heißt dein Stichwort „Quantitatives Investment“.

    @Sparta: ich benutze meinen eigenen Screener. Ich will aber gar keine Empfehlungen aussprechen – weder für Aktien noch für irgendeinen Screener, weil es quatsch wäre, irgendwem (mir!) blind zu folgen. Ich bin quasi nur der Rufer in der Wüste, der „huhu, vielleicht geht doch mehr“ ruft. Mir persönlich gab diese für meine Begriffe damals äußerst krasse Buffett-Aussage mit der Mörder-50%-Rendite den (vermeintlich) richtigen Hinweis. Wobei ich natürlich bei weitem noch nicht über den Berg und ganz sicher auch nicht so schlau und talentiert wie der Meister bin.

    Aussteigen aus meinen Smallcaps tue ich, sobald ich eine bessere Story finde. Meine Depotwerte stehen in ständiger Konkurrenz zu aktuell 23.497 anderen Aktien. Es gibt zu jeder Zeit ca. 15 – 20 sehr ernstzunehmende Konkurrenten zu meinen 3 – 5 Favoriten. Hätte aber auch nix dagegen, meine Favoriten fünf Jahre zu halten (wenn sie den besten Investment Case darstellen, den ich so auf täglicher/wöchentlicher Basis finde).

    Unterm Strich wiegesagt Mörderarbeit – bis ich halbwegs im Thema war, hatte ich wirklich rund 2.000 Stunden auf dem Buckel. Das ist dann vielleicht auch nix für jeden.

  80. Thomas der Sparkojote

    @Garnix

    Das hört sich interessant an, was für eine Datenbank benutzt du? MSSQL, MySQL, Oracle oder doch was ganz anderes.

    Ja der Bitcoin ist bereits auf mehr als 6’000$ gewesen, unglaubliche Entwicklung. Wobei ich vermute das es wegen des Bitcoin Goldes ist, der Fork passiert am 25. Oktober, habe meine Bitcoins ebenfalls auf ein Paperwallet verschoben, sodass ich vom Fork profitieren kann.

    Grüsse
    Thomas

  81. Ich

    Hallo,
    also ich bin aus dem Blog der beiden Globetrotter nicht so ganz schlau geworden. Der letzte Net Worth Eintrag stammt aus 12.2016. Da ist schon seit fast einem Jahr Ruhe.

    Ich könnte auch bei einer monatlichen Hypothek von 200K $ nicht wirklich so ruhig um die Welt jetten, wobei da ja jeder eine andere Schmerzgrenze hat.
    Ausserdem finde ich, dass man eine solche Story nicht so ohne weiteres einem deutschen Publikum präsentieren kann, so ganz bin ich aus dem Blog und deren Geschäfte nämlich nicht schlau geworden, man muss eben bedenken, dass es in den USA zb. §1031 gibt. Denn wie das Immobilienvermögen aufgebaut wurde habe ich auf dem Blog nicht finden können.

    Aber so richtig tief gesucht habe ich auf deren Blog nun auch wieder nicht.

     

  82. Ruben

    Tim wird bei Jens Rabe in Verbindung mit dem Thema „50% Sparrate? Wie das möglich ist!“ erwähnt: https://www.youtube.com/watch?v=8_Qfbpoofew

    Kleiner Tipp, da es mir heute gerade passiert ist: da ich auf dem Land wohne benötige ich ein Auto. Letzte Woche habe ich die jährliche Rechnung für die KFZ Versicherung erhalten. Selbst wenn man nicht ständig den Anbieter wechselt, lohnt es sich immer nachzufragen, ob die Konditionen noch aktuell sind. Durch eine kurze höfliche Nachfrage am Telefon kann ich nun für KFZ und Privathaftpflicht Versicherung insgesamt 40 Euro bei gleichen Leistungen einsparen.

  83. BenGraham

    @Garnix

    Sehr schade dass du nicht mehr auf deinem Blog schreibst. Ich habe diesen sehr gerne gelesen und täglich zwei mal nach neuen Beiträgen ausschau gehalten.

    Wird es in absehbarer Zeit eine Rückkehr geben oder muss ich den Link in meinem Browser von meiner Favoriten-liste nehmen? 🙁

    Gruss

  84. Frank Hoody

    @Garnix:

    Es wäre super, wenn du noch etwas genauer auf deine Datenquellen eingehen könntest. Zur Zeit suche ich auch einen Anbieter, der genau den von dir genannten Bereich abdecken soll. Darf auch gerne etwas (mehr) kosten.

    Meine bisherige Recherche war noch nicht 100% zufriedenstellend (Quandl, AAII Stock Investor Pro). Die richtig guten Datenfeeds wie Bloomberg oder Compustat sind ja leider nicht erschwinglich.

    Grüße und Danke!

