2. Informieren Sie sich über das Sparen für die Rente


New York, 21. April 2013

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Ich setze meine Serie mit den Geldanlage- und Aktientipps fort. Heute folgt Teil 2: Beschäftigen Sie sich mit Ihrer Rente schon in jungen Jahren. Es mag öde klingen, ist jedoch wichtig. Mit der Altersarmut werden mehr und mehr Menschen in der westlichen Hemisphäre zu kämpfen haben.
Je besser Sie informiert sind, desto mehr werden Sie sparen.
Eine neue Studie zeigt, gerade diejenigen Arbeitnehmer, die informiert werden über die möglichen Sparerfolge für die Rente, sparen mehr.
Insofern ist es wichtig, dass unsere Bundesregierung mit offenen Karten spielt. Deutschland hat im weltweiten Vergleich eine sehr alte Bevölkerung. Wir haben mit einem Median-Alter von 45,3 Jahren fast japanische Verhältnisse in Deutschland.
Die gesetzlichen Rentenzahlungen werden in 30 bis 40 Jahren ziemlich dürftig ausfallen. Folglich ist eine kapitalbasierte Zusatzrente wichtig. Ich halte ein steuerlich gefördertes individuelles „Aktiendepot für die Rente“ nach US-Vorbild von Vorteil. Leider schlafen unsere Parteien in Berlin. Es ist verlorene Zeit.
Fazit: Je intensiver Sie sich mit dem Sparen für das Alter beschäftigen, desto erfolgreicher werden Sie am Ende des Tages sein.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „2. Informieren Sie sich über das Sparen für die Rente

  1. Markus

    @Tim

    Ein steuerlich gefördertes Aktiendepot für die Rente wäre genial….

    Leider habe ich die Befürchtung, dass unsere Regierung sogar eher auf die Idee kommen wird, Aktien noch mehr zu besteuern.

    Die „bösen“ Banken und Kapitalanleger haben das System ja so gefährdet…
    Seltsamerweise können diese wenig für die überbordende Staatsverschuldung. Es ist immer leicht, einen Schuldigen zu präsentieren. An der ganzen Misere sind Staat, Banken und leider auch Bürger schuld. Die Mehrheit wählt leider immer die Partei mit den größten Versprechen, obwohl sie es langsam besser wissen müsste.

    An den Riester & Rürüp – Dingern verdient sich leider der Vertrieb mehr, anstatt dass die Anleger eine vernünftige Rendite nach Inflation erwirtschaften.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass eine Staatsverschuldung von über 80 % vom BIP in eine fast unumkehrbaren Teufelskreis des Zinseszins gerät.
    Das Ende vom Lied sind entweder Währungsreformen, Umverteilungen durch harte Steuereinschnitte oder Staatsbankrotte.

    Auch wenn ich manchmal etwas als zu pessimistisch angesehen werde, aber fakt ist, dass Amerika, Europa & Japan zu einer Staatsfinanzierung mit der Notenbankpresse übergegangen sind. Was passiert, wenn z. B. Japan das aufkaufen eigener Staatsanleihen stoppt, will man sich nicht vorstellen.

  2. Martin

    keine Partei im Bundestag will ein Model wie in den USA, die FDP wäre dafür eigentlich ideal, doch sie lehnt lieber Mindestlöhne ab und ignoriert wichtige Eckpunkte einer liberalen Partei (bei den Bürgerrechten kommt ja auch seit Jahren nichts mehr)
    und die SPD will eine höhere Abgeltungssteuer…natürlich nur „testweise“…diese Partei hasst mittlerweile alles was privat ist und nicht unter staatlicher Kontrolle steht

    dennoch spricht alles für Aktie

  3. Turing

    @Martin
    Vielleicht sollten Sie einfach mal genauer hinsehen, bevor Sie über die FDP urteilen und nur den blasierten Unsinn widergeben, wie ihn unsere linkslastigen Medien verbreiten. Der größte Unsinn ist die Geschichte mit den vernachlässigten Bürgerrechten. Das wird immer wiederholt, aber niemand wird konkret. Es ist auch schwierig, denn die FDP leistet sehr viel (ELENA abgeschafft, Wehrpflicht ausgesetzt, Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften vorangetrieben, Lauschangriff eingedämmt usw.). Die CDU/CSU hat sich oft genug nach der Koalition zurückgesehnt und ein besseres Kompliment kann man der FDP nicht machen.