  85. Mark85Mark85

    Glückwunsch an das Pärchen, super gemacht! 😉

    Auch stark sind diese beiden Jungs, die ich mal bei ,,Die Höhle der Löwen“ gesehen habe: http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/start-up-millionaere-maxim-und-raphael-nitsche-der-deal-ist-fuer-uns-der-hyper-knalle-thread-667675-1.html

    Als letztes noch ein paar Eindrücke meiner neuen Wohnung:
    Gebäude: https://youtu.be/NxLu5EBiYsk
    Wohnung: https://youtu.be/UNg7gxBDLtI
    Schwimmbecken: https://youtu.be/yWz6P47aejs
    Teide: https://youtu.be/f4WD22SqOwY

    Allen einen schönen Start in die Woche!

  86. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ruben

    Danke für das Video. Ja, Jens Rabe scheint ein Fan von meinen Videos geworden zu sein. Ich finde ihn super. Was er sagt, hat Hand und Fuss. Zu seiner Trading-Strategie kann ich wenig sagen. Da hab ich keine Ahnung von.

     

    @ BenGraham

    Ich hab gerade andere Dinge zu tun. Es kommt mir nicht auf die Quantität an. Sondern auf die Qualität und die Botschaft.

    @ Mark85

    Danke für Deine Videos. Das ist ein schönes, bodenständiges Winterquartier. Wo ist das noch mal? Wie lange wirst Du bleiben? Wie groß ist Dein monatliches Budget (Miete, Essen…)?

    Grüße an alle. Einen wunderschönen Start in die Woche.

  87. Mark85Mark85

    An Tim: In Puerto de la Cruz auf Teneriffa. Bis es wieder warm in Deutschland wird. Meine Ausgaben belaufen sich auf zirka 1.000 Euro, wenn ich den Erstwohnsitz in Deutschland dazurechne.

  88. K.

    @Garnix

    viel Erfolg bei Deinem Projekt.

    Schade das die alten Beiträge im Blog gleich mit verschwunden sind.
    Z.B. der „Sockenbeitrag“ oder auch viele andere finde ich lehrreich und man kann oft was für sich mitnehmen. Auch aus deinen „Business“-Aktivitäten kann man sich etwas abschauen an Verhalten.

    @Mark85
    Danke für die Videos.

  89. June

    Hallo,

    ich muss mich gerade etwas rar machen, da ich im Büro und auch zuhause in Arbeit ersticke.

    Ja so kann es gehen. Der Mut der beiden hat sich ausgezahlt. Die letzten 200 k € Fianzierungskredit werden sicher bald abbezahlt sein. Mit Mietwohnungen im Wert von über 1 Mio und den daraus resultierenden Einnahmen könnte ich da auch sehr gut schlafen und daher auch reisen.

    @Mark,

    schön, dass du dein neues Zuhause mit uns teilst. Der Blick auf den Berg und das Meer sind sehr schön. Und deine Wohnung macht einen sehr guten Eindruck, landestypischer Standard. Im Bad, für spanische Verhältnisse, sogar gehobener Standard. Und die Kosten sind trotz der beiden Wohnungen sehr überschaubar. Du machst das richtig toll.

    @Formel,

    Christians Formel ist bei mir fast eine Punktlandung ich habe nur eine Abweichung von wenigen tausend Euro. Das die Formel aus dem Buch «The Millionaire next door»  für Berufsanfänger leider nicht funktioniert, ist hinreichend bekannt. Ich denke sie soll auch nur einen groben Überblick schaffen und legt zur Orientierung nach einigen Dekaden ehr eine Untergrenze fest.

    @Finanzbildung,

    heute hatte ich ein sehr angenehmes Gespräch mit einer ganz jungenKollegin über Finanzen. Sie möchte bei ihrer Bank bleiben obwohl sie jeden Monat 10 € an Gebühren für ihr Konto bezahlt. Ich habe ihr dann vorgerechnet was der verzicht auf diesen kleine Betrag für sie, bis zu ihrem Rentenbeginn in ca. 40 Jahren bedeutet. Nun wird sie sich am Wochenende Gedanken über einen Bankenwechsel machen. Ob es eine Direktbank wird bezweifle ich, aber sie wird sicher eine Bank mit niedrigeren Gebühren suchen.

    Take care,

    June

  90. Sparta

    @Guru

    Hat Buffett eigentlich jemals selbst 50 % p. a. über einen längeren Zeitraum geschafft?

    Das Diagramm von „Superinvestoren“ wo ich einmal gesehen habe, waren Langfrist-Renditen von ca. 12 – max. 25 % aus meiner Erinnerung drauf.

    Das sind ja im Prinzip die Ronaldo`s & Messi`s der Amarteur-Kicker, die Schuhmacher`s & Hamilton`s der Autofahrer….

    Welcher Prozentsatz da schlussendlich in diese Liga aufsteigt und wie viele daran scheitern???

    Aber gut, wenn niemand versucht besser zu sein, gibt es keine neuen Gurus…

    @Mattoc

    Bei der safe withdraw rate geht es doch eigentlich um den sicheren Kapitalerhalt und nicht um Kapitalverzehr, oder?