    Und die Probleme heute sind vor allem wirtschaftlicher Natur und daher gehört die Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik in den Vordergrund. Und auch das hat etwas mit Bürgerrechten zu tun. Es geht nicht um die Einnahmen des Staates, sondern zuallererst um die Einnahmen des Bürgers. Umso mehr netto er übrigbehält, umso mehr wirtschaftliche Freiheit hat er.

    Auch Fragen, die elementar unser Verständnis eines Rechtsstaates betreffen, sehe ich bei der FDP am besten aufgehoben. Da geht es beispielsweise um die Frage, ob der Staat CDs mit Daten über die Schweizer Konten deutscher Steuerpflichtiger kauft oder nicht. Dass der Staat Hehlerware kauft, ist für Linke offensichtlich kein Problem. Nur mal zur Erinnerung: Linke verlangen von deutschen Konzernen, dass die im Ausland bloß niemanden bestechen und drohen mit Strafverfolgung, aber für den deutschen Staat soll dieser moralische Anspruch nicht gelten.

    Die FDP war die einzige Partei, die mit dieser Hehlerei nichts zu tun haben wollte.

  4. Martin

    sie können sich ihre Partei gerne schönreden nur machen die dadurch immer noch keine bessere Politik

    nehmen wir doch mal ACTA, da mussten eben erst die Piraten (die würde man bei einer funktionierenden liberalen Partei ja überhaupt nicht brauchen) und andere Aktivisten Druck machen bis etwas passierte, wieso nicht vorher in den Prozess eingreifen?

    und man hört ja eher den der CDU Kritik an einer schon aktuell hohen Abgeltungssteuer, das müsste doch eher ein Thema für die FDP sein

  5. Markus

    Man sieht, dass liberale Parteien mehr Zuspruch von ehrgeizigen Menschen bekommen…
    Bin sehr gespannt was aus der AfD wird. Das vereinfachte Steuermodell von Kirchhoff ist offensichtlich in Ihrem Wahlprogramm. Den Professor fand ich damals richtig gut…
    Es ist schwierig objektiv zu urteilen da man öfters das Gefühl bekommt manche Medien und auch Zeitschriften haben Ihre klaren Lieblinge…
    Kann man Lobbyismus etwas Positives abgewinnen oder muss man leider diesen Weg gehen, wenn man politisch überleben will???

    Mir fehlt die klare und ehrliche Kommunikation der Politik mit dem Volk. Vielleicht herscht auch der Glaube vor, man kann dem Volk nicht die Wahrheit zumuten?

  6. Markus

    Zum eigentlichen Thema…

    So lange wie Menschen sich lieber von Banken und Versicherungen beraten lassen, als sich selbst autodidaktisch etwas beizubringen, wird es schwierig sein, sich nennenswerte Vermögen nach Inflation und Steuer aufzubauen.

    Selbst die engste Familie vertraut in Geldanlagen mehr dem berühmten Herrn „Kaiser“ als jemanden mit 13 Jahren Börsenerfahrung und ca. 40 gelesenen Fachbüchern zum Thema Geldanlage…

    Geldanlage wird von vielen als lästig und zu kompliziert angesehen…
    Dabei hat man mit Hilfe des Zinseszinses einen sehr starken Effekt sich selbst etwas aufzubauen. Ob es nun das Ziel der finanziellen Freiheit, einer guten Rente oder sogar Hilfe für Bedürftige sein soll.