  91. Fit und Gesund

    Ob man bei Fuchs Petrolub schon einsteigen sollte? bin ein wenig unschlüssig, sind ja gestern etwas gefallen…hm…

  92. Claus

    @ fit und gesund

    …“das Füchschen“ würde ich noch nicht kaufen. Freitag gibts Zahlen und Fuchs hat am Wochenanfang etwas die Jahresprognose gesenkt…

    Langfristig völlig belanglos, selbst wenn dieses Jahr minimal schwächer werden sollte, als letztes Jahr.

    Da die Aktie bereits über 18% seit Jahresanfang gestiegen ist (in EUR), würde ich  jetzt eher mit einer Phase etwas fallender oder seitwärts laufender Kurse rechnen.

    LG + gute Kaufkurse

     

  93. Fit und Gesund

    hallo Claus,

    ja, so ähnlich hab ich mir das auch gedacht, in nächster Zeit werden die nicht viel abwerfen, aber sollten sie noch etwas herunter kommen im Preis, dann werd ich mir ein kleines Portiönchen gönnen.

    Mal schauen was ich jetzt in den nächsten Tagen dann kaufen

    werde, wünsche Dir auch gute Kaufgelegenheiten 🙂

    VF ist hingegen toll gelaufen und die Dividenden werden sie auch ordentlich erhöhen. Roche, von denen ich massig habe, fällt hingegen fast täglich, könnte da wohl zukaufen aber ich hab schon 80….
     

  94. Mr. Pino Cavallo

    Die beiden haben genau das gemacht, was eines von Warren Buffets Grundsätzen ist: investiere dann, wenn Blut auf der Straße fließt.

    Sie haben die Immobilienkrise zu ihren Gunsten genutzt, weil sie zum einen das notwendige Kapital hatten und zum anderen mutig genug waren, gegen den Strom zu schwimmen.

    Dem Ansammeln von Kapital auf Kriegskasse liegt ein gewisser spekulativer Charakter zugrunde. Hier stellt sich für jeden Sparer/Investor die Frage: soll ich mein Geld direkt jeden Monat in ETFs/Aktien anlegen oder behalte ich ein Teil meines Einkommens auf mein Null-Zins-Konto, in der Hoffnung bei einem Crash das notwendige Kapital für die Einkaufstour zu haben?

  95. Mattoc

    @Sparta

    bei der Diskussion um die SWR geht es darum, sicherzustellen, dass du aus deinem Depot jährlich in Höhe der SWR Geld entnimmst und bis zu deinem Tod nicht pleite gehst. Sie kann daher grundsätzlich auch Kapitalverzehr bedeuten. In den vergangenen 200 Jahren hätte ein Aktienportfolio (100% investiert in S&P500) immer für mindestens 60 Jahre überlebt, wenn du jährlich 3% zzgl. jährliche Inflationsrate entnommen hättest, auch dann, wenn du dummerweise genau einen Tag vor einem der in den letzten Jahrzehnten aufgetretenen Crashs investiert hättest.

    Beispiel:

    Du hast 1 Mio Euro. Du kaufst für das Geld einen ETF auf den S&P 500. Dann kannst du bis zu deinem Lebensende jährlich 30.000 Dollar zzgl. Inflationsrate aus dem Depot entnehmen ohne jemals pleite zu gehen, auch dann, wenn der S&P 500 direkt nach der Investition um 50% crasht.

    So die Theorie.

    In vielen Fällen und für viele Menschen ist diese Entnahmestrategie aber nicht optimal, zum Beispiel, wenn man nichts vererben möchte oder wenn man unbedingt seinen Kindern etwas vererben möchte.

    Oliver auf frugalisten.de schreibt dazu eine Artikelserie.

  96. Beobachter

    Was haltet ihr von At&T nach dem erneuten Rücksetzer? Die DivRendite ist schon verlockend, zumal ich auch den Zukauf von Time Warner langfristig sinnvoll finde.

    Einzig die hohe Verschuldung ist etwas abschreckend….

    EK-Quote und stetig steigende Umsatzerlöse passen wiederum die letzten Jahre.

    FAZIT: für mich ist die Aktie zum aktuellen Niveau ein Kauf bzw. Aufstockungskandidat (habe aktuell 270 zum EK-Preis von 33,70 €) wobei ich in der nächsten Zeit keine Kursgewinne erwarte.

    Bin sehr gespannt auf Eure Meinungen!

  97. Kevin

    ich bin auch gerade ganz heiß was neues zu kaufen…

    Momentan stehen folgende weit oben zu meinen Wunschkaufkursen 😉

     AT&T
     US00206R1023

     Roche
     CH0012032113

     Kellogg
     US4878361082

     Kraft Heinz
     US5007541064

     Reckitt
     GB00B24CGK77

     Procter & Gamble
     US7427181091

     General Electric
     US3696041033

     Realty Income
     US7561091049

     Hormel
     US4404521001

  98. Beobachter

    @Kevin

    sehe einiger deiner Aktien auch als Kauf, so zB Realty Income, At&T und als solider Wert noch Hormel Foods, die eine besonders lupenreine Bilanz haben.

    Wie steht ihr zu Allergan im bereich Pharma, statt die von dir genannte Roche?

     

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