    Zudem sollte man auch seine Emotionen kontrollieren können. Panik, Gier und „falsches Sicherheitsdenken“ sind keine guten Ratgeber.
    Die Übertreibungen von über 15 % p. a. oder die Untertreibungen mit negativer Rendite mit Staatsanleihen bringen nur Katzenjammer. 😉 (langfristig gesehen)

  7. Ulrich

    @Markus:

    Das steuerlich geförderte Aktiendepot widerspricht leider dem, was die Altersvorsorge-Politik in diesem Land anstrebt. Man will keine finanziell unabhängigen Bürger. Die könnten mit ihrem Vermögen ja ins sonnige Ausland verschwinden. Nicht umsonst war die Riester-Rente am Anfang so konzipiert, dass sie nicht mal ins EU-Ausland mitnehmbar war (die komplette staatliche Förderung hätte zurückgezahlt werden müssen). Inzwischen hat die EU diese Zumutung verboten.

    Tatsache bleibt aber: der Staat möchte, dass die Menschen nur in Anlagen investieren, aus denen Renten entstehen. Diese kann man dann später nach Belieben besteuern und mit Sozialabgaben belegen. So hat man ja bei Betriebsrenten erst vor ein paar Jahren einen Krankenkassen-Beitrag durchgedrückt.

    Auch bei Riester ist deshalb max. 1/3 bar auszahlbar. Der Rest muss als Rente ausgezahlt werden.

    Der Staat hält die Bürger an der sehr, sehr kurzen Leine …

  8. Markus

    @Ulrich

    Das klingt ja fast schon kommunistisch. Allerdings auch leider nicht ganz abwegig.

    Das Thema Politik ist denke ich noch umstrittener als das Thema Geldanlage und Finanzen.

    Als Bürger eines demokratischen Landes möchte man eine ehrliche Kommunikation und den Glauben an das Versprechen „dem deutschen Volke zu dienen“.

    Eigeninteressen, nicht gehaltene Versprechen, „Hau-Ruck-Politik“, Lobbyismus, weggelassene Absätze in Studien, die Informationsflut mit den vielen Eigeninteressen…. Es ist verdammt schwierig, sich ein eigenes objektives Bild zu machen und nicht „politikverdrossen“ zu werden.

    Im Vergleich mit anderen Ländern müssten wir zufrieden sein… Allerdings sollte man die Augen nicht vor den vielen Baustellen verschließen.

  9. Anna

    Turing,
    ich weiß, Du lebst und stirbst vielleicht auch für die FDP. Gut, auch ich habe sie mal gewählt, aber da war die FDP noch eine andere.
    Kleines Rechenexempel: Die FDP hat 65000 Mitglieder, stellt aber 5 Bundesminister. Da ist die Gefahr groß, dass karrieregeile Leute sich überlegen, da könnte doch was zu machen sein, was bei den anderen nicht geht (siehe den Kandidaten bei WWM vor einigen Wochen).
    Warum sperrt sie sich so beim Mindestlohn? Wegen eventueller Firmenpleiten? Ich weiß nicht, ob das flächendeckend zieht. Den Geringverdienern muss heute aus Steuermitteln geholfen werden und im Alter müssen die Leute dann auch wieder zum Amt. Diese Mittel bringen dann wieder die Facharbeiter und Handwerksmeister auf.
    Turing, ich weiß, Du wirst mir jetzt schreiben wollen, warum und wieso das richtig ist.
    Du hast Abitur und ein Studium.
    Ich habe einen Mittelschulabschluss mit „sehr gut“, zwei Facharbeiterabschlüsse und jede Menge Lebenserfahrung, u.a. auch als Arbeitslose und im Niedriglohnsektor.
    VG
    Anna

  10. Markus

    Die Grenzen der Parteien und Ihrer Programme sind nicht mehr so ganz klar.

    Die heftigsten Reformen hat ein Sozialdemokrat mit der Agenda 2010 durchgedrückt. Sicherlich mit Vor- und Nachteilen. Die Frage ist, was überwiegt?

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